Eine gesunde Persönlichkeit
Eine gesunde Persönlichkeit
„Ich würde für die Fähigkeit mit anderen auszukommen, mehr zahlen, als für jede andere Fähigkeit.“ Dies sagte Andrew Carnegie, der große amerikanische Stahlmagnat, der Anfang des 20. Jahrhunderts ein Vermögen von über 500 Mio. US-$ erwirtschaftete, obwohl er als völlig mittelloser Einwanderer begonnen hatte.
In unserer Gesellschaft ist die Fähigkeit mit anderen Leuten auszukommen, die soziale Intelligenz, eine entscheidende Eigenschaft. Dies betrifft nicht nur unsere Karriere, unsere Ehe oder andere zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch unser seelisches Wohlbefinden. Wie werden wir aber zu einer Persönlichkeit mit positiver Grundeinstellung, zu einem Menschen, den jeder gern um sich hat und der überall willkommen ist!
.Ein Großteil, etwa 85% von allem, was wir erreichen werden, ist ein direktes Resultat davon, wie wir mit anderen auskommen. Bereits heute stellen die Personalchefs großer und erfolgreicher Unternehmen weltweit ihr Personal eher aufgrund von Persönlichkeit und Wertmaßstäben ein, denn aufgrund von Zeugnissen, Auszeichnungen, Fähigkeiten und Erfahrungen. Warum ist das so!
Auf die Persönlichkeit kommt es an
Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass ein Mensch, der die richtigen persönlichen Fähigkeiten zum Erfolg mitbringt, alles andere lernen kann. Wenn aber ein Mensch alle Fähigkeiten der Welt besitzt und einen schlechten Charakter hat, dann gibt es nur einen Weg diesen zu ändern.
Wenn jedoch etwa 85% unseres Lebenserfolgs vom positiven Umgang mit anderen Menschen abhängen und nur 15% von unserer fachlichen Qualifikation, sollte uns unbedingt daran gelegen sein, die Qualität unserer Beziehungen zu anderen Menschen zu verbessern.
Wir wissen heute, dass es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen der Art, wie wir mit anderen Leuten umgehen und der Gesundheit unserer Persönlichkeit. Viele Menschen möchten eine gesündere Persönlichkeit haben. Welches sind jedoch die Merkmale einer gesunden Persönlichkeit!
Merkmale einer gesunden Persönlichkeit sind
Selbstannahme:
Wer sich selbst annimmt und akzeptiert, wird auch mit anderen besser auskommen.
Verantwortungsbereitschaft: Menschen, die viel Eigenverantwortung haben, die sich als Hauptverantwortliche in ihrem Leben fühlen, die es ablehnen, die Schuld auf andere zu schieben, werden andere nicht so scharf kritisieren und überfordern.
Vergebungsbereitschaft: Wer anderen vergibt und verzeiht, wenn er von ihnen verletzt wird, wird langfristig effektiver sein, da er sich nicht mit „emotionalen Altlasten“ herumschlagen muss, sondern innerlich frei seinem Ziel entgegengehen kann.
Positive Erwartungshaltung: Menschen, die sich selber etwas zutrauen und erwarten, dass sie erfolgreich sind, verbreiten dadurch bei ihren Mitmenschen eine positive Atmosphäre und machen auch diese zuversichtlich und optimistisch.
Umgang mit anderen Menschen: Wer weiß, was er kann und Selbstvertrauen hat, ist in der Lage sich für andere zu interessieren und auf andere zuzugehen. Es fällt ihm leicht Andersartigkeit zu akzeptieren und stehen zu lassen.
Beobachtungen haben gezeigt, dass der menschliche Geist nach bestimmten Gesetzen funktioniert. Genau wie mathematische Gesetze ( z.B. 1+1=2) oder physikalische Gesetze (z.B. das Gesetz der Schwerkraft) absolut sicher funktionieren, funktionieren auch diese Gesetze absolut sicher. Die Grundlagen für diese Gesetze für menschliche Beziehungen finden wir im Wort Gottes, der Bibel. Deshalb werden sie auch geistliche Gesetze genannt. Über die wichtigsten dieser geistlichen Gesetze wollen wir uns im folgenden Gedanken machen.
Ein wichtiges und grundlegendes geistliches Gesetz ist das Gesetz von Saat und Ernte. Alle anderen geistlichen Gesetze leiten sich letztlich von diesem Grundgesetz ab. Das Gesetz von Saat und Ernte sagt, dass alles, was wir in unseren Beziehungen ernten, das Resultat dessen ist, was wir gesät haben - bewusst oder unbewusst - und hat nur sehr wenig mit anderen Menschen, mit Schicksal oder anderem zu tun.
Das Gesetz der Übereinstimmung, ebenfalls ein wichtiges geistliches Gesetz besagt, dass unsere äußere Welt und unsere innere Welt immer übereinstimmen. Das spiegelt sich besonders auch in unseren Beziehungen wider. Wir werden nur jene Menschen anziehen, die uns innerlich sehr ähnlich sind (Werte, Überzeugungen, Interessen). Wenn wir die Qualität unserer Beziehungen zu unseren Mitmenschen verändern möchten, dann müssen wir zuerst uns selbst verändern, und unsere äußeren Beziehungen werden das dann widerspiegeln.
Im Geschäftsleben ist es sehr wichtig, mit möglichst vielen Menschen gut auszukommen, denn mit je mehr wir auskommen, desto mehr Möglichkeiten haben wir ein interessantes, faszinierendes und aufregendes Leben zu führen. Wo liegt nun der Schlüssel, um unsere Selbstachtung zu erhöhen! Die Bibel zeigt uns hier den Weg!
Durch das Gesetz der Gegenseitigkeit führt alles, das wir tun, um die Selbstachtung einer anderen Person zu erhöhen, dazu, dass unsere Selbstachtung gleichzeitig zunimmt. Das bedeutet, dass jede großzügige und selbstlose Handlung zur Stärkung der Selbstachtung einer anderen Person gleichzeitig unsere Selbstachtung erhöht. Die göttlichen Gesetze funktionieren!
Egoismus ist nicht gefragt
Unsere Motivation, die Selbstachtung anderer zu erhöhen, sollte niemals egoistischer Natur sein, sondern aus echter Liebe für unsere Mitmenschen erfolgen. Zu echter Liebe für unsere Mitmenschen können wir allerdings nicht aus eigener Kraft oder durch gute Werke gelangen, selbst wenn wir uns anstrengen und Gutes tun. Jedoch wenn ein Mensch sich bewusst zu Jesus Christus hinwendet und ihn in sein Leben einlädt, wird dieser Mensch mit Liebe zu Gott und seinen Mitmenschen erfüllt. Gottes schöpferische Kraft ermöglicht dann auch charakterliche Veränderungen, wie sie oben angesprochen wurden.
Haben wir diesen entscheidenden Schritt der Bekehrung getan, sind wir erstaunlicherweise plötzlich in der Lage, unsere Mitmenschen anzunehmen und wirklich zu lieben, mit jedem Tag ein bisschen mehr. Diese Fähigkeit hängt mit der Erkenntnis zusammen, dass wir letztlich nicht besser sind als unsere Mitmenschen und das Geschenk der Erlösung ohne eigenes Zutun aus Gnade bekommen haben.
Als Christen benutzen wir die göttlichen Gesetze nicht, um unsere eigenen Ziele im Leben zu verwirklichen. Vielmehr entspringt die Motivation die Gesetze Gottes zu befolgen aus einer tiefen Liebe und Dankbarkeit zu unserem Schöpfer. Dankbarkeit dafür, dass er uns mit neuem Leben und einer neuen Hoffnung erfüllt hat, die weit über das Leben und den Tod hinausgeht.
Wenn wir jedoch dankbar werden für unser eigenes Leben und uns deshalb trotz unserer Schwächen selbst annehmen können, werden wir fähig, andere Menschen, die ebenso Fehler haben wie wir, anzunehmen und zu akzeptieren. Wir schaffen so die Grundlage für glückliche Beziehungen zu anderen Menschen, selbst wenn diese völlig anders sind als wir selbst.
Echte Annahme und Liebe zu unseren Mitmenschen ist und war aber schon immer der Schlüssel für erfolgreiche menschliche Beziehungen und ist auch die ideale Grundlage für Konfliktbewältigung durch Kommunikation.
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