Jesu Leben der Anbetung


Jesu Leben der Anbetung

Lobpreis ist Macht Es ist interessant, den Unterschied zwischen Psalm 8,3 und Matthäus 21,16 zu vergleichen. Jesus übersetzte in Matthäus 21 Psalm 8.

Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. (Ps 8,3)

Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen : „Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du Lob zugerichtet"? (Matt 21,16)

Jesus erklärt uns, was Psalm 8 heißt. LOBPREIS ist MACHT. Ausgereifter Lobpreis ist eine von Gott zugerichtete Macht. Das ist der Lobpreis, der den Feind vertilgt. Lobpreis ist die Waffe, mit der wir die Stimme der Pein, die gegen uns auftritt, vertilgen. Der Ankläger kann nicht standhalten, wenn eine Stimme Gott laut preist.

Obwohl es nicht viele Schriftstellen gibt, die beschreiben, wie Jesus den Vater preist, gibt uns Lukas 10 zuverlässigen Einblick in Seine Gefühle bezüglich Lobpreis. All die Zeiten, in denen er sich entfernte, um alleine zu beten, müssen auf jeden Fall Lobpreiszeiten enthalten haben. Das Bedeutendste in unserem Lobpreisleben wird immer das sein, was wir im Verborgenen mit dem Herrn erleben. Was mit Jesus in Seiner Stillen Zeit geschah offenbarte sich in Seinem Freudenausbruch gegenüber Seinem Vater.

                              Spontane Äußerung

 

Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das ihm voranging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! (Matt 21, 8-9)

Das war die berühmteste Lobpreis- und Anbetungssession in der Geschichte. Jesus hielt Seinen triumphalen Einzug in Jerusalem und die Menschen liefen zusammen. Als sie „Hosanna" riefen, sagten sie eigentlich: „Rette, wir beten." Die Wurzel dieses Wortes liegt im Hebräischen und bedeutet „ein Hilfeschrei." „Hosanna" wurde aber irgendwie verändert und später als ein Wort für Lobpreis benutzt, aber an diesem Tag riefen die Menschen nach ihrem Erlöser.

 

Dieser Schrei war Psalm 118 entnommen worden, der immer am Laubhüttenfest gelesen wurde. Am letzten Festtag rief man „Hosanna". Deshalb empfanden es die Pharisäer so anstößig, da diese Art von Lobpreis Gott an den heiligen Festen vorbehalten war. Obwohl es sich um einen traditionell typischen Lobpreis handelte, war der Anlass kein traditioneller Grund, um eine Geschreisession auf der Straße zu veranstalten. Bei der Ankunft Jesu begannen die Menschen - ob sie nun tatsächlich begriffen was geschah oder nicht - spontan zu loben und preisen. Sie taten traditionelle Dinge auf spontane Art.

 

Während sich die Pharisäer fragten, um was es bei dem ganzen Lärm ging, empfing Jesus das Lob, das Ihm gebührte. Ich weiß nicht ob die Bewohner von Jerusalem um die Bedeutung dessen, was sie taten, tatsächlich wussten. Kennen wir denn die Bedeutung dessen, was während der Anbetungszeit in der Gemeinde passiert? Da geschehen Dinge im Heiligen Geist, die unser logischer Verstand nicht erfasst. Wir sehen uns jedes Mal einer Entscheidung gegenüber, wenn wir uns versammeln, um Gott anzubeten. Werden wir Menschen sein, die auf der Straße „Rette, wir beten!" schreien oder Pharisäer, die ablehnen, was sie nicht verstehen wollen?

 

                                       Gefühlsbetontheit

Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet...(Matt 21, 15)

 

In Matthäus 21,8 breitete „viel Volks Kleider auf den Weg" aus und priesen laut. Sie befanden sich außerhalb der Stadt. In Vers 15 heißt es, dass die Kinder im Tempel waren und schrien und „Hosianna" sagten.

 

Immer wenn ich ein Kind schreien sehe möchte ich wissen, wo das Problem liegt. Ich gehe grundsätzlich davon aus, Schreien bedeutet es gibt ein Problem. Als die Pharisäer sahen, wie die Kinder schrien und die Menschen Jesus priesen, wie es nur an den besonderen Festtagen üblich war, waren sie nicht nur eifersüchtig darauf, sondern sie fühlten sich auch von der allgemeinen überemotionalen Reaktion, wie sie es betrachteten, abgeschreckt, die sich ihrer Meinung nach nun in diesen kleinen schreienden Kindern zeigte. Sie begriffen einfach nicht, dass dies eine echte Antwort war – ein Akt heiliger Anbetung des Retters.

 

Wie oft hast du schon gedacht, dass manche Leute während einer öffentlichen Lobpreis-Session für deinen Geschmack zu gefühlsbetont sind? Ich weiß, dass ich das schon gedacht habe. Doch wenn sich Gott ein Lob aus dem Munde der Unmündigen zurichtet, dann müssen wir hin und wieder mit solchen Gefühlsbekundungen rechnen – zeitweiliges Schreien, Lachen, Tanzen und vielleicht andere Formen, von denen David in den Psalmen spricht, wie zum Beispiel Zittern, was heftiges Schütteln meint (siehe dazu Psalm 2, 11).

 

 Man findet mittlerweile mehr denn je Ablenkung während des Lobpreises. Der Feind macht Überstunden, um unsere Augen auf alles andere als Jesus zu lenken. Es wird immer wichtiger, ganz auf den Herrn konzentriert zu bleiben, und auch schwieriger.

 

                       Zitate

Es folgen nun zwei Zitate von Männern, die ähnlicher Meinung darüber sind, was ein Lobpreislied und das Prophetische gemeinsam haben.

 

„Es ist deshalb unwahrscheinlich ... dass Paulus von „geistlichen Liedern" sprechen würde, wenn er es darauf beziehen wollte, dass man die traditionellen Oden aus dem Gesangbuch des jüdischen Psalters nimmt. Er hatte vermutlich eher die Werke, die spontan inspiriert und aus diesem Anlass geschrieben worden waren, im Auge..." (Ralph Martin)

 

„Das Singen von Kirchenliedern entwickelte sich in der Gemeinde des 1. Jahrhunderts nach Christi und geht auf die Sekte der Therapeutae zurück. Ihre Zusammenkünfte werden so beschrieben, dass einer aus der Gruppe aufstand und ein Loblied zu Gott sang, entweder ein neues, das er selbst verfasst hatte oder ein älteres von einem früheren Komponisten. Die anderen folgten nacheinander in der entsprechenden Ordnung. In den Abendveranstaltungen wurden die Männer und Frauen zunächst getrennt und sie sangen Loblieder, manchmal im Wechsel, wobei sie diese Gesänge häufig durch rhythmische Bewegungen begleiteten. Dann wurden die Männer und Frauen durch göttliche Inspiration zu einem Chor und sangen Hymnen und Danksagungen zu Gott, ihrem Erretter." (Philo)