Die zwei Brüder


Zwei Brüder erfahren, dass sie einen grossen Bauernhof erben sollen. Sie gehen also hin und geraten sofort in Streit: Beide wollen den Hof für sich alleine haben. Der Ältere sagt, der Hof gehöre ihm, da er der ältere von beiden sei. Der Jüngere hingegen besteht darauf, der Hof gehöre ihm, da er schon immer hier gelebt habe.

Die Zeit vergeht: Aus Frühling wird Sommr, aus Sommer Herbst und schon bald ist Winter - die beiden Brüder streiten noch immer.

Ein weiteres Jahr vergeht, ohne dass sich die beiden Brüder einigen: Sie versuchen einander vom Hof zu verjagen, ja sogar zu töten. Vergebens...

Im Frühling des dritten Jahres bemerken die beiden Streithähne, dass ihre Vorräte zur Neige gehen. Es wäre zwar noch genug da, um auszusähen, doch die Beiden misstrauen einander dermassen, dass jeder dem Andern unterstellt Saatgut, Geräte, Dünger -und sowieso so ziemlich alles- stehlen zu wollen.

Das Land liegt weiterhin brach. Im Winter darauf verhungern die Beiden, weil sie nichts mehr zu essen haben.

Doch hätten die Brüder den Hof gemeinsam bewirtschaftet, hätten sie genug zu Essen für beide Familien plus noch Vorräte zum Verkaufen gehabt