Neuer Verein gegen Pornosucht gegründet
„Pornosucht ist leider in vielen
Gemeinden noch ein Tabu-Thema, unter dem neben unzähligen Männern auch immer
mehr Frauen leiden“, erklärt Obmann Phil Pöschl die Motivation für die Gründung
des Vereins „Nacktetatsachen – Ausweg aus Pornographie- und Sexabhängigkeit
(Information, Prävention und Hilfestellung)“.
Über Predigten und Seminaren in
Gemeinden und zwei Websites im Internet klärt die christliche Initiative über
das Thema Pornosucht auf und will Betroffenen erste Hilfestellungen an die Hand
geben.
Versuchung ist gestiegen
Die Versuchung durch
Online-Pornographie sei durch die Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse
und die im Internet mögliche Anonymität enorm gestiegen, überall wären selbst
härteste Pornos nur einen Mausklick weit entfernt. Da viele Verantwortliche und
Gemeindeleiter noch nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, sei ihnen das
grosse Versuchungs-Potential weniger bewusst. Um die betroffenen direkt „vor
Ort“ zu erreichen, arbeiten Pöschl und sein Team hauptsächlich über das Internet. Mittlerweile
betreibt der Österreicher zwei deutschsprachige Websites: Über www.blazinggrace.de
möchte er besonders Christen, die der Versuchung Pornographie erliegen, auf
geschwisterliche Weise Hilfestellungen geben. Seite zweite Website www.nacktetatsachen.at richtet sich
mehr an Menschen, die unter ihrem Porno-Konsum leiden und Gott noch nicht
kennen gelernt haben. Aber auch hier ist Gott nicht aussen vor, denn
schliesslich, so Pöschl, ist es Gott, der einen letztendlich frei machen kann.
Die eigene Erfahrung
Das hat Philip Pöschl selbst
erlebt. Obwohl er seit jeher in christlichen Gemeinden mitarbeitet, hatte er
selbst lange Jahre mit Pornographie zu kämpfen: „Abends predigte ich vor
Jugendlichen, nachts schaute ich mir solches Zeug im Internet an“. Unter diesem
Zwiespalt litt er sehr und hatte grosse Schwierigkeiten, in der Gemeinde jemand
zu finden, der ihm hilft. Wie Pöschl arbeitete auch seine Vorstandskollegin Ulrike Lorenz jahrelang in der Gemeinde mit, während
sie gleichzeitig mit ihrer Pornosucht zu kämpfen hatte. Letztendlich haben
beide Befreiung bei Gott gefunden und möchten nun mithelfen, auch anderen aus
der Sucht zu helfen. Dass der Bedarf riesig ist, erleben sie immer wieder bei
anonymen Umfragen in Gemeinden: Etwa 50% der jungen Männer in Gemeinden würden
zugeben in den letzten 6 Monaten aktiv Pornos aktiv angesehen zu haben,
Familienväter wie auch Jugendliche.
Ein Problem - auch bei Frauen
Der Zeigefinger hilft Betroffenen
gar nicht, er treibt sie im Gegenteil tiefer in die Heimlichtuerei und damit in
die Sucht. Immer wieder erleben sie, wie übertriebene Gesetzlichkeit ein
gefährlicher Nährboden ist, weil er Betroffene noch stärker mit ihren Sünden in
die Heimlichkeit treibt. „Wichtig ist, dass wir Raum schaffen, dass die
Menschen ihre Probleme ansprechen können, Verständnis finden und eine
liebevolle Begleitung aus der Sucht bekommen. Gemeinden müssen ein sicherer
Hafen werden um das Thema anzusprechen“
Vorstandsmitglied Ulrike Lorenz ergänzt: „Wir müssen erkennen, dass
auch viele Frauen Hilfe brauchen. Obwohl ich selbst in der Pornographie
steckte, war ich überrascht, dass in manchen Gemeinden 10-20% mit Pornographie
kämpfen.“
Ein weiteres Anliegen ist Pöschls
Frau Karina wichtig: „Mir ist es wichtig, Ehefrauen zu helfen, deren Männer
pornosüchtig sind. Gerade für christliche Ehefrauen ist dies eine grosse
Bewährungsprobe, mit den Gefühlen der Minderwertig, der Verletzung und dem Zorn
umzugehen, und dem Partner beim Ausstieg zu helfen.“
Aufklärung und Hilfestellung
Phil Pöschl sieht die
Schwerpunkte des Vereins in der Aufklärung über das Problem und in der ersten
Hilfestellung für Betroffene. Dabei will Pöschl intensiv mit bestehenden
Organisationen wie dem Weissen Kreuz zusammenarbeiten, die in der Seelsorge und
im therapeutischen Bereich kompetent sind. Seine Arbeit sieht Pöschl als
„Weiche“, die Betroffenen hilft, auf den richtigen Weg aus der Sucht
einzubiegen. Für die konkreten Schritte und die Begleitung aus der Sucht
empfiehlt Nacktetatsachen einen direkten Vertrauenspartner im Freundeskreis
oder in der Gemeinde. Über http://forum.blazinggrace.de sind Mitarbeiter des Vereins regelmässig
unterwegs und geben Tipps zum Ausstieg aus dem Pornographie-Konsum.
Die Arbeit von Nacktetatsachen
haben Karina und Phil Pöschl bisher ehrenamtlich geleistet und aus eigener Tasche
bezahlt. Doch der Bedarf und die Anfragen sind mittlerweile so gross, das sie an
ihre finanziellen und zeitlichen Grenzen gestossen sind. Dafür bitten sie um
Unterstützung im Gebet, durch ehrenamtliche Mitarbeit und um Spenden.
Spendenkonto:
Überweisung innerhalb
EU-Ländern:
Empfänger: Nacktetatsachen
Empfängerland: Österreich
IBAN-Code: AT051420020010535310
BIC-Code: EASYATW1
Empfängerbank: easybank AG
Spendenkonto in
Österreich:
Empfänger: Nacktetatsachen
Kontonummer: 20010535310
BLZ: 14200
Empfängerbank: easybank AG
Kontakt: info@nacktetatsachen.at
Telefon: +43 664 6146234
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