Sorgen und Unruhe


Sorgen und Unruhe sind ein Teil unseres Lebens - aber wussten Sie, dass viele der Sorgen in Wirklichkeit keine Grundlage haben? Nach einer vor kurzem durchgeführten Umfrage konzentrieren sich die Sorgen des Durchschnittsbürgers auf Folgendes:

- 40 % der Zeit - auf Dinge, die nie passieren werden

- 30 % der Zeit - auf die Vergangenheit, die nicht geändert werden kann 

-10 % der Zeit - auf gesundheitliche Probleme, welche die Sorgen gewöhnlich vergrößern 

-8 % der Zeit - auf echte Probleme, die angegangen werden müssen

Erleben Sie in Ihrem Leben Unruhe und Sorge? Haben Sie ungelöste Fragen, quälende Probleme, Sorgen wegen Gesundheit, Finanzen, Arbeit und Beziehungen? Sie stehen nicht allein, wenngleich es Zeiten gibt, wo wir glauben, dass unsere Probleme und Sorgen größer sein müssen als die irgendeines anderen Menschen.

 

Das Volk, das auf dem Berghang und auf der Ebene stand, wo Jesus die Bergpredigt gab, war nicht anders als Sie oder ich. Sie hatten mit Problemen zu kämpfen wie wir. Sie mussten Rechnungen bezahlen, ihre Familien versorgen, Steuern zahlen und ihren Arbeitgebern gefallen. Jesus sprach zu ihnen über die Sorgen und Angelegenheiten des täglichen Lebens. Er hat dieses praktische und wirkliche Problem weder umgangen, noch gab er ihnen hoch-trabende und fromm klingende Platitüden.

 

Jesus fragte ganz einfach: "Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?" (Matth. 6,27). In diesem Abschnitt (Matth. 6,25-34) erinnerte uns Jesus, dass das Leben mehr als Nahrung ist, und der Leib mehr ist als die Kleidung. Unser Leben ist mehr als das Materielle und Physische. Unser Leben hat eine ewige Dimension. Wenngleich es scheinen mag, dass physische und materielle Dinge bleiben-den Wert haben, dürfen wir nicht vergessen, dass diese Dinge von Natur aus vorüber-gehend sind. Sie können in einem Augenblick weg sein.

 

Das Leben ist mehr als Dinge. Ehrlichkeit, Integrität, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Geduld, Treue und Liebe sind nur einige der Werte, die wichtiger als Besitztümer sind. Das Leben ist mehr als Dinge. Wir können Gott bitten, uns zu helfen, seine Gedanken und Werte als Priori-tät in unserem Leben zu behalten, statt unsere physischen Bedürfnisse und Nöte.

 

Jesus sagt uns, dass unser himmlischer Vater für uns sorgen wird. Er weist darauf hin, dass wir viel wertvoller sind als die Vögel und Blumen, und Gott sorgt sich auch um sie (Matth. 6,26-30). Christus in uns kann uns zur Erkenntnis führen, dass Gott uns liebt und dass er für uns sorgen wird. So viele Menschen sind von dieser fundamentalen Eigenschaft Gottes nicht voll überzeugt. Wenn Sie wirklich glauben, dass Gott in Kontrolle ist und dass er Sie liebt und Ihre Bedürfnisse erfüllen wird, können Sie Ihr Leben in Zuversicht und Glauben führen. Wenn Sie aus irgendeinem Grunde nicht glauben, dass Gott für Sie sorgen wird, wenn Sie nicht anerkennen, dass Gott groß genug ist, um mit Ihren Sorgen fertig zu werden, wenn Sie nicht darauf vertrauen können, dass Christi Opfer am Kreuz ausreichend und genügend war, um Ihre Sünden zu vergeben, dann werden Sie nicht in der Lage sein, in ihm zu ruhen (Matth. 11,28-30).

 

In Jesus zu ruhen bedeutet zu wissen, dass es nicht in unserer Macht liegt, für alle unsere physischen, emotionalen und geistlichen Bedürfnisse zu sorgen. Wir können im Herrn ruhen, wenn wir anerkennen, dass wir von ihm abhängig sind, und wir vertrauen ihm zu tun, was er versprochen hat. Das hatte Paulus im Sinn, als er die Wendung "Euer Leben ist mit Christus in Gott verborgen" benutzte. Der Kontext dieser Aussage erscheint in Kolosser 3,1-4: "Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und eurer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlich-keit."

 

Jesus sagte uns, dass jeder Tag seine eigene Plage hat (Matth. 6,34). Ich kenne Leute, die sich Sorgen machen, weil sie anscheinend nichts haben, worüber sie sich Sorgen machen müssten.

 

Haben Sie einen Lebensstil des Sorgens entwickelt? Machen Sie sich chronisch Sorgen? Die Lösung liegt darin, das Heute und Morgen dem Herrn zu übergeben. Jesus gibt uns den Rat, dass wir zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit suchen, und dann wird für all unsere Bedürfnisse gesorgt werden (Matth. 6,33).

 

Das ist eine der größten Herausforderungen für jeden Gläubigen. Konzentrieren Sie sich auf Gottes Reich und seine Gerechtigkeit. Gottes Gerechtigkeit und sein Reich zu suchen heißt in Abhängigkeit von Jesus zu leben, der sein Leben in uns führt. Wenn wir Gott vertrauen und seine Gerechtigkeit suchen, dann vertrauen wir nicht auf unsere eigene Gerechtigkeit. Wir wissen, dass die Gerechtigkeit, die wir haben, Jesus gehört und dass Gott uns diese zugerechnet hat. Jesus nahm unsere Sünde und gab uns seine Gerechtigkeit. Ein Autor nennt es "Der große Tausch". Welch ein Geschäft! Gott nimmt unsere Sünde von uns, und dafür gibt er uns die Gerechtigkeit Jesu Christi!

 

Die Gerechtigkeit und das Reich, nach dem wir trachten und in dem wir durch Gottes Gnade leben, gehört Gott, nicht uns. Wir können uns niemals unserer eigenen guten Werke oder gerechten Taten rühmen (Eph. 2,8-10). Wir haben uns nicht selbst durch unsere guten Werke gerettet, und wir bewahren unsere Rettung nicht durch gute Werke. Es geschieht alles auf Grund von Gnade, durch Glauben an Jesus Christus.

 

Während wir uns um die Dinge Gottes kümmern, kümmert sich Gott um die Dinge, die wir brauchen. Wir leben jeden Tag in Abhängigkeit vom Leben Christi. Wir müssen ihm unsere Herzen öffnen und uns demütigen, um von ihm alles zu empfangen, was wir brauchen. Wir müssen seinem perfekten Werk und seiner Gerechtigkeit vertrauen, um uns in sein Reich zu versetzen. Wir können es nicht aus uns selbst! Er begann das Werk in uns, und er wird es vollenden (Phil. 1,6). Wenn wir vor Gott stehen, werden wir nicht sagen können, dass wir verantwortlich sind, dort zu sein. Wir werden einfach über die Gnade Gottes staunen.

 

Menschlich gesehen denken wir, dass niemand für uns sorgen wird, wenn wir uns nicht selbst um unsere Bedürfnisse kümmern. Gott fordert von uns, dass wir gerade das Gegenteil glauben! Er fordert uns auf, ihm zu vertrauen. Er fordert uns auf, ihn in allen Dingen an erste Stelle zu setzen. Das ist unsere Herausforderung - Gott zu vertrauen. Jesus Christus in unserem Leben zum Herrn über alles zu machen. Das ist Gottes Heilmittel für unsere Sorgen.

 

Es ist für uns natürlich, besorgt zu werden, wenn wir denken, dass wir in diesem Leben allein sind. Wir sind besorgt, wenn wir denken, dass alles von uns abhängt. Wir machen uns Sorgen, wenn wir nicht auf die Güte und Fürsorge unseres Herrn vertrauen, für uns zu sorgen. Wir sind besorgt, wenn wir uns auf uns selbst und unsere eigenen Bedürfnisse konzentrieren. Aber wenn wir auf den Herrn vertrauen, dann schwinden unsere Sorgen.

 

Möge uns Gott helfen, ihm gänzlich zu vertrauen, denn er ist unser Heil. Möge Gott mit Ihnen sein und Sie auf jede Weise segnen, und mögen wir alle die wahre Ruhe erfahren, die allein in Jesus Christus zu finden ist.