Kurzbeschreibung/Zusammenfassung
AutorPeter Wenz
QuelleBGG - Biblische Glaubens Gemeinde Stuttgart
Datum
Typ: Predigt ausformuliert
Zielgruppe: Allgemein
Themen: Evangelisation, Taten
Stichwoerter: BGG, Ernte, Hauskirche, Kontakt
Bibelstellen:
Viele Menschen haben im Laufe der Geschichte Grosses bewirkt. Kolumbus entdeckte Amerika, Magellan umsegelte die Welt, Armstrong betrat als erster den Mond, Barnard transplantierte das erste menschliche Herz und so weiter. Unzählige weitere Beispiele könnte man nennen.
Doch die grösste Tat, die je auf der Erde vollbracht worden ist, wurde von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, bewältigt. Stellvertretend für uns alle starb Er für die Schuld der gesamten Menschheit an einem Kreuz. Durch diese Tat versöhnte Er uns alle mit Gott. Er machte den Weg frei, damit jeder Mensch die Möglichkeit hat, in alle Ewigkeit bei Gott zu sein - wenn er das nur will und es im Glauben für sich persönlich beansprucht.
Wenn wir uns Jesus zum Vorbild nehmen, müssen wir uns fragen, was Seine entscheidenden Beweggründe waren, die Ihn zu dieser grössten aller Taten veranlasst haben. Zwei Abschnitte im Neuen Testament geben uns auf diese Frage eine Antwort:
Johannes 13, 1+3: "Vor dem Passahfest aber, als Jesus wusste, dass Seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater hinzugehen - da Er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte Er sie bis ans Ende. Und in dem Bewusstsein, dass der Vater Ihm alles in die Hände gegeben hatte und dass Er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehen würde - stand Jesus von dem Abendessen auf, legte die Oberkleider ab und wusch Seinen Jüngern die Füsse."
Hebräer 9,14: "Wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst durch den ewigen Geist als Opfer ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken."
Drei Bestandteile einer grossen geistlichen Tat können wir in diesen Texten entdecken. Sie werden auch dich beflügeln, die grossen Werke Gottes in deinem Leben zu tun.
1. Jesus liebte - und zwar bis zum Ende! Er liebte Seine Jünger. Er liebte die verlorene Welt. Er liebte Seinen Vater. Er liebte sich selbst. Er liebte das Wort Gottes, das Gebet und die Gemeinschaft untereinander. Mit anderen Worten: Er liebte alles, was Gott liebt.
Liebe ist die grösste Kraft im Universum. Wer liebt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. Die Liebe stimuliert zu Taten, zu denen uns nichts und niemand anderes bringen kann. Wer liebt, hat immer Motivation. Wer liebt, kennt eine innere geistliche unüberwindbare Kraft. Wer liebt, bleibt treu - sogar bis in den Tod.
Jesus hat nicht unterwegs schlapp gemacht mit der Liebe. Im Gegenteil! Er liebte bis zum Ende - bis alles erfüllt war.
Dies ist Gottes grosses Ziel auch für dich. Wenn du so liebst, wirst du die grossen Taten Gottes ausführen können.
2. Jesus vollbrachte dieses grossartige Erlösungswerk "durch die Kraft des ewigen Geistes". Es ist der Heilige Geist, der uns zu wirklich grossen Taten stimuliert und befähigt, und auch Jesus hat Er zum grössten aller Werke motiviert.
Wer meint, er könne auch ohne den Heiligen Geist die Werke Gottes vollbringen, der hat das gesamte Neuen Testament nicht verstanden. Deswegen sind alle Zweifel, Bedenken und kritischen Bemerkungen in Bezug auf den Heiligen Geist tödlich für denjenigen, der sie äussert. Denn ohne Ihn können wir nichts tun. Jesus hat gesagt: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt und dann werdet ihr meine Zeugen sein..." Die Kraft des Heiligen Geistes beflügelt uns, Gottes Werke zu tun und somit als Zeugen Jesu offenbar zu werden.
Jesus nachzufolgen ist kein Spiel oder eine fromme bless-me-club-Freizeitbeschäftigung. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, betrifft das alle Lebensbereiche, unsere ganze Zeit und all unsere Beziehungen. Ohne die tägliche Kraft des Heiligen Geistes werden wir die grossen Taten Gottes niemals ausführen können.
3. Jesus vollbrachte die grösste Tat der Menschheit mit einem konkreten Bewusstsein: Er tat sie in dem Bewusstsein, dass der Vater Ihm alles in die Hände gegeben hatte und dass Er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehen würde (Johannes 13,3).
Drei Dinge werden hier beschrieben, die alle damit zu tun haben, dass Jesus genau wusste, wer Er war und was Er durch den Vater bekommen hatte:
a) Er lebte im Bewusstsein, dass der Vater Ihm alles in die Hände gegeben hatte. Das heisst, Jesus war vom Vater bevollmächtigt - und das wusste Er. Jesus war vom Vater voll ausgestattet und versorgt. Und Er hatte eine Lebensvision. Jesus wusste, dass der Vater zu 100% hinter Ihm stand. Er wusste, dass es nichts gab, was er benötigte, was der Vater ihm verwehren würde. Jesus wusste, was der Vater ihm gegeben hatte - nämlich ALLES! Nicht weniger und nicht mehr.
Lebst du auch in diesem Bewusstsein?
b) Jesus lebte in dem Bewusstsein, dass Er von Gott ausgegangen war. Das bedeutet, dass Jesus die ganze Zeit vor Augen hatte, dass Er von Seinem Vater abstammte. Dass Seine Heimat im Himmel ist. Dass Er nur vorübergehend auf der Erde sein würde und dass Er eine göttliche Identität hat.
Lebst du als Sohn oder Tochter Gottes mit dem gleichen Bewusstsein? Bist du dir bewusst, dass du von neuem geboren bist zu einer lebendigen Hoffnung? Dass du von oben gezeugt bist und dass deine Heimat im Himmel ist? Und dass du einen übernatürlichen Geist hast, in dem Gott wohnt?
c) Jesus lebte auch in dem beständigen Bewusstsein, dass Er wieder zu Gott hingehen würde. Er wusste, dass Seine Zeit auf der Erde begrenzt war. Er wusste, dass Gott, der Vater im Himmel, auf Ihn wartete. Er wusste, dass das Beste noch bevorstand. Und Er lebte Sein Leben und Seinen Alltag mit dieser Perspektive. Und dadurch war Er in der Lage, die grösste aller Taten der Menschheit zu vollbringen.
Die Frage ist: Lebst du auch in diesem Bewusstsein, dass dein Leben ein Ziel hat? Dass der Vater auf dich wartet? Dass das Beste erst noch kommt? Dass die Herausforderungen dieses Lebens nichts sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die dich erwartet?
Das gewaltige Erlösungswerk Jesu am Kreuz von Golgatha hatte ganz konkrete stimulierende Faktoren:
1) totale Liebe 2) die Kraft des ewigen Geistes 3) das richtige Bewusstsein
Gott will, dass du grosse Taten vollbringst! Jesus hat sogar gesagt: "Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und er wird sogar grössere als diese vollbringen, weil ich zum Vater gehe" (Johannes 14,12).
Wie könnte es da anders sein, als dass wir nicht auch mit den gleichen motivierenden Faktoren ans Werk gehen, die auch Jesus zu Seiner Tat freigesetzt haben? Wenn Jesus diese Dinge gebraucht hat - wie viel mehr du und ich.
Glaubst du nicht auch, dass es an der Zeit ist, sich noch mehr nach diesen drei Dingen auszustrecken und sie in deinem Leben jeden Tag aktiv werden zu lassen?! Sie werden dich zu grossen Taten stimulieren und befähigen.