Liebe zum Geld
Eine interessante Bibelstelle habe ich im Buch Prediger entdeckt. Diese möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
Wer Geld liebt, wird des Geldes nimmer satt, und wer Reichtum liebt, bekommt nie genug. Auch das ist eitel! Wo viele Güter sind, da sind auch viele, die davon zehren, und was hat ihr Besitzer mehr davon als eine Augenweide? Süss ist der Schlaf des Arbeiters, er esse wenig oder viel; aber den Reichen lässt seine Übersättigung nicht schlafen. Es gibt ein böses Übel, das ich gesehen habe unter der Sonne: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem Schaden verwahrt wird. Geht solcher Reichtum durch einen Unglücksfall verloren und hat der Betreffende einen Sohn, so bleibt diesem gar nichts in der Hand.
Prediger 5, 9 – 13
Es geht dabei um die Liebe zum Geld. Eine andere Bibelstelle besagt, dass die Liebe zum Geld die Wurzel alles Uebels sei. Hier haben wir ein gutes Beispiel was Uebel bedeuten kann. Schon zu Beginn sehen wir, dass einer, der das Geld liebt, nie davon genug bekommt. Mit anderen Worten bestimmt die Gier sein Leben. Alle Entscheidungen basieren auf dem Gedanken, wie er aus einer Situation Geld machen kann. Der Volksmund sagt, dass er sogar über Leichen gehen würde. Nicht der Mensch oder die Beziehung zum Gegenüber sind wichtig, sondern alleine der Profit. Somit bestehen auch andere Wertvorstellungen in einer zwischenmenschlichen Beziehung.
Einen anderen Aspekt in dieser Bibelstelle ist der Schlaf. Ein Arbeiter hat einen guten Schlaf, während der Reiche, d.h. einer der Reichtum anhäufen will, deswegen sogar nicht schlafen kann. Der Herr gibt's den Seinen im Schlaf. Ist damit auch finanzieller Segen gemeint?
Tragisch ist auch der dritte Punkt. Der Reiche behält den Reichtum für sich und es wird sogar zu seinem Schaden. Ist es nicht tragisch. Der Prediger geht noch weiter. Geht der Reichtum durch einen Unglücksfall verloren, hat sein Sohn nichts davon. Ganz anders sind die Verheissungen für den Gerechten, denn er hinterlässt ein Erbe für die Kinder und Kindeskinder. Wie gross muss das Erbe sein, wenn es an die Kinder weitergegeben wird und später an deren Kinder weitergegeben werden kann. Einen solchen Segen steht dem Menschen zu, der in einem Bund mit Gott steht. Ist das nicht wunderbar?
Auch in dieser Bibelstelle geht es nicht darum, entweder Geld zu lieben oder kein Geld zu besitzen. Diese Fragestellung taucht in der Bibel nirgends auf. Eher finden wir die Frage, ob wir Gott oder das Geld lieben. Diese Frage wird aber in diesem Bibeltext nicht gestellt.
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