Die Schätze der unsichtbaren Welt


Hallo zäme

Im Zug war eine Frau, die hatte kein Billet und kam in eine Kontrolle. Sie musste 180 Franken Strafe zahlen und bekam einen Bussenzettel.
Ich hatte den dringenden Bedarf, der Frau zu helfen, in dem ich den Betrag bezahlte. Doch erst als ich mein Portmonnaie herauskramen wollte, fiel mir ein, dass ich ja gar kein Geld habe. Schon gar nicht soviel!

Etwas skuril ist die Geschichte ja schon: Da mache ich mir monatelang Sorgen um meine finanzielle Lage - und dann passiert mir heute das!

Ich gebe der Frau etwas von meinem Reichtum, denn sie hat fast nichts und braucht es doch so dringend! Ich hingegen habe soviel Gold angehäuft, wie ich nie im Leben ausgeben könnte. Für die Frau ist es viel - für mich fast nichts!

Ich muss, wie gesagt, schauen, dass das Geld reicht. Nicht selten staune ich, dass der Monat vor dem Geld fertig ist. Von gut gefüllten Schatzkammern keine Spur!

Doch anscheinend habe ich in meinem depressiven Alltagstrott etwas übersehen: Die Schätze in der unsichtbaren Welt. Denn mit jedem Franken, den wir einem Hilfswerk, Bedürftigen oder der Kirche spenden, wächst unser Guthaben in der unsichbaren Welt. Und zwar nicht bloss nominal, das heisst pro Franken eins zu eins, sondern wertmässig, das heisst danach, wieviel Mühe es dich kostet. Gibst du eine hondvoll von deinem Überfluss oder gibst du einen Teil dessen, was du zum Überleben brauchst?

In Gottes Reich läuft manches anders, als hier auf der Erde. Deshalb möchte ich dich ermuntern: Gebe alles! Mach keine halben Sachen! Denn in Gottes Reich gilt das Muster von Saat und Ernte (geben um zu bekommen) und nicht das des Kapitalismus (kaufen um zu verkaufen). Selbst beim Schreiben dieses Textes muss ich mir dies Sagen lassen: Wenn du nicht bereit bist zu geben, wirst du nie bekommen! Vergiss das nicht, denn es ist einer der Grundsätze von Gottes Logik!

gesegnet grüsst

ruisland