Die Zeit ist nahe! (Kap. 1-6)


- 1 -

Eingerahmt von Meeresklängen
seufzt die Einsamkeit ihr Lied:
Treuer, schau, die Wolken drängen
an den Strand der Inselengen,
wo der Geist ins Dulden flieht.

Um des Wortes Willen bannten
Blinde Dich ins Tal der Not.
Ob sie Deinen Namen kannten,
als sie Dich ins Schweigen sandten?
Zukunft, mal´ dein Morgenrot

ins Gemüt der Hoffnungsreichen,
deren Gegenwart zerbricht.
Gib dem Müden, Herr, ein Zeichen,
daß die Nachtgefieder weichen!
Sei der Schwachen Zuversicht!"

.

Mit den Wolken wird Er kommen. Alle werden Ihn erkennen!
Hast Du Seinen Ruf vernommen? Wird Er Deinen Namen nennen?

.

Weiche! Weiche
Nachtgefieder!
Totenlieder
dringen klagend
aus den Tiefen
gierberauschter Geisterreiche,
wo sich Gleiche
- Trauer tragend -
ins Verderben schliefen.

.

Wenn die Sturmgewalten toben, peitschend um die Meere jagen,
müssen sie den Höchsten loben. Stunden sollen Trübsal schlagen.
Mit den Wolken wird Er kommen. Alle werden Ihn erkennen!
Hast Du Seinen Ruf vernommen? Wird Er Deinen Namen nennen?

.

Wie unergründlich, Herr, sind Deine Wege.
So unbeschreiblich, daß Dein Knecht mit Worten ringt,
als ihm die Stimme Deiner Heiligkeit erklingt,
auf daß er Offenbartes niederlege.

.

Wo Worte enthüllend im Künftigen münden,
um tröstend und mahnend von Hoffnung zu künden,
beginnen die finsteren Mächte zu wüten,
als könnten sie Chaos durch Hochmut verhüten,
bevor ihr Gewissen zerbricht.
Gebunden an Sünden, die Süchte gebären,
erbringen sie Opfer an Täter-Altären.
Und folgen dem Tod ins Gericht.

.

Weiche! Weiche
Nachtgefieder!
Totenlieder
dringen klagend
aus den Tiefen
gierberauschter Geisterreiche,
wo sich Gleiche
- Trauer tragend -
ins Verderben schliefen.

.

Alles liegt in Jesu Händen.
Wie ein Tag sind tausend Jahre
für den Höchsten. - Welt erfahre,
was es heißt, sich abzuwenden
von dem Wort, das Gott dir gibt.
ER hat dich zuerst geliebt!

Hoffnungsträger sind die Seinen,
während sie auf Erden weilen,
allen Enden mitzuteilen:
Sichtbar wird der Herr erscheinen,
wenn Er wiederkommt im Kleid
Seiner Kraft und Herrlichkeit.

.

Geschwind, geschwind,
die Nacht zerrinnt,
bevor die Felsen fallen,
wo Trug geschieht.
Dem Schlaf entflieht!
Horch, die Posaunen schallen
dem Widersacher zum Gericht. -
Wenn Furcht Dein Bild aus Ton zerbricht,
was nutzen Dir die Krallen
der Angst im Angesicht
des Todes, Kind?
Wo Räuber sind,
muß Ruf nach Recht verhallen.

.

Mit den Wolken wird Er kommen. Alle werden Ihn erkennen!
Hast Du Sein Gebot vernommen? Wird Er Deinen Namen nennen?
Weisgesagtes steht geschrieben, unversiegelt, offenbar,
in dem Buch der letzten Tage. - Halte fest, Du kleine Schar
Treuer. - Keiner kennt die Stunde. Doch die Zeit ist nah!
Dankt dem Herrn von Herzensgrunde! - Preist den Mann von Golgatha!

.

Gib Herr, Dein Wort in unser Herz hinein!
Wer´s liest, bewahrt und hört, wird selig sein.

.

Werde stille, müde Seele.
Lausch der Stimme Deines Herrn.
Denn Sein Tag ist nicht mehr fern.
Seiner Gnade anbefehle
alles, was Dein Herz bewegt,
bis der Sturm der Zeit sich legt.
Bis der Sturm der Zeit sich legt,
harre, Seele, Deines Herrn.
Denn Sein Tag ist nicht mehr fern.

- 2 -

Sieben goldne Leuchter strahlen
rein, geläutert, heilig-hell,
als Gemeinde, die den schmalen
Pfad erwählte. - Segensquell,
sei dem Beter Trank und Speise
auf des Lebens Pilgerreise.

.

Lenke, leite
unsre Schritte
hin zur Mitte,
Seit an Seite,
wo Du wandelst unter denen,
die sich nach Erfüllung sehnen.
Wahrheit, die von Liebe spricht,
wohnt in Deinem Ewiglicht.

.

Wer kann den durchdringenden Blicken entgehen,
in Augen wie Flammen aus Feuer bestehen,
wenn Dornen im Herzen von Heuchlern erfrieren,
und Kronen das Haupt des Allmächtigen zieren?
Wohl dem, der Vergebung erbat,
um DEM zu begegnen, der tröstet und schlichtet,
der Sünde verurteilt und Ruchloses richtet,
als König, der Wunder einst tat.

.

Renne, ringe
um Dein Leben,
daß Dein Streben
auf den Wegen
Seiner Gnade
- wissend um die letzten Dinge -
Frucht erbringe
statt Fassade. -
Ringe um den Segen!

Denn sie blicken Dir ins Innen, Jesu Augen, voller Güte.
Willst so gern dem Nichts entrinnen. Was aus Wunden Dir erblühte,
wirf es nicht ins Ungewiß.
Dort regiert die Finsternis.

.

Sieben Sterne darfst Du schauen
in des Höchsten rechter Hand.
Engel sind´s, die Gott vertrauen,
den Gemeinden zugewandt. -

.

Halte, halte
was Du hast.
Denn die Last,
die Dich zähmt,
zwingt Dich nieder,
wo Begierde Dich wie kalte
Lust umkrallte,
die Dich lähmt. -
Weiche, Nachtgefieder!

.

Beginnt Deine Liebe zum Herrn zu erkalten,
wer kann Dich ermahnen, sie fester zu halten,
um näher, noch näher ans Kreuz Dich zu klammern,
statt Folgen der eigenen Schuld zu bejammern?
Was stierst Du in Satan´s Revier,
mit lüsternen Blicken Tabus zu ergründen,
die einzig in Pfuhlen der Höllenangst münden,
gekettet an Wurzeln der Gier?

.

Wo Schärfe sticht,
entzieh Dich nicht.
Sie könnte Dich erretten,
von dem was tief
in Zweifeln schlief,
um sich auf Staub zu betten.

Wer hält das Schwert,
das niederfährt
auf ungerechtes Trachten? -
Es trug das Wort
die Nacht hinfort,
um Tode zu entmachten.
Indem es starb, gebar es Tag,
vor dessen Tor Vergebung lag,
wo sonst Dämonen wachten.

.

Renne, ringe
um Dein Leben,
daß Dein Streben
auf den Wegen
Seiner Gnade
- wissend um die letzten Dinge -
Frucht erbringe
statt Fassade. -
Ringe um den Segen!

Denn sie blicken Dir ins Innen, Jesu Augen, voller Güte.
Willst so gern dem Nichts entrinnen. Was aus Wunden Dir erblühte,
wirf es nicht ins Ungewiß.
Dort regiert die Finsternis.

.

Hell wie die Sonne erstrahlt Dir Sein Wesen.
- Göttliches Licht! -
Fällst Du zu Boden, die Angst zu besiegen,
läßt Dich der Erste und Letzte nicht liegen.
Hörst Du Sein: "Fürchte dich nicht!" ?

Wenn einst die Berge zu beben beginnen,
ist es zu spät, sich auf Gott zu besinnen!

- 3 -

Wie rauschende Wasser erhebt sich die dröhnen-
de Stimme des Höchsten, wie machtvolles Tönen
aus brandenden Wogen und tosenden Wellen,
die krachend und donnernd an Felsen zerschellen.
Wer Ohren hat, höre auf DEN,

der Stürmen gebietet, der Stille zu weichen.
Wem wird Seine Stimme zum Segen gereichen,
wenn Fluten des Zornes den Lauen bestrafen?
Und Spötter in Hoffart gefangen entschlafen?
Wer kann Seine Sprache verstehn?

3. 1

Er kennt Dich. Nichts kann Seinem Blick entgehn.
Er weiß um Deine Werke, Deine Last,
die Du für Ihn in Kauf genommen hast.
Geduld und Mühsal hat Er wohl gesehn.

Du suchtest Wahrheit. ER vernahm Dein Flehn.
Doch hast Du Seine Liebe auch erfaßt?
Hab acht, daß Du ihr Mahnen nicht verpaßt,
sobald die Stürme Dein Gezelt umwehn.

Ruinenmauern raunen Deinen Namen,
wo einst Artemis Thron in Flammen fiel. -
Was wird man, Christ, von Deinem Glauben finden?

Wie konnte Dir der Liebe Kraft erlahmen?
Kehr um! Die Ewigkeit steht auf dem Spiel!
Wer wird durch Buße Sünde überwinden?

.

Die falschen Lehren hast Du wohl erkannt,
sie aufgedeckt als List und Trug.
Doch damit ist es nicht genug,
denn Du versäumtest DEN, der Dich gesandt.

Halte inne
rückbesinne
Dich auf DEN, der Dich erlöst´,
denn Er stößt
jene Leuchter von sich fort,
die Sein Wort
lieblos durch Gewohntes tragen,
ohne nach dem Herrn zu fragen.

.

Still, Überwinder, wo Treue Dich leitet,
hält Er Dich fest.
Nichts kann Dir ewige Hoffnung entreißen.
Gott hat die Früchte des Lebens verheißen,
dem, der Sein Wort nicht verläßt.

.

3. 2

Wer weint mit Dir, wenn Menschen Dich verachten?
Um Jesu Willen trägst Du Drangsal, Leid,
verfolgt, erniedrigt, haß- und spottbespeit
von denen, die Dir nach dem Leben trachten,

von denen, die den Herrn am Kreuz verlachten.
Sie lästern fromm im Antichristenkleid
und scharen sich vor Satans Tor, bereit,
die auszurotten, die vor Furcht verschmachten.

Zehn Male mußtest Du ihr Wüten tragen.
Zehn Male trug der Herr Dich durch das Tal
der Trübsal, war Dir Halt und Fels in Not.

Solang sie atmen, werden sie Dich jagen.
Wer überwindet, birgt der Hoffnung Strahl.
Und harrt des Herrn, getreu bis an den Tod.

.

Myrrhenduft durchdringt die Stätte Deiner Pein.
Doch der Trost des Herrn wird Dir Begleiter sein.
Wo der zweite Tod des Feindes Macht zerbricht,
wird die Lebenskrone Dir zur Zuversicht.

.

3.3

Zwischen Tempeln und Altären,
wo sie Kult und Krieg gebären,
zwischen Götzendienstgenüssen,
wo sich Welt und Kirche küssen,
hältst Du Jesu Worte fest.
Wo die Philosophen schwätzen,
Religiöse sich entsetzen,
wo die Lüge wohnt,
wo der Satan thront,
bleibst Du dicht
bei dem Licht
dessen, der Dich nicht verläßt.

.

Doch innerlich hast Du die Treue gebrochen.
Wer hat Dich aus Bileams Reihen bestochen,
im Herzen zu huren, zur Sünde zu schweigen,
anstatt ihr den Spiegel der Hölle zu zeigen,
wo Frevel sich selbst demaskiert.
Das Schwert Seines Mundes wird richten und scheiden.
Indem Du ermöglichst, die Wahrheit zu meiden,
wird gottloses Tun toleriert.

.

Wohl dem, der sich nicht bindet
ans Zügellos der Welt.
Wohl dem, der überwindet
und fest an Jesus hält.

Sein Lohn wird sein
ein weißer Stein,
mit neuem Namenszeichen.
Und nach dem Tod
vom Himmelsbrot.
Der Herr wird´s selbst ihm reichen.

.

3. 4

Wie unermüdlich Du den Dienst versiehst,
das Wort des Sohnes Gottes zu verbreiten.
Du läßt Dich von der Liebe Jesu leiten.
Wo Segen sich auf Glaubenswerk ergießt,

hab acht, daß Du der Lehren Dich entziehst,
die gegen Sein Gebot der Wahrheit streiten.
Versäume nicht, beizeiten einzuschreiten,
auf daß Du keine Kompromisse schließt

mit denen, die im Schafsgewand verkehren
und Gottes Wort in Eigenmacht verdrehn,
bei Messen opfern, Götzendienst betreiben,

indem sie Papst und Heilige verehren,
durch Religionen Hurerei begehn,
als Kinder Isebels im Finstern bleiben.

.

Schweige, schweige
nicht zu Lehren,
die verkehren,
was der Herr uns offenbart.
Tanzt die Welt den Endzeitreigen,
bleibe nüchtern, denn sie schart
Religionen - einheitstrunken -
um den Thron der Mitternacht,
heimatlos in sich versunken,
wo die Leere lautlos lacht.

.

Geweihtes Wasser wird sie nicht erretten,
Gebete für die Toten schützen nicht.
Verwaiste Kerzen werfen Heidenlicht
auf jene, die ihr Haupt auf Dogmen betten.

Als Abgeirrte kauern sie an Ketten
der Unbußfertigkeit. Am Kreuz zerbricht
der Beichte Trug. Es hält der Herr Gericht.
Und nichts erinnert mehr an Kultes Stätten.

Die Geister prüfet, denn der Herr kommt bald!
Es ist noch eine Gnadenfrist vorhanden,
solang die kleine Schar auf Erden weilt

und Jesus folgt. - Stets war Er Trost und Halt,
bei dem sie Frieden und Vergebung fanden.
In Ihm ist Hoffnung, die den Sünder heilt.

.

Von Isebel´s Lehren Verführte, tut Buße!
Der Richter wird strafen, mit ehernem Fuße
den Boden betreten, den Götzen entweihten,
der falschen Prophetin ein Urteil bereiten.
Wer wird ihrem Trug widerstehn?
Im Krankenbett muß sie mit denen verderben,
die mit ihr verkehren, sie heillos umwerben
und Gottes Gebote verdrehn.

Du läßt sie gewähren, an Einfluß gewinnen?
Ihn kannst Du nicht täuschen. Dein Trachten und Sinnen
liegt offen vor Jesu durchdringenden Blicken.
Vernimmst Du der Weltenuhr mahnendes Ticken?
Es klingt wie ein seufzendes Flehn...

.

Still, Überwinder, wo Wahrheit Dich leitet,
halte sie fest!
Jesus hilft tragen, wenn Lasten Dich beugen.
Schäme Dich nicht, Ihn als Herrn zu bezeugen,
so wie Er Dích nicht verläßt.
Denen, die treu sind und Sein Wort erheben,
wird Er den leuchtenden Morgenstern geben,
daß sie mit eisernem Stabe die Heiden
mit dem Sohn Gottes in Ewigkeit weiden.

.

3. 5

Wo Schlafes Düfte lähmend Dich umschweben,
genießt Du geistlich tot der Welt Gesang,
als müßte Dir der angepaßte Hang
zur falschen Sicherheit Gewißheit geben.

Dein leicht gefertigt reformiertes Streben
verkümmert zwischen Schein und Sonntagsgang.
Du fügst Dich brav dem Kirchensteuerzwang,
um wochentags als Namenschrist zu leben.

Durch Kindertaufe wähnst Du Dich gerettet,
obwohl Du weißt: Die Bibel lehrt dies nicht.
Von Buße, Umkehr willst Du nichts mehr hören.

gleich gültig an die Tradition gekettet.
Wo Gottes Wort dem Klerus widerspricht,
hältst Du den Mund, um weiter wegzuhören...

.

Schweige, schweige
nicht zu Lehren,
die verkehren,
was der Herr uns offenbart.
Tanzt die Welt den Endzeitreigen,
bleibe nüchtern, denn sie schart
Religionen - einheitstrunken -
um den Thron der Mitternacht,
heimatlos in sich versunken,
wo die Leere lautlos lacht.

.

"Was kann mir, bravem Bürger, schon passieren?
Ich spende, tue Gutes, meide Streit.
Mein fromm getarnter Humanismus schreit
nach Anerkennung, Image-Aufpolieren.

Was nach mir kommt, das muß mich nicht tangieren,
solang ich in den Himmel komme. - Zeit
ist Geld. Zu leiden bin ich nicht bereit.
Und deshalb will ich alles tolerieren:

Die Homosegnung, Feminismus, Weltlichkeit
gehn mich nichts an. Ich muß den Schein bewahren,
zumindest sonntags mich an Kuchen freuen.

Das mit der Buße, Umkehr schieb ich weit,
weit weg von mir, um Schuldgefühl zu sparen.
Bevor ich sterbe, kann ich immernoch bereuen..."

.

Oh, Namenschrist,
die Bibel ist
für Dich nur Staubregal?
Der Herr wird kommen wie ein Dieb
zu dem, der ohne Umkehr blieb. -
Der Pfad zum Heil ist schmal!

.

Still, Überwinder, wo Jesus Dich leitet,
laß Ihn nicht los!
Wache! Die Zeitgeister zweifeln und zagen.
Wage, den Feinden von Jesus zu sagen.
Weiße Gewänder als Lohn für die Treuen
schenkt uns der Höchste. Wir dürfen uns freuen,
daß unser Name im Lebensbuch steht.
Welt, werde wach, wenn Dein Urteil ergeht.

.

3. 6

Wie klein die Kraft auch sei, die Dir gegeben,
im Schwachen wirkt der Herr, so Du vertraust
und nicht auf eigne stolze Stärke baust
wie jene, die sich über Dich erheben.

Der Ökumene gilt ihr blindes Streben,
in deren Mitte Satan´s Lüge haust.
Wo Du auf Jesus, den Erlöser, schaust,
gewahrst Du Ihn als Tür zu neuem Leben.

In Seiner Gnade braucht Er Deine Gaben,
um weltweit Menschenherzen zu erreichen.
Der Schlüssel Davids liegt in Seiner Hand.

Du darfst als Gotteskind Gewißheit haben:
Sein reicher Segen wird nicht von Dir weichen,
denn Deine Werke sind dem Herrn bekannt.

.

Wer kann Dein Erdulden im Glauben erfassen?
Du läßt Dich nicht täuschen von blendenden Massen,
verführten Ver-Führern, die Götter erfinden,
um jene zu richten, die treu überwinden.
Sein Wort hat Gewicht und Bestand.
Wo Heuchler sich rühmend als "Christ" titulieren,
derweil sie die Bibel bewußt kritisieren,
hast Du ihre Masken erkannt.

.

Wo Kirchen Gottes Wort in Frage stellen,
vertrittst Du Jesu Botschaft - bibeltreu.
Die falschen Lehren nennst Du ohne Scheu
bei deren Namen, schöpfst aus reinen Quellen

der Wahrheit, denn Du duldest keine grellen
Gefühlsausbrüche, schwarmentgleiste Leu-
te, die mit Charisma gezielt mit Feu-
er spielen. Nichts kann ihre Nacht erhellen,

wo sie des Herrn Gebote übergehn,
und Seine Heiligkeit nicht anerkennen.
Sie werden niederfallen und erfahren

daß ER Dich liebt, denn ER wird zu Dir stehn.
Wer kann Dich von der Liebe Jesu trennen?
Er wird Dich VOR der Trübsalszeit bewahren!

.

Still, Überwinder, der Herr wird Dich halten.
ER schenkt Dir Kraft, Deine Hände zu falten.
Jesus kommt bald!
Harre des Höchsten, denn Er kennt Dein Ringen.
Möge die Hoffnung die Herzen durchdringen!
Kannst Du als Pfeiler im Tempel bestehn?
Höre Sein Wort, denn es wird nicht vergehn!

.

3. 7

Gewohnheitschrist, wo wirst Du morgen stehn,
wenn Volksgerechte Religion betreiben,
und sich in Lauheit Satan´s Werk verschreiben,
um gegen Jesu Jünger vorzugehn,

weil sie nur sich und ihren Wohlstand sehn
und selbst beim Gottesdienst im Dunkeln bleiben?
Von außen putzen sie die Fensterscheiben
der Seele, während innen Kinderflehn

in Selbstbetrug erstickt, um geistlich blind
in Dünkel-Haft vereinigt abzufallen,
vom Glauben, dessen Früchte faul verkommen.

Wo Halbbekehrte nicht entschlossen sind,
dem Herrn zu dienen, wird der Ruf verhallen,
der Buße lehrt. Wer wehrt den Scheinbarfrommen?

.

Du bist nicht kalt.
Du bist nicht heiß.
Der Himmel weiß:
Der Sünder krallt
sich fest an seine Eigensucht,
vor Schuldgefühlen auf der Flucht,
um selbstgerecht
als Babel´s Knecht
ums eigne Ich zu kreisen
und Gott die Tür zu weisen.
Ach, wärst Du kalt!
Ach, wärst Du heiß!
Der Teufelskreis
ist Aufenthalt
den Lauen, die sich selbstzufrieden
für eitles Teilnahmslos entschieden.

.

Den Lauen speit Er aus. Wer kann bestehn
vor dem, der Amen heißt? Du dienst der Welt,
die gottlos ins Gericht des Höchsten fällt,
schaust zu, wie Menschen blind verlorengehn.

Wie kannst Du Nächsten in die Augen sehn,
und nichts von Jesus sagen! Lieblos hält
Dein Haus die Tür verschlossen, bloß gestellt
vor denen, die im Finstern lautlos flehn.

Sie könnten durch Dein Wort gerettet werden,
doch selbstgefällg kreist Du um Dein Ich,
anstatt sie aufzurufen, umzukehren.

Du läufst mit trägen Endzeitchristenherden
den Mittelweg entlang und wunderst Dich,
daß Sünden sich in Deinem Licht vermehren.

.

Christ, der Du Jesus als Herrn nicht mehr siehst,
Ihm Deine Türe zum Herzen verschließt,
Pseudogemeinde, Du tanzt mit der Welt,
wie es dem Vater der Sünde gefällt.
Karnevalskirche, wo endet Dein Glanz?
Liebe erkaltet im Turm "Toleranz"!
Hörst Du, Er klopft an das Tor Deiner Nacht?!
Öffne, bevor Dich der Teufel verlacht!
Öffne die Augen für Gott, der Dich sieht!
Öffne, bevor Er die Gnade entzieht!

.

Still, Überwinder, wo Jesus Dich leitet,
schick Ihn nicht fort!
Hat Er nicht selbst dort am Kreuz überwunden?
Bleibe mit DEM, der Dich löste, verbunden!
Nimm Ihn beim Wort!

- 4 -

Mag die Erde wanken, beben,
Gottes Thron steht ewig fest.
Lobpreis sei dem Herrn gegeben!
Vater, Dich will ich erheben,
der Du Treue nicht verläßt.

Dankt dem Herrn für Seinen Segen!
Alles hält Er in der Hand.
Gleich Smaragden strahlt Sein Regen-
bogen Seinem Knecht entgegen.
Leuchte Hoffnung, Himmelsband!

.

Steig herauf, Er will Dir zeigen, was hernach geschehen soll.
Ewig wird der Herr nicht schweigen. Denn der Sünde Maß ist voll.
Heilig ist Er, dreimal heilig! Sein sind Kraft und Herrlichkeit,
Reichtum, Weisheit, Stärke, Ehre, Preis und Lob für alle Zeit!

.

Der Himmel ist offen, der Vorhang zerrissen.
Zum Vater gelangst Du durch Jesus allein.
Denn ER ist das Leben, - Er ließ es uns wissen -
der Weg und die Wahrheit. Gerettet wird sein,
wer Ihm seine Schuld im Gehorsam bekennt,
auf daß ihn die Sünde von Gott nicht mehr trennt.

.

Jesus, mein Heiland, mein Gott und mein Licht,
Du bist mein Leben! Ich fürchte mich nicht!

.

Aufschlagen die Wogen entfesselter Massen
verstockter Gemüter, die Gottes Wort hassen,
an Strände aus Sanden, die Seelen verschlucken,
bevor sie ihr Schwinden ins Endliche spucken,
wo Starre ins Gläserne bricht,
das meerend ins ewige Dürsten sich bettet,
an Sünde aus tausenden Toden gekettet,
damit sie dem Urteil entspricht,
dem Stürme sich beugen, wie stumme Gestalten,
die zwischen Gezeiten in Flammen erkalten,
wie Atmende ohne Gesicht.

.

Vor dem Thron geschieht Geschichte.
Schweiget stille, stolze Wellen!
Denn in Seinem Wahrheitslichte
wird der Herr ein Urteil fällen.

.

Gekrönte Überwinder
anbetet DEN, der wacht.
Wer weckt die Menschenkinder
beim Ruf um Mitternacht?

.

Heilig ist Er, dreimal heilig! Sein sind Kraft und Herrlichkeit,
Reichtum, Weisheit, Stärke, Ehre, Preis und Lob für alle Zeit!

.

Es liegt ein Buch auf Seiner rechten Hand.
Geschichte, Zukunft steht darin geschrieben.
Wer hat das Recht, die Siegel aufzubrechen?

Und wer ist würdig, Heiligschriftenband
zu öffnen, dessen Zeilen von den sieben
Gerichten über Reuelose sprechen.

Wohl dem, der Gottes Buch als Rettung sieht.
Geschlachtet ward das Lamm, das Macht erhält
zu richten. - Wo der Haß der heilen Welt
auf Golgatha in Teufel´s Kreise flieht,

und gegen Gottes Sohn in Kriege zieht,
beginnt für den, der auf die Knie fällt
und sich der Kraft des Höchsten unterstellt,
in diesem Leben schon ein Neues Lied...

.

Der Löwe aus Juda hat Satan bezwungen,
den Sieg für die Seinen, sich opfernd, errungen,
damit sie mit Jesus, dem König, regieren,
gemeinsam zur Ehre des Herrn musizieren.
Wer Ohren hat, höre auf DEN,

der Stürmen gebietet, der Stille zu weichen.
Wem wird Seine Stimme zum Segen gereichen,
wenn Fluten des Zornes den Gottlosen strafen?
Und Spötter in Hoffart gefangen entschlafen?
Wer kann Seine Sprache verstehn?

.

Alles liegt in Jesu Händen.
Wie ein Tag sind tausend Jahre
für den Höchsten. - Welt erfahre,
was es heißt, sich abzuwenden
von dem Wort, das Gott dir gibt.
ER hat dich zuerst geliebt!

.

Heilig ist Er, dreimal heilig! Sein sind Kraft und Herrlichkeit,
Reichtum, Weisheit, Stärke, Ehre, Preis und Lob für alle Zeit!

- 5 -

Niemand ist würdig, die Siegel zu brechen,
niemand als Jesus, der Retter, allein.
ER, der uns löste aus Sünden und Schwächen,
wird als Lamm Gottes der Richtende sein.

.

Was singen die Ältesten* - ewig Erlösten?
Es gleicht einem jubelnd-andächtigen Trösten,
für jene, die mit den Erkauften lobpreisen,
und vor** den Gerichten im Vaterhaus speisen,
mit DEM, der Sein Blut für sie ließ.
Sie singen zusammen mit Hütern des Thrones
und werfen die Kronen des himmlischen Lohnes
vor DEN, der Vergebung verhieß.

.

Bevor der Herr das erste Siegel bricht,
entsinne Dich: Noch kannst Du Umkehr wagen,
anstatt Sein Mahnen in den Wind zu schlagen.
Der Zorn des Lammes führt zum Weltgericht,

in dem der Herr durch Roß und Reiter spricht.
Wem willst Du Deine Todesängste klagen,
wenn Grimmes Fratzen Dich zum Teufel jagen?
Um Mitternacht erlischt der Gnade Licht.

Wie lange willst Du Ihm den Rücken kehren,
in Ungehorsam selbstgerecht verharren?
Du lehnst Ihn ab und setzt Dein Herz in Brand,

indem Du suchst, die Zweifel zu vermehren,
um spottend auf Sein Werk am Kreuz zu starren.
Wer soll Dich retten aus des Richter´s Hand?

.

Er öffnet das Siegel zum ersten Gericht.
Vom Thron tönt ein "Komm!". Und ein Reiter erscheint
auf schneeweißem Roß, das hinauszieht mit Macht,
die Welt zu verführen. - Wie teuflisch er lacht,
um Bündnis*** zu schließen, das scheinbar vereint.
Doch lügt er den Haltlosen frech ins Gesicht.

Und er reitet,
und er streitet
ohne Pfeile
bis zum Sieg.
Ungewogen
knüpft sein Bogen
Friedensseile
Richtung Krieg.

.

Wie fromm sein Mantel deckt und trügt.
Wie hörig sich die Welt ihm fügt,
ihm kampflos, willig unterliegt,
sich stolz in Sicherheiten wiegt.
Erobernd zieht der Antichrist
die Masse an durch Hinterlist.

.

Bevor das Lamm das zweite Siegel bricht,
herrscht scheinbar ungetrübte Einigkeit,
in der die Menschheit nach dem Führer schreit,
der ohne Blutvergießen Heil verspricht.

Er führt die Unbekehrten hinters Licht.
In gnadenloser Gottverlassenheit
verkennen sie die Zeichen ihrer Zeit.
"Ihr wollt betrogen sein und merkt es nicht,

wie Gottes Strafe euch im Schlaf erfaßt!"
Wer mahnt die Blinden, wenn sie irre gehn?
Und wer verfällt dem Fürsten dieser Welt?

Wer löst, befreit Dich von der Sünde Last?
Wer kann dem Sog des Bösen widerstehn?
Wohl dem, der sich an Jesu Worte hält!

.

Er öffnet das Siegel zum zweiten Gericht.
Vom Thron tönt ein "Komm!". Und ein Reiter erscheint
auf glutrotem Roß, das hinauszieht zum Krieg.
Er kämpft mit dem Schwert, und sein Kampf führt zum Sieg.
Der Mensch macht sich schlachtend den Menschen zum Feind,
wenn plötzlich der Rächer den Frieden ersticht.

Und er reitet,
und er streitet
blutbegehrend
durch die Nacht,
wie ein Krieger,
der als Sieger
haßverzehrend
Beute macht.

.

Bevor das Lamm das dritte Siegel bricht,
regiert Gewalt. Die Masse wird sich sagen:
"Es gab schon immer Krieg, Verlust und Plagen."
Daß Gott in Seinem Zorn zu ihnen spricht,

erkennen die verstockten Herzen nicht.
Sie weigern sich, nach Seinem Weg zu fragen,
bereit, der Sünde Sold davon zu tragen,
als grinsten sie dem Tod ins Angesicht.

Wie nichtig ist der Heidenvölker Toben.
Der Höchste lacht und spottet über sie,
solang sie suchen, Türme zu erbauen.

Du hast Dich über Sein Gebot erhoben
und lästerst Ihm durch dreiste Dämonie?
Wer wird in seiner Not auf Jesus schauen?

.

Er öffnet das Siegel zum dritten Gericht.
Vom Thron tönt ein "Komm!". Und ein Reiter erscheint
auf nachtschwarzem Roß, das den Hunger gebiert.
Die Waage des Reiters ist teuer justiert,
die Mittel zum Leben gezielt rationiert,
damit sich der Sünder zum Himmel hoch weint
und demütig einsieht, daß Gott zu ihm spricht.

Und er reitet,
und er schreitet
durch die Lande
seiner Wahl.
Ob die Reichen
ihm entweichen,
in der Bande
gleicher Qual?

.

Bevor das Lamm das vierte Siegel bricht,
beginnt die Trauer Gräber zu umringen,
als könnte sie dem Tod ein Trostlied singen,
derweil ihr klagend´ Schweigen Bände spricht.

Wer zündet dem, der Buße tut, ein Licht?
Wer kann die ungewisse Angst durchdringen,
die zweifelnd auszieht, alles zu verschlingen,
was einst wie Halt erschien und Zuversicht?

Im Himmel - heißt es - gibt es keine Tränen
für den, der heimkehrt als ein Gotteskind. -
Wie lange willst Du, Narr, ins Unglück rennen?

Noch hältst Du fest an zähen Zukunftsplänen.
Und fragst, warum die Menschen Sklaven sind,
solang sie Jesus nicht als Lamm erkennen.

.

Er öffnet das Siegel zum vierten Gericht.
Vom Thron tönt ein "Komm!". Und ein Reiter erscheint
auf aschfahlem Roß, das - vom Tode gejagt -
die Erde erstürmt und die Gottlosen plagt.
Es folgt ihm das Totenreich. Innigst vereint
ergreifen sie Seelen und löschen das Licht

in zahllosen Augen, die namenlos flehn,
als hätten sie blicklos den Teufel gesehn.

Und er reitet,
und er schreitet
pestbeladen
durch die Gassen
wo die Spötter
sich wie Götter
ohne Gnaden
feiern lassen.

WER kann entfliehn, wenn der Tod ihn umsteht?
Welt, werde wach, wenn Dein Urteil ergeht!

- 6 -

Bevor der Herr das fünfte Siegel bricht,
gelangen unzählbare Heidenscharen
zum Glauben, dessen Feinde sie einst waren.
Sie werden Zeugen sein für DEN, der spricht:

"Ich bin das Licht der Welt!". Drum fürchte nicht
der Schächer Schwert. Den Hohn der Undankbaren
ertrage still. Sie werden bald erfahren:
Der Herr ist Seiner Knechte Zuversicht!

Sie können Dir die Freiheit, Zukunft rauben,
Dich schmähen, foltern, quälen bis zum Tod.
Doch kann ihr Tun den Knecht des Herrn nicht hindern,

an Jesus Christus und Sein Wort zu glauben!
ER ist der Gotteskinder Lebensbrot.
Welch Segen birgt das Leid von Überwindern!

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Wer wird sie bedrängen und Märtyrer* nennen,
die Jesus allein als den Retter bekennen?
Der Ruf zur Bekehrung wird díe übertönen,
die während der Trübsal die Zeugen verhöhnen.
Die Babylon-Kirche wird Gläubige jagen.
Noch nie konnte Satan die Wahrheit ertragen.
Und doch werden viele nach Gottes Wort fragen,
um Buße zu tun und den Glauben zu wagen,
anstatt mit den Lauen nach Lüge zu streben.
Sie lassen für DEN, der sie löste, ihr Leben,
um unter des Höchsten Altar
zu harren der heiligen Schar.

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"Wie lange müssen wir, oh Herrscher, schreien?
Wann wirst Du unser Blut an denen rächen,
die uns verfolgen, würgen und erstechen?
Wie lange dürfen sie Dein Wort entweihen?

Wann läßt Du uns Erbarmen angedeihen?
Wann wird Dein Heiligzorn zu ihnen sprechen?
Wie viele Knechte fallen den Verbrechen
zum Opfer? Wirst Du ihnen Kraft verleihen,

in Kleidern der Gerechtigkeit zu harren,
bis auch die Letzten unter ihnen wandeln? -
Die Welt mißachtet Dich in Deiner Macht.

Wenn Satan pfeift, umschwänzeln ihn die Narren,
bereit, mit ihm um Seelen zu verhandeln.
bis zum Finale ew´ger Höllennacht.

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Bevor das Lamm das sechste Siegel bricht,
durchdringt der Zeugen Schrei den Himmelssaal,
als krallte sich die Schar aus tiefstem Tal
anbetend, glaubend an das Hoffnungslicht,

das Überwindern Ewiglohn verspricht.
Denn Gott erlöst die Seinen von der Qual
auf Erden, bis zuletzt die volle Zahl
der Völker eingeht. Gott verzögert nicht,

was Er verheißen hat. Er hält Gericht,
um den zu strafen, der Ihm Furcht verwehrt.
Wo wirst Du sein, wenn Deine Gezelt erbebt?

Wer kann entfliehn vor Gottes Angesicht,
wenn Seine Hand die Welt das Fürchten lehrt?
Wohl dem, der dann nicht mehr auf Erden lebt!

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Nach Öffnen des Siegels zum sechsten Gericht,
beginnen die Feste der Erde zu wanken,
Regierungsgewalten ins Heillos zu schmettern,
wie lichtvolle Träger auf brüchigen Brettern,
die Trauerflor tragend das Chaos umranken,
das Umsturz, Verderben verspricht.
Der Himmel verliert sein Gesicht.

Wie düster el Sol auf die Gottlosen scheint,
und Luna ihr Blut in die Finsternis weint,
wenn stürzende Sterne die Lande bedecken,
auf daß sie Entgleiste zu Tode erschrecken,
bevor ihr Gewissen erwacht
als Spiegel der inneren Nacht,

wo Leichen Gerechter sie starrend verklagen
als mahnende Zeugen, von Narren erschlagen,
die Klüfte erstürmen, von Felsen umkeilt.
"Verbergt uns vor DEM, dessen Zorn uns ereilt,
bevor wir vor Schrecken vergehn!
Wer kann vor dem Lamme bestehn?"

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Wo Panik herrscht, gebiert die Furcht Gebet.
Verzweiflung zwingt der Spötter Hohn ins Schweigen.
Doch Berge können kein Erbarmen zeigen.
Wenn keine Gnadentür mehr offen steht,

wer hört den Sünder, wenn er schreit und fleht?
Und wer vernimmt das Klagelied des Feigen,
wenn seine Blicke nicht mal aufwärts steigen,
um DEN zu rühmen, dem kein Ruf entgeht?

Umsonst versucht der Narr vor Gott zu fliehn.
Zur Buße, Umkehr ist er nicht bereit.
Oh Heimgesuchter, Angst regiert Dein Zelt!

Wen willst Du in der Not zu Rate ziehn,
in Deiner reuelosen Sterblichkeit?
Dem Heuchler helfen weder Gunst noch Geld.

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Merk auf, wenn die Welt aus den Fugen gerät.
Was nutzt dem Enterbten die Flucht ins Zuspät?

© V F

Quellen:

http://rincon-de-paz.jimdo.com/

http://www.tango4u.com/

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