Sensibilität als Gabe
Kennst du das auch? Hohe Sensibilität. Nicht gerade erwünscht in unserer hektischen, terminüberfüllten, reizüberfluteten, lauten und groben Gesellschaft. Doch weiss du was? Sensibilität ist eine Gabe von Gott und Hochsensible haben eine ganz spezielle Berufung. Doch bis dahin, sich einzugestehen, dass man hochsensibel ist (es gibt gute Literatur dazu, auch christliche wie "der sensible Mensch" von Samuel Pfeiffer oder aber auch Websites wie http://www.hochsensible.de/ oder http://zartbesaitet.net/), ja, bis dahin verstreicht leider oft ein Leidensweg. Man fragt sich, ob man "falsch tickt", ob man eventuell sogar krank ist und da gewisse Parallelen bestehen, bekommt man häufig das Etikett "depressiv" verpasst. Und nicht wenige dieser Menschen, da oft auch hoch verantwortungsbewusst, landen in der Erschöpfung oder in chronischen Krankheiten.
Wenn einmal entdeckt, dass man ganz einfach HPS (Hochsensible Person) ist, dann geht es erst richtig los. Oft geht es um Versöhnung mit einem Lebensweg, der oft Überforderung bedeutet hat, weil man meinte, mit dem gleichen Tempo und mit den gleichen Reizen wie die anderen problemlos umgehen zu können. Aber wer sagt, dass wir das müssen? Wenn wir bereit sind, ein unserem speziellen Nervensystem angepassten neuen Umgang zu finden, in dem die hohe Sensibilität sich entfalten kann und nicht immer wieder mit Füssen niedergetrampft wird, dann kann etwas Wunderbares entstehen.
Selber habe ich diesen Weg beschritten, und ich kann meine Beschaffenheit nun umarmen. Weil ich mich entschieden habe, mir zuliebe aus dem Mainstream von Hektik, von dem, wie "man" (übrigens auch wie "man" als Christ) sich einbinden und engagieren muss, rauszunehmen. Nein, nicht ins Schneckenhaus, aber sicher mit genügend Rückzugsmöglichkeiten, um all das, was ich intensiver als "normal Sensible" erlebe, zu verarbeiten, in allen Facetten, um dann mit neu geladenen Batterien wieder raus zu gehen. Und ich habe mir ein Umfeld geschaffen, wo die Lärmquellen - sofern ich das beeinflussen kann - nicht zu gross sind. Ich habe meine Tankstellen gefunden: Stille, Natur, meditative Musik, ruhige, liturgische oder kreative Gottesdienste. Und ich spüre: Gott hat ein Ja zu mir, zu meinem Weg. Doch es hat bis zur Lebensmitte gedauert. Hast du ähnliche Erfahrungen?
Meeresbrise wünscht dir einen schönen Tag mit wohltuenden Eindrücken
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