Warum leiden Christen ?
Warum leiden Christen?
Warum leiden Christen? Diese Frage wird tatsächlich oft gestellt: Warum erlaubt ein liebender Gott, dass ein Mensch leidet? Dieser Artikel versucht, diese Fragen zu beantworten.
Psalm 119,67 kann man auf Gläubige und Ungläubige anwenden: "Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich ..." Gott benutzt oft das Leiden, um den Ungläubigen zu Sich zu ziehen. Wenn wir leiden, werden wir an unsere eigene Sterblichkeit erinnert. Viele Gläubige haben erfahren, dass sie ganz nah bei Gott sind, wenn sie Leid durchleben. In Vers 75 lesen wir: "... dass du mich gedemütigt hast in Treue." Wir können sicher sein, dass der Herr das tun wird, was letztendlich gut und richtig sein wird.
Der Apostel Paulus musste viel Leid in seinem Leben erdulden und dennoch konnte er sagen: "... sondern wir rühmen uns auch unserer Trübsale, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt, das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung" [Röm. 5,3]. Ausharren, Bewährung und Hoffnung sind Eigenschaften, die jeder Christ besitzen möchte. Wir müssen lernen, dass Leiden eine Methode ist, die der Herr benutzt, um diese Eigenschaften in uns hervorzubringen. Wenn wir Leiden erdulden, ist das ein deutlicher Beweis dafür, dass unser Glaube echt ist (1. Pet. 1,6-7; siehe auch Jak. 1,2-4.
In 2. Korinther 1,3-4 lesen wir: "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus ..., der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden." Wenn wir durch irgendein Leid oder durch eine Erprobung gehen, empfinden wir oft, dass andere uns nicht verstehen, aber wenn wir Worte des Trostes von jemandem hören, der Gleiches mitgemacht habt, sind diese Worte tröstender und leichter anzunehmen.
Manchmal ist Leiden die Folge von Sünde. Römer 3,23 sagt: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes." Es ist durchaus möglich, dass Gott uns für unsere Sünde züchtigt. Dennoch gibt es sogar darin Trost, denn der Herr versucht, Seine Kinder zu Sich zurückzubringen. Diese Züchtigung ist kein Anzeichen dafür, dass Gott Sich nicht kümmert; sie ist eher der Beweis dafür, dass Er Sich kümmert! Hebräer 12,7 sagt: "Was ihr erduldet ist zur Züchtigung: Gott handelt mit euch als mit Söhnen; denn wer ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?"
In Vers 11 lesen wir: "Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; danach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt worden sind." Ja, Sünde ist manchmal der Grund für Leid, aber wir müssen als Christen sehr vorsichtig sein, dass wir andere, wenn sie leiden, nicht irgendeiner Sünde, die nicht bekannt wurde, beschuldigen. Das ist es, was Hiobs Ratgeber taten. Wenn wir allerdings Leid durchleben, sollten wir uns selbst prüfen, ob es in unserem Leben irgendeine nicht bekannte Sünde gibt.
In Psalm 119,71 lesen wir: "Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Satzungen lernte." Manchmal muss Gott uns niederlegen, um uns zu den Grundlagen zurückzubringen. Wir können Gottes Wege und Sein Wort besser verstehen, wenn das Selbst zerbrochen ist. Leid ist keine Freude, aber es macht uns Gottes Wort kostbar und real.
Philipper 1,29: sagt: "Denn euch ist es im Blick auf Christus geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden."
In Kapitel 3,10 schreibt Paulus: "... um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde ..." Der Diener ist nicht größer als sein Meister. Der Herr Jesus hat gelitten und wir sollten nicht überrascht sein, wenn wir leiden. Das Leid erlaubt uns, dass wir uns mit Christus identifizieren und mit Ihm Gemeinschaft haben.
Schließlich kann Leiden noch einen unbekannten Grund haben. Hiob litt furchtbar und wurde am Ende von Gott wiederhergestellt; dennoch sehen wir keinen Hinweis dafür, dass er jemals herausgefunden hätte, warum er durch all diese Erprobungen und Trübsale hatte gehen müssen. Manchmal werden die Gründe für unser Leid erst offenbar, wenn wir in den Himmel kommen. Wenn wir dort ankommen, werden wir dennoch gewiss sagen können: "Es war gut für mich, betrübt zu werden."
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