Leben aus dem Tod
Leben aus dem Tod
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben Übergegangen. Joh 5, 24
Ich möchte im folgenden einige Gedanken bzgl. unseres Erbes in Christus zum Ausdruck bringen. So viele Christen haben kein ausreichendes Verständnis darüber, nicht nur was Jesus für uns vollbracht hat als Er ans Kreuz ging, sondern auch darüber welches unser Teil in dem Ganzen ist, damit wir leben können wofür unser Herr gestorben ist, nämlich für uns. Das ist jedoch wesentlich wenn wir, die wir Jesus als unseren Erlöser angenommen haben, unser ganzes Leben zu Seiner Ehre und Verherrlichung leben wollen.
Wieviele geben sich darüber hinaus mit einem Minimum an Segnungen zufrieden und sind entsprechend frustriert, weil ihr Leben so wenig Frucht bzw. sichtbare Herrlichkeit Jesu zeigt.
Das ist nicht im Sinne unseres Herrn. Jesus hat ein so vollkommenes Opfer vollbracht, dass es vollkommen ausreichend ist, dass wir schon hier und jetzt den Himmel auf Erden erfahren und leben sollen.
In Röm 6, 3-11 heißt es
Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der [seiner] Auferstehung sein, da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott. So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus.
Paulus spricht hier zum einen ganz klar davon, dass das was Jesus durch seinen Tod vollbracht hat auch uns nun zur Verfügung steht zu beanspruchen, welchem wir zudem nichts mehr hinzufügen können. Zum anderen sind wir jedoch herausgefordert dieses für uns auch in verantwortungsvoller Weise zu ergreifen, sodass es in unserem persönlichen Leben sichtbare Konsequenzen bekommt.
Letzteres ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir werden nur dann frei von unserem alten Adam bzw. unserer sündigen Natur wenn wir wie Jesus bereit sind unserem alten Menschen zu sterben. Auch das ist etwas was viele Christen nicht verstehen. Sie glauben, dass es genügt lediglich Jesus in einem persönlichen Bekenntnis als ihren Herrn anzunehmen und dann die ganze Sache erledigt ist. Das ist jedoch ein Trugschluß – in Wahrheit geht es dann erst richtig los, der Herr Sein Erlösungswerk in einem umfassenden Sinne in uns vollbringen möchte.
Wenn wir die Schrift studieren werden wir feststellen, dass zu Zeiten der Urgemeinde auf Bekehrungen zum Herrn unmittelbar die Buße bzw. Taufe erfolgte. Menschen wurden umgehend an Ort und Stelle getauft und das aus gutem Grund. (Apg 2, 38; Apg 8, 36; Apg 9, 18; Apg 10, 48; Apg 16, 33; Apg 18, 8,)
Paulus, Petrus und auch andere hatten ein nicht nur klares Bewusstsein darüber, welch wesentlichen Aspekt die Taufe für den Einzelnen bedeutete, zudem war es auch auf natürliche Weise selbstverständlich. Im wahrsten Sinne des Wortes – es verstand sich von selbst. Die Taufe ist das Symbol, dass wir uns mit Jesus in Seinem Tod nicht nur identifizieren sondern auch in den Tod hineingehen, also uns entscheiden unserem Ego zu sterben, um wie Er aus dem Tod, was unser altes unerlöstes Leben ist, zum Leben zu kommen.
Leider ist die Bedeutung der Taufe nicht nur in vielen Bereichen überhaupt nicht mehr gegenständlich, sondern wird zudem, wenn sie praktisch angewand wird, nur noch als Ritual verstanden bzw. führt häufig nicht mehr zu der eigentlichen Konsequenz, nämlich dem Sterben des eigenen Ich, der alten sündigen Natur, welches in der Folge dann ein Prozess ist, den wir zu durchlaufen haben.
Wenn wir es durchlaufen, erfahren wir die ganze Länge, Höhe, Breite und Tiefe des unerlösten Zustandes in dem wir leben, nicht nur für uns persönlich auch diese Welt betreffend. Wir erfahren aber auch was es bedeutet, dass Christus den Tod überwunden hat und wir überwinden mit Ihm hin zu dem wahren Leben, welches wir leben dürfen und sollen.
Wir können es real erfahren was es heißt unser Leben um Seinetwillen zu verlieren, um das eigentliche von Gott bestimmte Leben zu (er)leben.
In Röm 6, 9b heißt es:
Der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
Welch eine gewaltige Aussage. Christus hat vollständig überwunden. Endgültig und ewiglich.
Der Tod herrscht nicht nur nicht mehr über Ihn, der Tod soll auch uns nicht mehr beherrschen.
Das ist möglich, wenn wir bereit sind wie Jesus durch den Tod (indem wir uns entscheiden unserem "alten Menschen" zu sterben) den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat.(Satan) Siehe dazu auch Heb 2, 14
Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: `Verschlungen ist der Tod in Sieg. Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 1.Kor 15, 53-57
In Diesem Sinne -
Laßt uns zu wahrhaftigen Überwindern werden. Möge an uns schon hier und jetzt sichtbar werden, dass Unser Herr nicht im Tod geblieben ist sondern lebt. An uns und durch uns soll es offenbar sein.
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