Die Ehre und Herrlichkeit des Sohnes


Die Ehre und Herrlichkeit des Sohnes

 In 2.Petrus 1,17 spricht Petrus vom Berg der Verklärung in Matthäus 17. Es ist viele Jahre her und Petrus sagt, dass Jesus auf dem Berg vom Vater Ehre und Herrlichkeit empfing. Wann empfing Jesus vom Vater Ehre und Herrlichkeit? Als die Stimme aus dem Himmel im Grunde nichts anderes zu ihm sagte als: Ich liebe dich, Ich liebe dich, Ich liebe dich! Diese Ehre bereitete den Menschen Jesus für die Kreuzigung vor. Gott bereitete Jesus in Seiner menschlichen Schwachheit für die Kreuzigung vor, indem Er Ihm dessen Ehre und Herrlichkeit offenbarte. Auf diese Weise sättigt Gott auch unser Herz und stärkt uns in Zeiten der Versuchung und Trübsal – indem Er uns verrät, wie wir in Seinen Augen aussehen. Wenn Gott jemanden von einer Sucht frei setzen möchte, dann sagt Er ihm, wie toll er ist!

 Um dein Selbstwertgefühl aufzubauen, wählt Gott nur einen Weg: Er, der Gott der Liebe, begegnet dir an dem verborgenen Ort deines Lebens, wo Er Sein brennendes Herz und Sein Wohlgefallen über dich offenbart und dir deine Bestimmung als ewiger Partner von Jesus Christus zeigt. Ich könnte in den nächsten Monaten meine Arbeit im Reich Gottes verlieren oder aber Millionen von Menschen erreichen und es hätte keine Auswirkungen auf meine eigentliche Größe vor Gott, die ich habe, wenn ich vor Ihm stehe.

Gott sieht nicht auf die Größe der Menschenmenge bzw. wie viele zugehört oder nicht zugehört haben. Er sieht darauf, ob ich Ja zu Seiner Liebe gesagt habe und Ihn wiederliebe. Wenn ich vor Gott stehe, fragt Er mich nicht danach, wie groß die Konferenzen waren. Er fragt mich nicht danach, wie gut ich gepredigt habe oder ob meine Bücher gut sind. Er fragt uns nach der Liebe. Er sagt: „Ich habe dich geliebt. Hast du es empfangen? Hast du mir in Liebe geantwortet?" Liebe ist die einzige Währung, die wir in die ewige Stadt mitnehmen werden. Wir sind geliebt und lieben. Deshalb sind wir hochgradig erfolgreich.

 Was bist du in erster Linie: ein Arbeiter oder ein Liebender?

 Viele Christen brennen auf dem Feld der Evangelisation schnell aus, weil sie sich in den Dienst stürzen ohne zuvor in sich selbst die Grundlage einer Liebesbeziehung mit Gott zu legen. Entmutigung, Verzweiflung, Langeweile und Frustration sind unausweichlich wenn wir nicht begreifen, dass wir zuallererst dazu berufen sind, Geliebte zu sein.

 Ja, es ist wahr, dass Gott uns dazu berufen hat, Arbeiter in seinem Weinberg zu sein. Ja, wir sind dazu berufen, Diener zu sein. Wir sind dazu berufen, die Unannehmlichkeiten auszuhalten, die der fürsorgliche Umgang mit anderen Menschen mit sich bringt. Aber wir müssen auch bedenken, dass solche Dienstleistungen aus dem ersten Gebot überfließen und so Teil des zweiten Gebotes sind. (siehe Matthäus 22,37).

 Was passiert, wenn wir zuallererst Arbeiter sein wollen oder Kämpfer für die Wahrheiten unseres jeweiligen religiösen Systems? Was passiert, wenn wir zuallererst Schüler sein oder andere zu Jüngern machen wollen? Was passiert, wenn unsere vorrangige Priorität die Erfüllung des Missionsbefehls ist, nämlich in alle Welt zu gehen und aller Kreatur das Evangelium zu predigen? (siehe Markus 16,15)

Verheerende Dinge passieren, wenn wir in unserem Leben den Missionsbefehl und den Dienst am Menschen an erster Stelle setzen. Das erste was passiert ist der Burnout.

 Wenn wir zuallererst Liebende sind, wenn das erste Gebot zuerst kommt, werden unser Opfer und unsere Mühe belohnt. Es ist eine doppelte Belohnung: (1) Der Heilige Geist vermittelt uns, dass Gott uns liebt. (2) Wir werden zu einem Gefäß, durch das die Liebe des Vaters für Jesus zu Ihm zurückfließt. Dieser zweifache Lohn hält uns bei Kräften, und so umgehen wir das viele Ausbrennen, das heute so verbreitet ist.

 Gott hat uns so gemacht, dass wir Liebe empfangen und Gefäße sein können, durch die Seine Gefühle zu Ihm zurück fließen. Es fühlt sich einfach gut an, wenn wir Seine Liebe in unseren Momenten der Schwachheit und Not spüren. In solchen Zeiten können wir die Freude, die der Vater an Jesus hat, und Seine Gefühle für Ihn durch unsere Herzen zurück zu Gott pulsieren lassen.

 Der Lohn für unsere Mühen ist, dass wir es allmählich genießen, wenn das Hauptaugenmerk in unserem Leben der Sorge gilt, Liebende zu sein. Es ist eine unvergleichliche Freude. Aber wir leiden sehr, wenn wir in erster Linie Arbeiter sind. Wenn solche Arbeiter schlecht behandelt werden, wenn sich die Salbung Gottes nicht so zeigt, wie sie es wollen, oder wenn die Umstände sie enttäuschen, haben sie nichts, worauf sie zurückgreifen können – außer das Warten auf den Himmel. Ein solcher Druck führt gewöhnlich zum Burnout.

 Aber für Liebende kommt etwas ganz anderes dabei heraus. Wenn ich zuallererst liebe und nun Angriffe von anderen Menschen erlebe, wenn ich untergraben werde, wenn nichts klappt oder wenn sich Enttäuschung breit macht während ich mich für das Evangelium einsetze, kann ich jederzeit an den verborgenen Ort zurück laufen. Ich habe immer noch einen geheimen Ort der Freude, wo ich in das Wissen eintauche, dass Gott mich liebt. Dort vermittelt mir Gott ein kleines bisschen von der Liebe, die der Vater für Seinen Sohn hat. Das ist wahre geistliche Freude.

  Gott hält viele Freuden für die Gläubigen bereit. Körperliche, emotionale und intellektuelle Freuden, die Er für uns eingerichtet hat. Aber kein Vergnügen ist so intensiv wie die Freude, die aufkommt, wenn sich Gott selbst dem menschlichen Geist mitteilt. In den seltenen Momenten, in denen Gott mir Seine leidenschaftliche Liebe vermittelt, die Er für mich hat, erlebe ich, was Leben wirklich ist. Es ist Leben in seiner besten Form.

Tief in diesen zarten Augenblicken mit Gott wird das Leben und die geistliche Vitalität wieder aufgefüllt. Natürlich machen wir die Erfahrung, dass wir in diesem Leben nicht ununterbrochen die Liebe Gottes spüren. Solche dramatischen Berührungen mit Gottes Gegenwart neigen dazu, wieder abzunehmen. Erst im Himmel werden wir uns an einem beständigen Freudentaumel in Seiner Gegenwart erfreuen. Aber jetzt sage ich mir und Gott in meinen zärtlichen Augenblicken mit Ihm: „Doch, ich mag das Leben. Das Leben ist schön!"

 Da Gott Seine Liebe in mich ausgießt, fließt durch mich dieselbe Liebe zu Ihm zurück. Da ich Ihn wieder liebe, offenbaren sich mir Seine Schönheit und Seine Gefühle in größerem Maße, und dieser Kreislauf nimmt immer mehr an Reichtum zu. Wie jeder andere auch, bin ich ein ganz normaler Mensch, gerettet und durch Gnade gehalten. Ich erlebe Zeiten in geistlicher Freude um danach durch Trockenperioden und Langeweile zu gehen, in denen ich mal wütend, mal froh, mal traurig bin und alle anderen menschlichen Gefühle habe.

 Aber wir brennen aus, wenn wir nicht die Freuden eines christlichen Lebens erfahren, das auf der Liebesbeziehung mit Gott gegründet ist. Ich möchte hier vorsichtig sein, um die Intensität einer solchen Begegnung mit dem Heiligen Geist nicht aufzubauschen. Denn ich will dich nicht dazu ermutigen, nach einer speziellen Erfahrung zu streben anstatt Gott selbst zu suchen und Ihm zu erlauben, sich dir ganz individuell zu offenbaren. Das ist wichtig, denn wenn wir uns um unrealistische geistliche Erwartungen drehen, kann das dazu führen, dass sich Gefühle der Verdammnis einstellen. Wir sind entmutigt und beginnen zu zweifeln, ob Gott uns überhaupt liebt.

 Aber sich– ein kleines bisschen – geliebt zu fühlen und – ein kleines bisschen – Liebe für Gott zu empfinden hat eine dramatisch kraftvolle Auswirkung auf den menschlichen Geist. Ich schreie diese Botschaft nicht heraus, weil ich gerne ein vornehmer Soldat Gottes bin. Aber ich habe mich darauf festgelegt, die Botschaft weiter zu sagen, laut davon zu sprechen, dass wir das 1.Gebot an erster Stelle setzen müssen, weil ich eine Realität erlebt habe, die auch der Leib Christi erreichen kann. Doch müssen wir unsere Seele neu ausrichten. Erst wenn wir die Dinge an erster Stelle setzen, die an erster Stelle gehören, begreifen wir, was für eine erstaunliche geistliche Freude in einer Liebesbeziehung mit Christus steckt.

 Durch die Liebe leben

Seine Umarmungen haben bleibende Kraft in unserem Leben. Selbst die Erinnerung an Seine früheren Umarmungen hält mich aufrecht, wenn ich mal wochen- oder monatelang ohne eine frische Begegnung mit Seiner Liebe bin. In den Dürreperioden, wenn sich die Himmel wie Blech anfühlen, denke ich an die Zeiten, als ich Seine Umarmung gespürt habe. Der Gedanke an die Schönheit und Freude früherer Intimität mit Jesus hilft mir, weiter zu machen. Zugegeben, ich mag die Dürreperioden nicht und ich wehre mich gegen sie. Aber nach einer Weile merke ich, dass sie mir beim Wachsen behilflich sein können. Ich erkenne, dass Gott die Trockenheit benutzt, um mich für die Zukunft zu stärken. In Seiner Liebe und Seinem zärtlichen Erbarmen hat Gott mir gezeigt, dass ich sowohl Seine Umarmung brauche als auch Zeiten der Dürre. Ich brauche beides um die richtige Reife zu bekommen.

 Dein Leben mit Christus wird revolutioniert, wenn du durch die Liebe lebst und in den Armen Gottes Kraft findest. Denn Menschen, die verliebt sind, geben weniger schnell auf als Menschen, die nicht verliebt sind. Wenn ein Mensch verliebt ist, ist er einfach weit davon entfernt, schnell aufzugeben. Die Liebe gibt uns Halt und Kraft, wenn wir in die Versuchung geraten, alles fahren zu lassen. Bist du in erster Linie ein Liebender oder ein Arbeiter? Der große Unterschied zur Welt hängt davon ab, wie du dein Leben nach diesen beiden Geboten ausrichtest. Lieben hilft gegen Versuchungen

Gott lieben wirkt nicht nur dem Burnout entgegen, sondern ist auch gut gegen Versuchungen. Das ist deshalb so, weil erfüllte Menschen weniger sündigen. Viele der Sünden im Leib Christi sind eine falsche Reaktion auf Schmerz, Furcht und den Wunsch nach Trost. Die Menschen nehmen sich die Sünde als Stützpfeiler, um in schmerzvollen Zeiten durchzukommen. Aber sie ist ein falscher Trost. Viele sündigen, weil sie sich geschlagen und von Gott und den Menschen verlassen fühlen. Obwohl sie nicht wirklich verlassen sind, fühlen sie sich so. Also suchen sie schnellen Trost in gesellschaftlicher Stellung, finanziellem Gewinn oder falschen Sexualpraktiken. Obwohl auch geistlich erfüllte Menschen nicht ohne Sünde sind, sündigen sie weniger. Lieben hilft bei Streit

Glückliche Menschen kämpfen weniger. Ablehnung und Kritik treffen mich genauso hart wie jeden anderen auch. Sogar wenn andere Gläubige gemeine Sachen über mich sagen, die nicht stimmen, macht mir das was aus. Diese Angriffe kommen von Menschen, die mir nahe stehen und ebenso von Menschen, die ich nicht mal getroffen habe.

 Ich reagiere nicht immer konstruktiv darauf, nicht einmal, wenn ich gerade eine Zeit habe, in der ich die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist spüre. Aber wenn ich schon ein bisschen von dem Glück in den Armen Gottes habe, kämpfe ich viel weniger gegen Menschen! Das erinnert mich daran, wie es bei mir war, als ich meiner Frau zum ersten Mal begegnete. Ich war so liebeskrank und vernarrt in sie, dass, wenn mir irgendein Kerl das Auto gestohlen hätte, ich zu ihm gesagt hätte: „Du kannst mein Auto ruhig haben. Und hier, willst du nicht auch noch gleich meinen Geldbeutel?" Zufriedene Menschen kämpfen einfach weniger.

 Solange das erste Gebot nicht dort ist, wo es sein soll, nämlich an erster Stelle, wird der Leib Christi einfach nicht richtig funktionieren. Es ist einfach unerlässlich für seine Gesundheit. Ich schätze Leute, die ihre Tatkraft in erste Linie aus dem Missionsbefehl und aus Beziehungen schöpfen. Aber ich weiß auch, dass sie ausbrennen, in Versuchung geraten und in Streitereien verwickelt werden, wenn ihre Liebesbeziehung zu Gott nicht den ersten Platz einnimmt. Von der Liebe angetrieben

Der Apostel Paulus sagt: „Die Liebe Christi nötigt uns" (2.Kor 5,14). Das Wort „nötigen" bedeutet „fest ergreifen". Die Liebe Christi , die in ihm und durch ihn wirkte, motivierte ihn. Gottes Liebe wurde zur treibenden Kraft bei allem, was er tat. Sie ist die Macht eines gottesfürchtigen Lebens schlechthin. Ich ermutige die Menschen dazu, sich darauf zu konzentrieren, mehr Freude an Gott zu haben statt mühsam zu versuchen, Sünde zu besiegen.

Viele Menschen treibt die Furcht an anstatt die Liebe zu Gott. Oft entdecke ich bei vielen meiner Freunde Furcht. Von Zeit zu Zeit bemerke ich sie auch in meinem eigenen Herzen. Wenn die Angst kommt, müssen wir reagieren und uns in das erste Gebot hineinwerfen. Ich werde beständiger im zweiten Gebot und im Missionsbefehl, wenn das erste Gebot den ersten Platz in meinem Leben einnimmt. Dessen Wunder, Freiheit, Kraft und Freude ist für jeden Christen greifbar nahe, weil es das Werk des Heiligen Geistes im Geist des Menschen ist.