Gedanken und ihre Wirkungen
Gedanken zum Abwenden von der göttlichen Ordnung
Gedanken zum Wiederaufstieg
Auf meinem Spaziergang am 20. Januar 1999 (Lange Wand) kam ich zu folgenden Erkenntnissen:
Wie war das damals, als der innere Abfall von Gott in mir begann?
Mein Bewusstsein war bis dahin auf Gott und seine Ordnung ausgerichtet.
Als göttliches Wesen war ich ausgestattet mit allem, was ich bedurfte, um einmal in die Vollkommenheit zu gelangen.
Dementsprechend waren meine geistigen Lebensabläufe im Himmel.
Alles war in Harmonie: Meine Gedanken, meine Gefühle und meine Lichtwerte arbeiteten zusammen - in Harmonie.
Die Kraft des freien Willens war die Antriebskraft.
In meinen Gedanken entstanden meine Vorstellungen, die durch die Schaffens- und Schöpfungskräfte - die Lichtwerte - und dem freien Willen, wenn sie dienten, ent-sprechend geformt wurden.
Der freie Wille ist die Umsetzungskraft.
Die Gefühle - der Ausdruck meiner Lichtwerte - standen in der Wechselwirkung mit den Gedanken.
Ich lebte in der erkannten Wertigkeit meines geistigen Bewusstseins.
Das geistige Bewusstsein ist die Kraft, die meine Wesenheit, meine Persön-lichkeit, mein Ich ausmacht. Es steuert meine Willenskraft.
Als mich - und viele meiner geistigen Mitgeschwister - andersartige, völlig neue Im-pulse(eine neue Ordnung aufzustellen) in meinem Inneren erreichten - über das Ge-hör oder durch die Gedanken, entstanden neue Eindrücke, die mich in meinen Ge-danken beschäftigten.
Dadurch nahmen die vorher zum Licht ausgerichteten Gedanken eine neue Richtung ein, die unbekannt war.
Meine neuen Gedankenströmungen hinterließen ihre Eindrücke, kleine Kraft-atome, in meinem Geist.
Da diese nicht in die Ordnungsabläufe der göttlichen Gesetze passten, weil sie eine Unordnung enthielten, trat die Ordnungskraft Seele in Aktion und sammelte in ihrem Gesetz diese neuen Eindrücke .
Durch das Einlassen der neuen Kräfte in mein Sein begann eine innere Unordnung, ein Ungleichgewicht stellte sich ein, welches auf die Gefühle und den Geistkörper ebenfalls Einfluss nahm.
Ich arbeitete mehr und mehr mit den andersartigen Kräfte in meinen Gedanken, setzte meine Schaffens- und Schöpfungskräfte für neue Vorstellungen und deren Umsetzung ein.
Obwohl die Lichtwerte - mit Gott auf ewig verbunden - mir weiterhin zur Verfügung standen, begann eine Trübung meines Bewusstseins, erst unmerklich, dann mehr und mehr.
Überzeugt, das Richtige zu tun, ließ ich auch Hilfen der Geschwister außer acht, die sich den fremden Einflüssen gegenüber lichtvoll verhielten und ihren persönlichen, lichtvollen Weg treu weitergingen.
Da entstand mehr und mehr der Eigenwille.
Damit trat auch mehr und mehr ein Abwenden von Gott ein.
Meine andersartigen Gedanken füllten mich mehr und mehr aus und führten letzt-endlich dazu, dass sich mich beherrschten.
Gesetzmäßig trat dann ein, was dem Schutz des inneren Lichtes diente - ich verschloss mehr und mehr die Türen zu meinen Lichtwerten, zu meinen Schaffens- und Schöpfungskräften, die mir dann nicht mehr zur Verfügung standen.
Ich lebte mit den anderen abgefallenen Geschwistern zum Schluss in tiefer Finster-nis.
Es war mir kein Wissen noch Bewusstsein mehr, wer ich war und woher ich kam. Die im Kehrwert lebenden Gedanken und Gefühle bestimmten unser Leben in der Finsternis.
Unfrieden und Unruhe, Hass und Kriege waren die Kräfte, die in uns und um uns lebten.
Erkenntnis:
Durch das gedankliche Ausgerichtetsein auf ein bestimmtes Ziel werden alle Licht-kräfte für dieses Ziel eingesetzt, egal, wie das Ziel aussieht. So kann es zu Schatten werden oder zu Licht.
Ist die Ausrichtung hin zum Schatten, kommt das Licht mehr und mehr zur Untätigkeit - und umgekehrt.
Wende ich mich mehr und mehr zum Licht, und stärke dadurch die Kraft des Lichtes in mir, dann kommen die Schattenkräfte mehr und mehr in die Untätig-keit.
Die Vollzugskraft ist die Willenskraft meines Wesens!
Als ich in tiefster Finsternis meines Seins lebte, nur der Schatten in meiner Seele mein Leben bestimmte, setzte aus der Barmherzigkeit Gottes der Heils- und Er-lösungsplan Gottes ein.
Lange Zeiten bedurfte es, bis das Licht, in welcher Form auch immer, in mein Dasein trat.
Irgendwann habe ich mich für das Licht entschieden.
Mein Wiederaufstieg verlief vermutlich durch das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, das Menschenreich mit Aufenthalten in geistigen Sphären.
Dieser Aufstiegsverlauf ist mir nicht bewusst, ich kann mich nicht daran erinnern.
Gesetzmäßig habe ich mir die Türen zu meinem Geist, zu meinen Lichtwerten, durch den Abfall aus der göttlichen Ordnung verschlossen, gesetzmäßig muss ich sie wieder mühsam öffnen.
Mein jetziges Erdenleben ist mir bewusst, mir - der Persönlichkeit - dem Bewusst-sein!
Bewusst kann ich nun alle Gedanken lenken und kontrollieren, wobei ich die Ge-danken, die ursprünglich die Sprache des Geistes sind, vorerst einmal so betrachte, als würden sie aus meinem Menschsein entstehen, es hat den Anschein, da mir ja mein geistiges Wesen noch nicht bewusst ist.
In diesem Erdenleben ging ich auf die Suche nach Wahrheit und konnte dadurch - mir noch nicht bewusst - durch die geistige Welt so im Inneren geführt werden, dass mir mehr und mehr Wissen über das Geistige, über den Himmel, über Gott und seine Gesetze zugeführt werden konnte.
Inzwischen weiß ich, dass ich ein Kind Gottes bin, weiß, dass ich aus Geist, Seele und Körper in der Gesamtheit bestehe. Ich weiß von meinem Abfall von Gott und den geistigen Wegen, die mich zu Ihm zurückführen.
Auf diesem Rückweg stellte ich immer wieder fest, dass all die Kräfte, die meinen Abfall von Gott verursachten - durch meinen freien Willen - die Hinder-nisse sind, die mir mehr oder weniger den Weg zu Gott versperren, den Weg zu den in mir geschlossenen Türen blockieren.
Mir wurde durch das geistige Wissen bewusst gemacht, dass durch meine Abfall-gedanken Kräfte entstanden, die leben und wirken und mich sehr oft hindern, den geistigen Heimweg zu gehen.
Ich weiß, dass ich durch eine christliche Verhaltensweise rechtens mit den Schatten-kräften in mir umgehen lernen kann und muss, denn nur zu ungern möchte ich, wo ich den Heimweg erkannt habe, mich jetzt noch mit den oft sehr lästigen Gegen-kräften in mir zusammenarbeiten.
Das Gefühl, ein Kind Gottes zu sein, ist mir noch nicht wieder bewusst, da die ge-schlossenen Tore hin zu meinem Geist noch nicht wieder geöffnet sind, oder nur zu einem kleinen Teil.
Was durfte ich erkennen:
Gesetzmäßig dürfen mir die Türen von Gott wieder geöffnet werden, wenn ich einen geistigen Stand erreicht habe, der dem meines Abfalles gleicht , als die Tore - zum Schutz meines Geistes - geschlossen werden mussten.
Nun muss ich mir wieder den Stand erringen, dass die Tore soweit geöffnet werden dürfen, damit der Geist - die Lichtwerte und meine wesenseigenen Befähigungen - nicht mehr geschützt werden muss.
Dazu bedarf es immer wieder der Annahme meiner Schattenkräfte und - bis jetzt war mir das noch nicht klar - der Annahme Gottes und der Annahme meines Lichtes, meines eigenen, wahren Ichs!
Annahme bedeutet, dass ich zu dem, was mir auch immer begegnet, eine Licht-brücke aufbauen muss; das heißt, dass ich zu dem, was mir begegnet, erst einmal ein Verständnis, ein Verstehen aufbauen muss, ich muss erkennen, was mir be-gegnet.
Doch die Annahme ist in jedem Fall vonnöten, um jegliche Blockaden zu vermeiden beziehungsweise abzubauen.
Eine vorübergehende Annahme ist nicht gemeint, sie muss schon beständig werden, denn - Annahme bedeutet letztendlich Erlösung von allen hemmenden Kräften bei gleichzeitiger Durchlichtung derselben!
Was für das eine gilt, wie in diesem Fall für die hemmenden Kräfte, das gilt auch für das andere, das heißt, dass ich Gott und seine Gesetze, den König und die Königin des Himmels und alle Dienenden Kräfte, wie auch mich, annehmen muss - tief in mir, ganz bewusst!
Ich nehme freiwillentlich, ganz bewusst an und sage Ja zu Gott, zu seiner Ordnung, sage Ja zum König und der Königin des Himmels und den Liebes-weisungen des Himmels, sage Ja zu allen dienenden Kräften des Himmels.
Dieses Ja ist eine Bekräftigung meines Glaubens und eine Freigabe des geis-tigen Wirkens an mir.
Weitere Erkenntnisse:
Ich weiß, dass die geistige Welt des Lichtes direkt Zutritt hat zu meinen Lichtwerten, zu meinem Geist, ohne dass es mir bewusst oder ein Gefühl sein muss, sie helfen dem Geist im Inneren bei seinem Ringen auf dem Weg zurück ins Licht.
Meine Seele, mit all den Eindrücken, die mir auf dem Weg des Hörens und Sehens zuteil werden -, die sie ja zu bearbeiten und zu ordnen hat von ihrer Ausgabe her, ist mir schon ein Gefühl.
Doch ohne Wissen über das Geistige kann mir mein Heimweg im Irdischen nicht oder nur sehr unzulänglich bewusst werden.
Darum lässt uns Gott durch seine Boten und Botinnen, seine Diener und Diene-rinnen über menschliche Mittelspersonen - die so genannten Medien - die Wahrhei-ten des Geistes über Wort und Schrift übermitteln.
Doch weil uns die geistigen Gesetze und Wahrheiten noch unbekannt und an-fangs auch noch kein Gefühl sind, müssen diese Wahrheitsaussagen zutiefst bearbeitet werden, damit wir uns auch die Wahrheitskräfte, die in ihnen leben, dienen lassen!
Die Zeit allein, die ich mit der Bearbeitung des geistigen Gutes verbringe, ist sinnvoll verbracht, da ich auf der anderen Seite in dieser Zeit meine Kraft nicht den Schattenkräften zumesse.
Somit verbinden sich die Kräfte des geistigen Gutes, das von außen über Gehör und Augen - durch das Lesen - an mich herangetragen werden mit der Seele und mit dem Geist, weil es geistige Wahrheiten sind, welche die Seele an den Geist weiter-leitet.
So arbeitet die geistige Welt des Lichtes im Inneren - für uns unbewusst, und von außen an uns und mit uns -, wenn wir es denn zulassen.
Genauso arbeitet die Schattenwelt mit den entsprechenden Schattenkräften in unserer Seele, um diese zu stärken und uns zum Hindernis auf unserem Rückweg zu machen.
Es ist ganz klar:
Wenn ich die lichtvollen Kräfte mehr und mehr zulasse und unterstütze durch meine Gedanken - in erster Linie -, dann müssen die Schattenkräfte gesetz-mäßig mehr und mehr ermüden, bis sie letztendlich die Kraft verloren haben, Blockaden zwischen mir und meinem Licht aufzubauen.
Das ist für mich der Durchbruch hin zu meinem Licht, zu meinem Geist!
Dieses kann nur das Gefühl meiner Gotteskindschaft nach sich ziehen, wodurch sich mein Denken, Reden und Handeln mehr und mehr verwandeln muss - hin zum Licht!
Darum ist in der Phase des Ringens die Gedankenkontrolle unbedingt not-wendig!
Denn die Gedanken kann ich bewusst steuern und ausrichten und entscheide somit meine Willensrichtung!
Mir muss es also ein Bewusstsein werden, dass ich von Gott mit allen Kräften aus-gestattet bin, die mir auf meinem Heimweg dienen wollen!
• Ich muss hin zu mir selbst das Bewusstsein erringen, dass ich ein kraftvolles Geistwesen bin, dass mit vielfachen Befähigungen ausgestattet ist!
• Ich muss mir selbst zutrauen, dass ich den Heimweg auch gehen kann!
• Ich muss den Mut und die Willenskraft aufbringen, um mich bewusst mit meinen innewohnenden Lichtkräften zu verbinden!
• Ich muss mir selbst etwas Lichtvolles zutrauen! Denn wenn ich kein Vertrauen zu mir selbst habe, habe ich Angst vor mir selbst! Und Angst blockiert!
So muss ich mir immer wieder die Fragen stellen:
Welche Fehler habe ich noch?
Welche Schwächen halten mich davon ab, diese Fehler zu meistern?
Dann muss ich versuchen, diese Schwächen in lichtvolle Kräfte zu verwandeln.
Ich weiß, dass eines Tages, wenn ich die nötigen Voraussetzungen erbracht habe, Gott mir meine Türen wieder öffnet und mir meine geistigen Fähigkeiten offenbar werden lässt.
Die ständige Hinwendung zu Gott wird mir helfen, mich wieder meiner Wahr-heit gemäß zu erkennen!
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