Die Herrlichkeit des Herrn Jesus


Die Herrlichkeit des Herrn Jesus

An diesem Kreuz wurde der Sohn des Menschen verherrlicht (Joh. 13,31).

Da wurde das Opfer in seine Stücke zerlegt, die Quellen seiner moralischen Natur wurden offengelegt und nichts als unendliche Vollkommenheit wurde ans Licht gebracht.

Es gab nicht einen Pulsschlag Seines moralischen Wesens, der nicht für den geschlagen hätte, der Ihn gesandt hatte.

In Ihm wurde keine selbstsüchtige Überlegung gefunden oder ein Einschätzen der Dinge, in der Weise, wie sie Ihn Selbst berührten.

Bei Ihm wurde alles in Beziehung zu Gott betrachtet. Das Werk, das Ihm zu tun gegeben war, führte Er ohne Murren aus.

Bei Ihm wurde kein Fragen und Diskutieren gefunden: "aber auf dass die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater geboten hat" (Joh. 14,31).

Anbetungswürdiger, vollkommener Meister und Herr.

Bevor Er den Platz eines Knechtes einnahm, bevor ein Leib für Ihn bereitet wurde, wusste Er, was alles damit in Verbindung stehen würde.

Er verstand voll das furchtbare Gewicht des Gerichtes, das Er Sich Selbst auflegte, bevor Er überhaupt in Gleichgestalt der Menschen gesandt wurde.

Er war sich wohl bewusst, dass, wenn Er Knechtsgestalt annehmen würde, es auch bedeuten würde, dass Er jedem Gebot, welches Er bekäme, ohne zu fragen gehorchen müsste.

Aber koste es, was es wolle, der Wille Gottes musste getan werden, und dafür stellte Er Sich bereit, "welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze" (Phil. 2,6-8).

Wie hell erstrahlt die moralische Herrlichkeit und Schönheit des Herrn Jesus inmitten der Finsternis von Golgatha

Erinnert Euch dass Er, der dort hing, verraten, verleugnet, verlassen, umgeben von einer gesetzlosen Welt, die beeinflusst wurde von der Macht der Finsternis, verspottet, geschmäht und vor allem verlassen von Gott, hier absolut allein ist. Und in dieser Stunde, als Er absolut allein war, hob Er die Pfeiler des moralischen Universums in göttlicher Macht auf und legte eine Grundlage, auf welche diese gestellt werden konnten, in einer solchen Weise, dass niemals mehr irgendein Feind Gottes die Möglichkeit hat, dieses zu erschüttern.