Die Zeit des Lichts


Die Zeit des Lichtes

 

Das Wort Gottes vergleicht die Welt mit einem finsteren Ort, wo das Licht Gottes dringend vonnöten ist (Eph 5,8-11). Biblische Geschichte, oder anders gesagt, die Geschichte der Bibel spiegelt im Wesentlichen das Durchdringen dieser Welt der Schatten, des Leides und der Not mit dem erlösenden Licht Gottes wider.

 

Als Gott diese Welt erschuf, sagte Er, dass sie gut wäre, doch als die Sünde - Rebellion gegen Gott – Einzug hielt, wurde es dunkel in dieser Welt. Diese Dunkelheit ist von ihrem Wesen her das Ergebnis einer Entfremdung des Menschen von Gott und von sich selbst. Es überrascht also nicht, dass der Mensch nach seiner Rebellion gegen Gott im Garten Eden schon kurz danach seinen Mitmenschen tötete (1Mo 4,8).

 

Der Rest der Geschichte ist somit ein Kommentar über die andauernde Rebellion der Menschheit gegen Gott und über den Hass des Menschen gegen den anderen. Diese Rebellion wütet seither unvermindert weiter bis in die gegenwärtige Zeit hinein; unsere Nachrichten am Abend sind ganz einfach ihre aktuelle Ausprägung.

 

Dennoch hat Gott Seine Welt nicht der Sünde und Dunkelheit überlassen. Wenn die Lampe Gottes nur schwach in der Welt brennt, so findet Er einen Weg, sie wieder neu anzuzünden (1Sam 3,1-4).

 

Die Geschichte Samuels ist dafür ein Beispiel, und so sind es die Geschichten von Chanukka und Weihnachten. Die erstere Episode wird in Daniel erwähnt. Die Propheten mit der Botschaft der Wiederherstellung und das Evangelium des Johannes erinnern uns daran, dass selbst in den Tagen des „Gräuels der Verwüstung“ (Antiochus Epiphanes) die Sünde und das Böse von dem erlösenden Licht Gottes besiegt werden.

 

Die wundersamen Ereignisse, die sich um das Öl für den Tempel weben, nachdem dieser von den Hellenisten zurückerobert und wieder neu eingeweiht wurde, dienen uns als Erinnerung, dass der Gott der Bibel diejenigen verteidigt, die für Sein Wort und Seine Wahrheit einstehen. Sie widerstanden, und das Licht des göttlichen Segens lag auf ihnen.

 

Als Jesus im Tempel wandelte, feierte er Chanukka und jubelte über die wunderwirkende Macht Gottes, Seines Vaters. Das Evangelium des Johannes spricht vom Fest der Tempelweihe (Joh 10,22). Dies erinnert uns auch daran, dass Zeiten der Weihe und der neuen Hingabe notwendig sind, wenn wir dem Weg der Gerechten folgen wollen. Aus diesem Grunde ruft Judas uns dazu auf, den Glauben mit Eifer und Leidenschaft zu verteidigen, aber immer mit Liebe und Freundlichkeit (Judas 3).

 

Der Evangeliumsbericht beschreibt die Ankunft Jesu in der Welt als das Kommen des Lichtes (Joh 1,1-9). Er ist das Licht, das aufstrahlt in einer dunklen, bösen und innerlich zerbrochenen Welt. Seine Worte, Taten und Sein Leiden machen den Weg für die Nationen frei für die Umkehr zu Gott. Wie wunderbar ist es zu wissen, dass jede Nation auf Erden im Lichte Jesu „eingetaucht“ wurde. Unlängst bei der christlichen Feier des Laubhüttenfestes kamen rund 7000 Christen aus fast 100 Nationen nach Jerusalem. Sie kamen von nah und fern, einige unter ihnen sogar aus den entferntesten Regionen der Erde. Dies war nur darum möglich, weil das Licht Jesu auf sie gefallen war.

 

„Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.“ 1 Thess 5,4-5

In unserer heutigen Zeit ist die jüdisch-christliche Zivilisation von innen und von außen bedroht.