Gottes Wirken in uns fängt im Kleinen an
Gottes Wirken in uns fängt im Kleinen an
Der neue Bund, den Gott mit uns geschlossen hat ist, dass er uns seine Absichten und Ziele in unser Herz schreibt, und für seine Absichten ist keiner zu schlecht oder unbegabt, ja der Herr sagt: bei mir wird`s besser mit dir. Jesus hat bei der Speisung der 5000 auch kein Wunder aus nichts gemacht, aber das Wenige was da war, hat gereicht.
Hebräer 8,9-12: Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr; Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und die sollen mein Volk sein. Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und sagen: erkenne den Herrn. Denn sie werden mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. Denn ich will gnädig sein ihrer Ungerechtheit, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.
In den Versen 10 - 12 sagt der Herr, ich werde mit den Menschen einen neuen, besseren Bund machen. Und das Kennzeichen dieses neuen Bundes wird sein, dass ich meine Absichten, meine Ziele in ihr Herz schreiben werde.
Der erste Bund in Vers 9 war in harten Ton mit dem Finger Gottes geschrieben. Der zweiten Bund schreibt er in unsere Herzen. "Meine Absichten und Ziele lege ich in dein Herz. Ich will freundlich sein, barmherzig.
Mein Kind, ich kenne dich bei deinem Namen. Ich bin nicht nur dein Herr, sondern der, der dich trägt, der dich im tiefsten Inneren trösten will. Der, der deine Gedanken kennt. Ich bin es, der dir ganz nahe sein will":
Die Tafeln des neuen Bundes sind unsere weichen Herzen, in die Gott seine Botschaften und Wünsche schreibt. Gott wohnt nicht in Häusern aus Stein, sondern in unseren Herzen. In ihm haben wir Heimat, Leben, Geborgenheit.
In Hebr.4,15-16 heißt es: denn wir haben nicht einen Hohenpriester der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.
Lasst uns nun hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.
Ein weiterer Wesenszug Gottes, ist, dass wir zu Gott kommen dürfen mit Allem was uns bewegt. Wir dürfen uns ihm anvertrauen. Er sagt, "ich verstehe dich, dass du Angst hast, dass du dich überfordert fühlst. Ich habe das alles erlebt. Ich verstehe, dass du Angst hast zu versagen, ich wurde auch versucht.
Mein Kind, ich will dir den Halt, den Trost, den Schutz geben". Er breitet die Arme aus und empfängt uns.
Wir dürfen mit Freudigkeit vor den Thron treten. Wir machen nur zu wenig Gebrauch von seinem Angebot. Wir kommen oft so bedrückt und geduckt. Wir sollen aber mit Freudigkeit kommen und sagen: "Jesus, auch wenn da noch so manches nicht in Ordnung ist. Danke, dass du mich annimmst". Und er sagt: "Weißt du was? Bei mir wird\'s besser mit dir".
Wir sollen uns diese guten Dinge zusprechen lassen. Ja, er wartet auf uns und sagt:" Ja, ich habe mit dir einen Bund geschlossen, bei dem ich meine Botschaften in dich hineingelegt habe." Daraus erfolgt Sendung. Wenn ich sage: "Gott du gibst mir Heimat und ich erwarte, was du versprochen und verheißen hast", dann empfangen wir nicht nur Trost, sondern wir werden beschenkt mit einer göttlichen Vision. Dann bekommen wir eine göttliche Sichtweise. Er sagt nicht einfach so: "ich sende dich an den Nordpol". Gott wird uns nichts überstülpen was nicht zu uns passt. Seine Berufung beginnt ganz sanft, eingebaut in unser Leben.
Ein Evangelist kam in eine Stadt und hat gepredigt. Auf einmal bekehrten sich Hunderte von Menschen. Er sagte sich: Hier muss jemand sein der das vorbereitet hat. Er suchte und kam zu einer alten, blinden Frau und erzählte ihr von der Erweckung. Sie sagte: "ja dann geschieht das was ich seit Jahren schon gebetet habe". Es ist die Frucht dieser alten, blinden Frau gewesen.
Wenn wir Gott zuhören, gibt er uns einen Blick für seine Absichten.
So wie diese blinde Frau, die nichts tun konnte außer beten. Gott gibt jedem von uns eine Berufung, die aus einer Schau von Gott kommt. Er schreibt uns seine Absichten in unser Herz. Er gibt uns Anteil und nimmt uns mit hinein in sein Werk.
Gott, ich danke dir, dass du für meine Bedürfnisse da bist, aber auch, dass du einen Plan, einen Weg für mich hast. Er hat für jeden eine Berufung.
Im Kleinen gebraucht er uns zuerst. Er baut sein Reich mit uns. Man muss nicht immer mit der Brechstange evangelisieren. Wichtig ist es, zu entdecken: wo kann ich beim anderen ansetzen. Es wird oft bei vielen schon Vorarbeit geleistet.
Gott sagt: Mein Bund besteht darin, dass ich zu ihnen sprechen werde. Da wo wir offen sind, können wir wandeln in seinen Wegen, die er vorbereitet hat. Da wo wir anfangen und fruchtbar werden, bekommen wir jedoch oft auch äußere und innere Kämpfe.
Manchmal sind es engste Vertraute, die das was Gott in einen hineingelegt hat, zerstören wollen. Jesus kommt und sagt: "Ich bin deine Heimat, deine Orientierung, deine Wegweisung. Sei beheimatet in mir". Immer wenn Gott jemandem in der Bibel einen Auftrag gab, waren die Menschen in ihm verwurzelt, aber oft getrennt von ihren Nächsten. In der Bibel finden wir dazu einige Beispiele:
Gott sagte zu Abraham: "Verlass die Stadt und gehe irgendwo hin und frag nicht." Gott machte Abraham heimatlos, aber beheimatet in Gott. Er konnte sagen: "Gott, du bist mein sicherer Ort, meine Heimat."
Gott sagt zu Noah: "Bau ein Schiff." Das war für ihn schlimm, denn es gab kein Wasser. Die Begegnung mit Gott machte ihn heimatlos. Er wurde zum Narren verurteilt. Aber Noah war beheimatet in Gott. Und es kam Wasser.
Gottes Wirken geschieht da, wo ich sage: "Eigentlich kann ich dir nicht dienen. Ich habe zu wenig Geld, Zeit, Kraft, Talent, Mut… aber ich diene dir trotzdem."
Die Wunder beginnen da zu geschehen, wo wir bereit sind zu hören und über unsere Grenzen zu gehen.
Gott wirkt im Kleinen. Gott wirkt kleine Wunder durch Leute, mit denen er seinen Bund geschlossen und seine Botschaft ins Herz gelegt hat. Unser Gott sagt: "Ich fang bei deinen ganz kleinen Möglichkeiten an." Jesus hatte bei der Speisung auch keine Wunder mit nichts getan, sondern er hat zwei Fische und fünf Brote. Wir geben ihm was wir haben und er vermehrt es.
Wir haben einen Bund mit Gott und er beginnt damit, indem er spricht: da wird was daraus. Wir haben einen Gott, der Wunder tut, da wo wir ihm anvertrauen was wir haben und von ihm erwarten, dass er wirkt.
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