Umgang mit Proklamationen
Umgang mit Proklamationen
1. Finde heraus, was dein Gott sagt
Das ist mit der wichtigste Punkt. Wie kannst du glauben, wenn du gar nicht weißt, was Gott gesagt hat? Wir praktizieren hier nicht positives Denken. Dein Bekennen muss ein Fundament, einen festen Grund haben. Du kannst dir nicht einfach irgendwas wünschen. Du kannst erst dann zuversichtlich und voller Kraft Dinge glauben und bekennen, wenn du herausgefunden hast, was dein Gott überhaupt gesagt hat. Was denkt er über dich? Was ist sein Wille in dieser bestimmten Situation? Dann
-2. Finde heraus, was du bisher selbst geglaubt und gesagt hast
Wenn du liest oder hörst, was Gott sagt, wird zum Vorschein kommen, wo du bisher ganz anders gedacht, geredet, bzw. geglaubt hast. Misstrauen, Angst, Unglaube kommen ans Licht, wo du es vielleicht nicht vermutet hättest. Triff eine Grundsatzentscheidung! Wann immer du eine Diskrepanz spürst zwischen dir und Gottes Wort, demütige dich voller Freude sofort unter das Wort deines Herrn - wirf dich auf sein Wort, umfasse es und
3. Stimme mit deinem Gott überein
Fang an, das gleiche auszusprechen wie dein Gott. Als Christ hast du das Vorrecht, Gottes Wort in deinen Mund zu nehmen und so die Power eines Gottes in deinem Leben zu erleben. Christen sind Menschen, die mit Gottes Beurteilungen übereinstimmen. Das griechische Wort für bekennen ist homologeo (= das gleiche sprechen wie Gott). Ist es nicht so, dass deine Beurteilungen, Gedanken und Worte oft begrenzt, verzerrt und oft sehr gegensätzlich zu dem sind, was Gott über dich und die Situation sagt, in der du dich gerade befindest?
Als Christ hast du dich festgelegt, das Wort Gottes über deine Gedanken und Gefühle zu stellen und auf diese Weise befreit zu werden. Du glaubst dem Wort mehr als dir selbst.Vertrau dich mit allem, was dich ausmacht, dem Wort an – lass dich einfach in eshineinfallen. Warum solltest du so etwas „Verrücktes“ tun? Weil Jesus sooo gut ist und seine Worte Leben für dich sind.
4. Übergib Gott deine Vorstellungskraft
Was du dir nicht vorstellen kannst, kannst du nicht glauben! Die Fähigkeit, sich Dinge vorzustellen, ist eine Erfindung Gottes. Wir denken in Bildern, genährt von dem, was wir anschauen und wem wir zuhören. Der Feind benutzt allerdings oft unsere Vorstellungskraft zum Schlechten. Wenn du dir z. B. Sorgen machst, siehst du wie sich vor deinem inneren Auge ein Film abspielt, was alles Schlimmes passieren könnte.
Du aber sorge dich nicht, sondern stelle dir die Inhalte des Wortes Gottes vor. Leiere nicht einfach das Wort Gottes runter, sondern trainiere dich darin, es zu sehen.
Psalm 18,3 sagt z. B.: ›Der HERR ist meine Burg.‹ In deinem Gehirn siehst du jetzt nicht die Buchstaben ›B-u-r-g‹, sondern dein inneres Auge sieht eine Burg, in der du vor deinen Feinden geschützt bist. Stelle dir doch vor, wie ihre Pfeile wirkungslos an der Burgmauer abprallen. Je mehr du dir das Wort Gottes real vorstellen kannst, desto mehr kannst du es glauben und somit erleben. Es geht nicht darum, irgendwelche Wunschträume oder Fantasien sich vorzustellen, sondern es konsequent zu lernen, sich das Wort Gottes bildhaft vor Augen zu malen.
5. Sprich laut
Und zwar voller Glauben, Autorität und Entschiedenheit oder voller Dankbarkeit, bis du merkst, dass es zu deiner Substanz geworden ist.
Bekenne es nicht leise oder nur in Gedanken, solange du noch Zweifel oder Klein-, bzw. Unglauben in dir findest, denn es geht um einen Kampf, nämlich dem Ersetzen von Lüge durch die Wahrheit Gottes. Entlarve rigoros Lüge oder menschliches Denken und ersetze sie beständig mit den Gedanken und Worten Gottes. In dieser Zeit werden Gedankenfestungen des Feindes abgerissen und Gedankenfestungen Gottes aufgebaut. ( 2. Kor 10,3-6 ) Und dein Mund ist der Schlüssel für den Sieg. Auch der Sieg über deine Gefühle.
6. Lege Gefühl in deine Stimme
Vermeide unter allen Umständen ein Herunterleiern oder Nachplappern von Wahrheiten, ohne den Sinn des Gesagten ernst zu nehmen. Unterstütze den Text, indem du ihn mit Realität füllst. Sprich z. B. sehnsuchtsvoll, anbetend und voller Liebe, oder kämpferisch, aggressiv und streng. Hebe und senke deine Stimme für die angemessene Satzmelodie. Achte zuguterletzt darauf, an den richtigen Stellen Pausen einzulegen.
7. Singe das Wort Gottes
Mit Musik kann man Gefühle ausdrücken, oft sogar leichter als mit Worten. Wenn wir das Wort Gottes singen, entdecken wir oft ganz neue Facetten des Wortes. Fange einfach mit den Psalmen an. Sie wurden sowieso nicht gebetet, sondern gesungen. Trau dich einfach und erfinde eine eigene Melodie.
8. Verwende unterschiedliche Bibelübersetzungen
Haben wir uns zu sehr an eine Übersetzung gewöhnt, überlesen wir oft die uns vertrauten Stellen. Verwende einfach zwischendurch eine andere Bibelübersetzung, damit das Wort Gottes neu dein Herz berührt.
9. Betone unterschiedliche Abschnitte eines Textes
Proklamiere z. B. Psalm 23,1: ›Der HERR ist mein Hirte‹ folgendermaßen:
Der HERR ist mein Hirte. Wow, nicht irgendjemand, sondern der HERR, der Allmächtige ist mein Hirte. Er ist wirklich Herr!
Der HERR ist mein Hirte. Er war es nicht nur, sondern er ist es. Er ist es wirklich, egal wie meine Gefühle heute sind.
Der HERR ist mein Hirte. Das ist ja wunderbar. Er ist nicht nur von anderen der Hirte,sondern mein Hirte. Halleluja!
Der HERR ist mein Hirte. Jesus ist ein Hirte, noch dazu ein sehr guter!
10. Sprich das Wort Gottes zu folgenden Personen
Je nachdem, an wen du Gottes Wort richtest, entfaltet es immer eine andere Wirkung:
a) Sprich zu Gott – betend oder danksagend
b) Sprich zu dir selbst – jubelnd über die Wahrheit oder streng,liebevoll erziehend
c) Sprich zu deinem Feind – mit Autorität
a) Sprich zu Gott – betend oder danksagend
Suche und entdecke die Antworten Gottes für dein Leben im Wort. Empfange sie glaubend und freu dich an ihnen. Achte darauf, nicht um Dinge zu bitten, die er schon zugesagt hat. Beginne beispielsweise jeden Satz mit ›Danke, Herr, dass …‹ und füge dann ein, was er getan hat oder was er ist. An anderen Stellen erwartet aber Gott, dass du ihn bittest, damit er dich versorgen kann. Lerne voller Freude, mit dem Wort Gottes zu beten.
b) Sprich zu dir selbst – jubelnd über die Wahrheit oder streng, liebevoll erziehend
Bekenne in ›Friedenszeiten‹, also in Zeiten, in denen du glücklich bist, einfach jubelnd den Inhalt des Wortes und feiere ihn als Sieg. Formuliere die Worte Gottes auf dich um.
Beispiel 1 – Ersetze Pronomen wie ›wir‹ und ›ihr‹ durch ›ich‹:
2 Korinther 3,4-5
Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott: nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott.
* Solches Vertrauen aber habe ich durch Christus zu Gott, nicht dass ich von mir aus tüchtig wäre, etwas zu erdenken als aus mir selbst, sondern meine Tüchtigkeit ist von Gott.
Beispiel 2 – Predige dir das Wort mit deinen eigenen Worten:
Epheser 5,1
Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!
* Ich bin dazu bestimmt, ein Nachahmer Gottes zu sein. Das kann ich, bin ich doch sein geliebtes Kind. Kinder ahmen einfach ihre Eltern nach.
Wenn du Gottes Wort der Gnade sprichst, wird es anfangen, deine Seele und deinen Körper zu erziehen (Titus 2,11-12). Die Gnade im Wort ermöglicht dir, die Dominanz deines Egos, deiner Lüste und Begierden zu verneinen. Wenn du Unglauben und Zweifel in dir entdeckst, finde dich nie mehr damit ab!
Mache dem neuen Menschen in dir Raum und fange an, durch das Wort zu herrschen! Sprich in diesem Fall lauter, kühner und sehr entschieden. Es ist sehr hilfreich, folgendermaßen zu beginnen: ›Das Wort Gottes sagt …‹
Sei streng – denn die Seele, die nicht unter dem Wort ist, ist wie ein ungezogenes Kind. Sie mault, murrt und ist faul. Sprich ruhig in großer Autorität und benutze das Wort Gottes vertrauensvoll als Erziehungsmittel. Gottes Wort, richtig eingesetzt, siegt immer. Begib dich mit deinem Willen auf die Seite Gottes. Er beurteilt nicht deine Gefühle, sondern deinen Willen! Entscheide dich für das Wort, und das Wort wird den Rest in dir tun.
Du kannst dein Bekenntnis auch mit dem Körper unterstützen, indem du z. B. mit deiner Hand auf deine Brust schlägst und die Worte in diese Richtung sprichst. Rede dich mit deinem Namen an, wenn du Gottes Medizin einnimmst. Das könnte sich etwa so anhören:
Peter, jetzt hörst du mal genau zu. Du wirst nicht mehr bestimmt durch das, was dufühlst. Du bist zu einem Leben in Glauben berufen. Gedanken, ihr ordnet euch jetzt dem Wort Gottes unter, das sagt …‹
c) Sprich zu deinem Feind – mit Autorität
In Friedenszeiten, in denen deine Gedanken ruhig sind, nimm das Wort Gottes in den Mund und verkünde Satan den Sieg Jesu. Das macht ihn fertig, denn das erwartet er nicht. Sei fleißig und baue die Festungen der Wahrheit Gottes in deinem Leben. Daraus kannst du dann Ausfälle und Angriffe gegen den Feind starten und musst nicht ängstlich warten, bis sein nächster Angriff kommt. Friedenszeiten sind die wichtigsten Zeiten! In ihnen musst du das Wort Gottes reichlich in dich aufnehmen, um geistliche Muskeln zu bekommen. In ihnen entscheidet sich auch, ob du in Zeiten des Kampfes bestehen kannst. Denn dann ist es zu spät, um noch schnell zu trainieren oder nach den richtigen Worten zu suchen.Die müssendann schon in dir sein.
Das Wort Gottes zu kennen und zu bekennen ist nicht ein Hobby. Nein, es sichert dir das Überleben. Es hilft dir zu überwinden und ermöglicht dir ein siegreiches Leben im Überfluss. Denn: Je mehr fleischgewordenes Wort Gottes in deinem Herzen und auf deinen Lippen ist, desto siegreicher wirst du sein.
Erschrick nicht vor dem Feind und verzweifle nicht an dir selbst! Du kämpfst nicht gegen Fleisch und Blut, nicht einmal gegen dich selbst. Und deine Waffe, das Wort Gottes, ist nicht schwach; sie ist dazu gemacht, gegen den Feind zu kämpfen und zu siegen.
Dabei gelten die Spielregeln des Kampfes von Jakobus 4,7:
1. Unterwirf dich Gott!
2. Widerstehe dem Teufel!
3. Folge: Er wird von dir fliehen!
Also:
1. Stelle sicher, dass du dich Gott unterworfen hast.
2. Deine Aufgabe ist es, dem Feind zu widerstehen, egal wie lange es dauert. Jammerenicht ständig darüber, sondern stärke dich dafür in deinem Gott.
3. Der Feind hat dann keine Wahl mehr: Er muss fliehen.
11. Lass das Wort nicht von deinem Munde weichen! Wiederhole beständig!
Du bist kein Computer - es geht nicht alles auf Knopfdruck. Wenn du merkst, dass ein Wort Gottes etwas tief in deinem Herzen berührt und Kraft hat, bleibe bei dem Bekenntnis und wiederhole es so lange, bis du merkst, jetzt wird dieses Wort in deinem Geist zu deiner Substanz geformt. Du fängst buchstäblich an, davon zu leben. Und wenn du 15-20 mal das Wort wiederholst, gib nicht auf. Sei dir darin ganz sicher, es wird ausrichten, wozu es gesandt ist und dich stärken und festigen.
12. Entwickle einen Lebensstil, das zu bekennen, was du glaubst
Normalerweise dauert es 4-6 Wochen, bis wir eine Gewohnheit entwickeln. Bleibe solange dran, bis sich dein Denken, Reden verändert und du ein ganz neues Lebensgefühl bekommst. Dein Leben soll radikal geprägt sein von dem Wort, dann wirst du die Umwelt prägen, anstatt dass sie dich prägt.
Es geht nicht um eine Technik. Wem oder was wir glauben, hängt stark ab, wem wir wie lange zuhören und von der Beziehung, die wir mit dem Redner haben.
Vergiss es nie, du nimmst die Worte von dem in den Mund, den du mit allem, was in dir ist, liebst. Das ist der Weg, ihn immer mehr kennen zu lernen und dadurch wirst du ihm automatisch glauben. Ihn aber zu kennen, bedeutet leben, das kann ich durch mein Leben bestätigen. Lass dich von seinen Worten zu dir heilen! Viel Freude beim Proklamieren!
- Weblog von epgosson
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben