Joseph und das fremde Kind


Joseph und das fremde Kind

 

Joseph, der Mann Marias, der für ein fremdes Kind, Jesus, alles aufgab und aufs Spiel setzte: Seinen Ruf, in dem er eine für die Außenwelt unreine Frau heiratete, seine Zukunft, weil er nun für dieses Kind die volle Verantwortung trug und u.a. nach Ägypten fliehen musste, seine eigenen Pläne.

 

Oft geht es Propheten genau so. Sie müssen ihre eigenen Pläne, ihre Zukunft, ihren Ruf für ein fremdes Kind einsetzen, ein prophetisches Kind, das von Gott gegeben wird, z.B. eine Vision. Bist du bereit deine Wünsche und Träume für die Träume und Visionen Gottes zu tauschen? Deinen Ruf, deine Zukunft und deine Pläne aufs Spiel zu setzen?

 

Doch Gott ist ein Gott der Gnade und der Liebe. Oft sind deine Träume auch die seinigen. Fang also an, (wieder) zu träumen, deiner Seele, deinen Gedanken, deinen Wünschen und deinem Geist die nötige Freiheit zu geben. Dann geh mit deinen Träumen zu Gott und lass sie „überprüfen“. Tief in deinem Innersten wirst du dann wissen, welche Träume wirklich von Gott, welche von dir selbst sind.

 

Jesus war für Joseph zuerst zwar ein für ihn fremdes Adoptivkind, aber ich bin der festen Überzeugung, dass er es mit der Zeit wie sein eigenes, vielleicht sogar noch mehr geliebt hat. Genauso werden Propheten und Menschen mit einem prophetischen Herzen die Träume, die Kinder Gottes mehr und mehr lieben, mehr als ihre eigenen Vorstellungen.