Ehescheidung Wiederverheiratung

Kurzbeschreibung/Zusammenfassung

Autor
Jens Kaldewey

Quelle

Datum

Typ: Predigt ausformuliert

Zielgruppe: Erwachsene

Themen: Ehe, Scheidung, Wiederheirat

Bibelstellen:



Predigttext

1. Respektiere den Willen Gottes für die Ehe
Die Ehe ist das schönste und beste Geschenk das Gott uns gemacht hat. Wenn ein Mann und eine Frau zusammenkommen, ist es wie wenn zwei Papierstreifen für immer zusammengeklebt werden, die niemals mehr getrennt werden dürfen. Das ist seine Absicht, sein unverrückbarer Plan.

1. Mose 2,24 „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“

Als Gott die Ehe schuf dachte er nicht an Scheidung, sondern an seine wunderbare Ordnung der Harmonie und Liebe. Wie Gott über Ehescheidung denkt lesen wir in:

Maleachi 2,16 „Denn der Herr, der allmächtige Gott, sagt: «Ich hasse Ehescheidung. Ich verabscheue es, wenn ein Mann seiner Frau so etwas antut. Darum nehmt euch in acht, und brecht euren Frauen nicht die Treue!»

Gott sagt: Ich hasse es, wenn ein Mann und eine Frau heiraten und sich wieder scheiden lassen. Er verabscheut so etwas. Gott sagt nicht: Ich hasse einen Mann oder eine Frau die scheidet, sondern ich hasse diese Tat der Scheidung. Warum hasst Gott Scheidung? Weil Gott weiss wie viel Leid, Sorgen und Tränen eine Scheidung mit sich bringt. Gott ist ein guter Gott und will, dass es uns gut geht. Gott hasst Scheidung, weil er uns all den Schmerz und die Not ersparen will. Das ist der Grund weshalb er Scheidung hasst! Das Verbot der Ehescheidung kommt aus seiner Liebe zu uns.

Markus 10,2 „Da kamen einige Pharisäer zu ihm. Sie wollten ihm auch diesmal eine Falle stellen, als sie ihn fragten: «Wie stehst du zur Ehescheidung? Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?» Jesus fragte zurück: «Was hat Mose denn im Gesetz vorgeschrieben?»

Wie wäre die Antwort auf die Frage von Jesus gewesen: Im 6 Gebot (2. Mose 20, 14) heisst es: „Du sollst nicht Ehebrechen.“ Aber die Pharisäer wollten gar nicht wissen, was Gottes Absicht war, sondern ihre eigene Interpretation und Vorstellung hervorheben.

Markus 10, 3 „Sie antworteten: « Mose hat gesagt: 'Wenn sich der Mann von seiner Frau trennt, soll er ihr eine Scheidungsurkunde geben.'» Jesus entgegnete: «Das war nur ein Zugeständnis an euer böses und hartes Herz. Aber Gott hat die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen. Nach seinem Willen sollen sie ein Leben lang zusammengehören.“

Jesus erinnert die Pharisäer an Gottes ursprüngliche Absicht vom Anfang, als er die Ehe einsetzte. (1. Mose 1,27) Gottes Wille ist, dass Mann und Frau durch das unlösliche Band der Ehe für ihr ganzes Leben verbunden bleiben. Das ist der Wille Gottes.

Markus 10,7 „Deshalb wird ein Mann seine Eltern verlassen, um sich für immer mit seiner Frau zu verbinden.“

Der Scheidbrief, in 5. Mose 24,1 den die Pharisäer erwähnen ist nur wegen der Herzenshärtigkeit der Menschen entstanden, war aber nie Gottes Absicht. Jesus schliesst die Möglichkeit des Scheidbriefes aus und erinnert an Gottes Plan für die Ehe was in 1. Mose 1,27 geschrieben ist.

Hebräer 13,4 „Die Ehe sei ehrbar in allem, und das Ehebett unbefleckt! Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“

Gottes Plan ist eine reine und heilige Ehe, die niemals zerbricht. Das ist seine Ordnung. Für ein Christ ist Ehescheidung gar keine Option. Es ist ausserhalb von Gottes Plan und soll von daher gar nicht in Betracht gezogen werden.

2. Der Bund der Ehe kann aufgehoben werden durch.....
Ein Bund ist eine Abmachung vor Gott, der nicht aufgelöst werden kann. Ein Vertrag kann aufgelöst werden, aber ein Bund hält unverbrüchlich. Beim Ehebund definiert der Mann was er gibt, die Frau definiert was sie gibt durch das Trauversprechen. Dies wird besiegelt vor einem heiligen Gott. Der Bund verpflichtet uns in der Liebe zu leben.

In der Bibel gibt es drei Möglichkeiten die zur Auflösung des Ehebundes führen können.

1. Durch den Tod des Partners
Römer 7,2 „Eine verheiratete Frau zum Beispiel ist an ihren Mann durch das Gesetz so lange gebunden, wie er lebt. Stirbt der Mann, dann ist sie von diesem Gesetz frei und kann wieder heiraten.“

Unser Versprechen am Traualtar ist: „Bis der Tod uns scheidet.“ Warum ist durch den Tod die Ehe aufgelöst? Weil wir im Himmel von Gott einen neuen Körper erhalten und nicht mehr mit unserem Ehepartner verheiratet sind.

Markus 12,25 „Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln“.

Weil der Ehebund nur für unser Erdenleben gilt, hat der Ehebund nur für diese Zeit seine Gültigkeit. Der Ehebund gilt solange bis der Tod uns scheidet.

Im Himmel werden wir einmal mit Jesus verheiratet sein. Offenbarung 19,7 „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht.“ Das ist das Geheimnis des neuen Bundes.

2. Durch Bekehrung des Partners
Wenn bei einem Ehepaar eines zum Glauben an Jesus findet, kann dies zu Spannungen innerhalb der Ehe führen. Der gläubige Partner soll versuchen bei dem ungläubigen zu bleiben.

1. Kor. 7,13-14 „Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, und der willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht. Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.“

Wenn es aber trotzdem zu unüberwindbaren Spannungen wegen dem Glauben kommt, kann folgendes geschehen:

1, Kor 7,15 „Wenn aber der ungläubige Partner auf einer Trennung besteht, dann willigt in die Scheidung ein. In einem solchen Fall ist der christliche Partner nicht länger an den anderen gebunden. Denn Gott will, dass ihr in Frieden lebt.“

Hier wird der Bund aufgelöst, weil der Partner nicht mehr an die Ehe gebunden ist.

3. Durch Ehebruch des Partners
Mt. 5,32 „Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, ausser aufgrund von Hurerei, macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“

Die Bibel sagt, wenn jemand ausserhalb der Ehe eine sexuelle Beziehung eingeht, dann bricht er die Ehe. Somit ist der Unschuldige vom Bund der Ehe frei, ohne ein Ehebrecher zu sein. Die Frage stellt sich, ist ein einmaliges Fremdgehen schon ein Grund zur Scheidung, oder ist da nicht vielmehr eine Beziehung ausserhalb der Ehe gemeint?

Auf der andern Seite stellt sich die Frage, ist der unschuldige Partner wirklich unschuldig, oder hat er sich dem Partner gegenüber Sexuell verweigert?
1. Kor, 7, 3 „Der Mann soll seine Frau nicht vernachlässigen, und die Frau soll sich ihrem Mann nicht entziehen.“

Diese Schuldfrage muss vor Gott geprüft werden, sonst kann sich ein Partner die Situation plötzlich sehr einfach machen.

Sprüche 17,15 „Gott verabscheut es, wenn der Schuldige für unschuldig erklärt und der Unschuldige verurteilt wird.“ Darum ist es falsch keinen Schuldigen zu suchen.

Es gibt also nur drei Gründe aus dem Bund der Ehe aussteigen zu können. Der Tod, die Bekehrung und Hurerei. Obwohl die zwei letzten genauer untersucht werden müssen.

Es ist also unmöglich wegen einem Ehestreit die Ehe zu brechen. Da müssen sich die Partner wieder versöhnen und gemeinsam den Weg weitergehen.

Es ist unmöglich sich scheiden zu lassen, weil ein Partner ein Pascha ist, oder ein Workaholiker, oder ein Verschwiegener, oder ein Schwatzer, oder ein Hausdrachen, oder ein Perfektionist, oder ein Chaot, oder sonst eine charakterliche Schwäche hat. Vor Gott werden dies nie Scheidungsgründe sein.

3. Sei dir bewusst, wie hoch der Preis einer Scheidung ist
Heute scheiden die meisten Ehepaare, weil sie Beziehungsfruste angestaut haben und diese nicht kommuniziert haben. Die unverarbeiteten Schmerzen treiben die Beziehung auseinander. Sie denken, wenn wir uns trennen, können wir von den Schmerzen fliehen. Was oft nicht überlegt wird, dass die Schmerzen nach der Scheidung IMMER grösser sind als die Schmerzen in der Ehe zu bleiben.

Mt. 5,27 «Wie ihr wisst, heisst es im Gesetz: 'Du sollst nicht die Ehe brechen!“

Wenn Gott uns ein Gebot gibt, dann gibt er dies nicht um uns einzuschränken, sondern um uns zu schützen, weil er das besste will. „Du sollst nicht die Ehe brechen.“

Für Ehepaare vom CLZ heisst es die Möglichkeit vom Ehebruch aus ihrem Denken zu streichen. Es ist absolut verboten! Unmöglich! Wenn das der Entschluss eines Ehepaares ist, werden sie sich auch viel intensiver um ihre Ehebeziehung kümmern und sie pflegen, weil es keine Option gibt jemals aus dieser Beziehung auszusteigen.

Mt. 5,28 „Ich sage euch aber: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen. Wenn dich also dein rechtes Auge verführt, dann reiss es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du heil und unversehrt in die Hölle geworfen wirst. Und wenn dich deine rechte Hand verführt, Böses zu tun, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, ein Krüppel zu sein, als mit Haut und Haaren in die Hölle geworfen zu werden.“

1. Hölle nach dem Tod
Wenn die Bibel von Hölle spricht dann spricht sie von der ewigen Verdammnis, wenn Menschen für immer von Gott getrennt sind.

1.Kor 6,9 „Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder.“

Gal. 5, 19-21 „Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorher sagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“

Hebräer 13,4 „Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“

Eine Scheidung legt einen Schleier auf das geistige Leben eines Menschen, weil immer Sünde im Spiel ist. Sünde trennt von Gott. Bei Geschiednen ist oft auch ein Vertrauensbruch zu Gott.

2. Hölle in der eigenen Seele
Menschen erleben durch eine Scheidung die Hölle in ihrer Psyche. Enorme innere Verletzungen.

3. Hölle bei den Kindern
Den grössten Preis einer Scheidung bezahlen immer die Kinder. Die Eltern realisieren das oft nicht, was sie den sensiblen Kinderherzen mit einer Scheidung antun. Das ist der absolute Horror. Die meisten Kinder sehen sich als Opfer der Umstände. Ein unvorstellbarer Schmerz des Verlustes eines Vaters, oder Mutters. Viele Kinder fällen ein Entschluss nie zu heiraten. Ich hoffe wir verstehen langsam warum Gott Ehebruch hasst. Weil es so zerstörerische Folgen hat. Wenn wir einen Bund vor Gott geschlossen haben und ihn brechen ist das Sünde. Darum sagt die Bibel unmissverständlich klar: „Was Gott zusammengefügt hat, soll und darf der Mensch nicht trennen.“

1.Kor 7,10 „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll.“

4. Hölle durch Todesstrafe
Um zu verstehen wie Gott über Ehebruch denkt, lesen wir in der Bibel von seinem Zorn der die Todesstrafe fordert.

a) Vor dem mosaischen Gesetz galt die Todesstrafe für Ehebruch.
1. Mose 38,24 „Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben, und siehe, sie ist sogar schwanger von Hurerei. Da sagte Juda: Führt sie hinaus, sie soll verbrannt werden.“

b) Während dem mosaischen Gesetz wurde die Todesstrafe für Ehebrecher obligatorischer Befehl:
5. Mose 22,22.24 „Wenn ein Mann bei einer Frau liegend angetroffen wird, die einem Mann gehört, dann sollen sie alle beide sterben, der Mann, der bei der Frau lag, und die Frau. Und du sollst das Böse aus Israel wegschaffen. Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Mann verlobt ist, und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr, dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausführen und sie steinigen, dass sie sterbe]: das Mädchen deshalb, weil es in der Stadt nicht geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er der Frau seines Nächsten Gewalt angetan hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.“

c) Im neuen Testament gelten die Forderungen des Gesetzes weiter.
Jakobus 2,10 „Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.“

Paulus sagt sogar, dass wir mit einem Menschen, der im Ehebruch lebt keinen Umgang mehr haben sollen. 1. Kor. 9,5-11 / 1. Kor. 10,8 / 2. Kor. 12,21.

Wenn Ehebruch und Wiederverheiratung innerhalb der Gemeinde geduldet wird, tötet dies das Wirken des Heiligen Geistes.

Tod ist die Folge von Ehebruch. Auch bei Geschiedenen kann innerlich etwas absterben. Sei das im geistigen Bereich, oder im seelischen Bereich.

Darum müssen wir Ehebruch innerhalb der Gemeinde sauber klären, so dass wir dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist gehorsam sind. Sonst dämpfen wir das Wirken des Heiligen Geistes.

4. Wiederverheiratung

1. Nach einer Scheidung allein bleiben
1. Kor. 7,11 „Wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet.“ Wenn eine Scheidung erfolgt ohne dass „Ehebruch“ vorliegt, soll der Geschiedene allein bleiben.

Von der Bibel her ist eine Wiederverheiratung nach einer Scheidung unmöglich.

Lukas16,18 „Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“ Markus 10,9 / Matthäus 5,32 /19,9 Wer aber trotzdem eine geschiedene Person heiratet begeht Ehebruch.

2. Nach der Scheidung zurück zum Partner
1. Kor. 7,11 „Wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann.“ Nach der Scheidung bleibt der Weg zur Versöhnung mit dem ehemaligen Partner offen, und somit eine Rückkehr in den Ehebund.

3. Wenn Gott eine Ausnahme macht
Es gibt Bibelausleger die sagen dass Gott im Bereich Wiederverheiratung keine Ausnahme macht. Trotzdem glaube ich an einen barmherzigen Gott der ein aufrichtiges Herz ernst nimmt.

Jakobus 2,12-13 „Redet so und handelt so wie solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen! Denn das Gericht wird ohne Barmherzigkeit sein gegen den, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht.“

Wenn ein Mensch echt Busse tut und sein vergangenes Fehlverhalten aufarbeitet und bereit ist an seinem Leben zu arbeiten, kann ich mir vorstellen, dass Gott eine Ausnahme macht.

Selbst Jesus hat die schuldige Ehebrecherin nicht verurteilt, sondern gesagt: Johannes 8, 7 „Wer unter euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.“ Zuletzt fragt Jesus in V.10 „Wo sind deine Ankläger? ... So verurteile ich dich auch nicht.“

a) Echte Busse
Jesus sagt in Matthäus 12,31 „Jede Sünde wird vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nie vergeben werden.

“„Jedes Sünde“ meint auch Ehebruch und alle sexuelle Verirrungen. Wenn jemand vor seiner Bekehrung geschieden hat, wird meiner Ansicht nach durch die Busse diese Sünde ausradiert, als ob sie nie gewesen wäre.

b) Aufarbeiten der Vergangenheit
Eine Geschiedene Person sollte sein Fehlverhalten nicht nur bereuen, sondern gründlich seelsorgerlich aufarbeiten. Das heisst, dass innere Verletzungen, falsche Verhaltensmuster, schlechte Charaktereigenschaften bei Jesus abgelegt werden und neue Wesenszüge von Gott eintrainiert werden.

Petrus sagt in Apg. 10,19 „Was Gott gereinigt hat, das erkläre du nicht für unrein.“ Wenn ein Mensch sein Fehlverhalten einsieht und davon umkehrt glaube ich, dass er von aller Schuld freigesprochen ist und somit rein.

c) Guten Lebenswandel
Epheser 4,22 „Dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet.“

Wenn ein Mensch in der Gemeinde und ausserhalb der Gemeinde vorbildlich lebt und sein altes Verhalten bei Jesus abgelegt hat, ist das Prüfen vor Gott für eine neue Heirat angesagt.

d) Die Leiterschafft der Gemeinde braucht von Gott ein Ja zu einer Heirat
Bevor ein Hochzeitstermin vorliegt, sollen die ehemals geschiedene Personen die Leiterschaft der Gemeinde anfragen, was sie und Gott dazu meinen.

Jeder Fall muss im Einzelnen vor Gott geprüft werden, bis die ganze Leiterschafft innerlich ruhig wird und mit Sicherheit sagen kann, dass eine Heirat in Frage kommt.

Wenn die Leiterschafft ein Ja von Gott empfängt, ist das Ehepaar auch ganz frei und darf von der Gemeinde nicht mehr als Ehebrecher benannt werden, weil sie durch das Blut Jesu rein sind.

Das Ehepaar soll sich ganz Gott zur Verfügung stellen und ihm dienen.

1. Thess. 4,3 Gott will, dass ihr als Ehepaar ganz und gar ihm gehört.“