Die Zeit ist nahe! - 10 -


Hebe, Getreuer, die arglosen Lider
auf zu den Ufern entzweiter Gezeiten.
Steigt der Gesandte des Höchsten hernieder,
zieren ihn wogende Wolkengefieder.
Horch, wie Sekunden dem Zeitlos entgleiten,

wenn sie versuchen, Erzieltes zu binden,
wo sie dem Haltlos zur Beute gereichen.
Schau, wie sie haschen nach Werken und Winden,
ohne den Frieden bei Menschen zu finden,
deren Gedanken Gebundenen gleichen.

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Wie viel´ Feurigfarben prangen
auf dem Haupt des Engels. - Sieh,
wie sie Heiligglanz empfangen,
Arco-Iris-Prophetie,
Göttlichgnade
am Gestade
der Verheißung, die verspricht,
daß die Treuen
einst sich freuen.
Hell erstrahlt Sein Angesicht.
Wenn der Herr Sein Reich betritt,
bringt Er Seine Zukunft mit.

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Welche gewaltig / stumme Gebärde
geht mit dem Engel / flammend einher!
Setzt Er den linken / Fuß auf die Erde,
findet der Rechte / Raum auf dem Meer.

Auf Seinen Händen / hält der gerechte
Bote ein Büchlein. / Heiliges Wort,
wer kann dich fassen?! - / Irdische Mächte,
Hüter der Torheit, / hebt euch hinfort!

Hört ihr des Boten / Rufen und Brüllen,
gleich eines Löwen / Stimme erschallt?
Gottes Verheißung / wird sich erfüllen!
Preist den Gesalbten! / Jesus kommt bald!

Wolke und Feuer- / säule und Regen-
bogen der Treue, / Israels Licht,
sollen bezeugen: / Gott ist zugegen,
sei es in Gnade, / sei´s im Gericht.!

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Sieben Donnerschläge tönen
weithin durch den Himmelssaal.
Einem Warnen gleicht ihr Dröhnen,
einem göttlichen Choral.

Und die Welt beginnt zu zittern,
denn sie kann das Wort nicht deuten,
das sich aufmacht in Gewittern
Gottes Ratschluß einzuläuten.

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Wo findest Du süßeste Speise,
Getreuer, wo findest Du Rast,
auf Deiner beschwerlichen Reise,
was löst Dich von leerem Ballast?
Auf wundersam, tröstende Weise
geleitet der Herr Dich ins Reich
des Wortes, das lauter und leise
Dir Kraft ist und Segen zugleich.

Wo Sünden die Seele verwunden,
gewahrst Du Sein mahnendes Licht
im Buche der Bücher. - Gebunden
an DEN, der die Stolzen zerbricht,
erfährst Du in seligen Stunden
den Sieg, den der Herr Dir verspricht.
Auch Bitteres, laß es Dir munden.
Und koste Sein "Fürchte dich nicht!"

Wo Gnaden dem Leiden entspringen,
erhalte Dir Hoffnung und Lied,
um Menschen von Buße zu singen,
die Dich zum Gehorsam erzieht.
In Dir kann der Heiland vollbringen,
was Er für Dein Leben ersieht.
Manch Wirken kann betend gelingen
im weltlichen Krisengebiet.

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Erhebendes darfst Du, Getreuer, gewahren!
"Geh hin und empfange das Buch des Gesandten."
Es nährt den Gerechten und stärkt sein Gebet.
Es labt den Betrübten, der Zuflucht erfleht
für die, die ihn zürnend ins Wortlos verbannten,
für die, die ihm höhnten. - Er muß offenbaren,
nach WEM sich der Zeiger der Weltenuhr dreht.
Und was in dem Buch an Geweissagtem steht.

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Wie lange sucht der Herr die Welt durch Türen
der Gnade auf den Weg des Heils zu führen!
Sie achten Seinen Ruf zur Umkehr nicht.
Sie treten Jesu Werk bewußt mit Füßen.
Er kam, um ihre Schuld am Kreuz zu büßen.
Sie spotten Ihm bis heut ins Angesicht.

Wo Menschen ohne Gott zu Tieren werden,
entsprechen sie humanen Höllenherden,
die judasgleich dem Teufel Treue schworen.
Verräter wären besser nie geboren,
denn ärger noch als ihre Missetat
ist der, der listig ihren Trug betrat.

Wie lange währt der Heidenvölker Toben!
Der Herr hat ihr Gericht hinausgeschoben,
Geduld geübt, damit die Sünder nicht
verloren gehn! - Wohl dem, der Ihm vertraut
und nicht auf eigne stolze Stärke baut,
bevor der Herr Sein letztes Urteil spricht.

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Vernimmst Du den Boten beim Ewigen schwören?
"Es wird keine Frist, keinen Aufschub mehr geben."
Sie wollen von Gnade, von Wahrheit nichts hören.
Es bleibt keine Zeit mehr, nach Umkehr zu streben!
Der Herr läßt es zu, daß die Welt
am Gipfel der Bosheit zerschellt.

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"Wie kann der Gott der Liebe Sünde hassen?
Und warum läßt Er zu, daß Leid geschieht?"
Die Welt will göttlich, weise sein und zieht
es vor, sich auf die Lüge einzulassen,

die Satan nutzt, um spottbereite Massen
an sich zu binden. - Wo die Torheit kniet,
umwirbt sie Hochmut, der die Freiheit flieht. -
Wer kann den Ewigplan des Herrn erfassen?

Verborgen bleibt Sein Rat den Selbstgerechten.
Er tut den Knechten Sein Geheimnis kund,
die unterm Kreuz nach Seinem Willen fragen.

Der Zweifel wohnt in eitlen Wortgefechten
und stützt des Antichristen "Friedensbund",
um die, die treu sind, eiskalt anzuklagen.

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Was murrst Du, Narr, wenn Gott durch Sein Gericht,
zu Deinem reuelosen Herzen spricht?
Er wird vollenden, was Sein Wort Dich lehrt,
wenn auch Dein Stolz dagegen aufbegehrt.
Wo Offenbartes Dich empört und sticht,
verschließ die Augen vor der Wahrheit nicht!

© V F

Quellen:

http://rincon-de-paz.jimdo.com/

http://www.tango4u.com/