Der Ruf nach innen
"Komm heim, lebe nicht in der Zerstreuung, komm heim zu dir, zu mir in dir". Diesen Ruf erhielt ich vor 10 Jahren von Gott (nun, nicht hörbar, aber doch eindrücklich). Es vergingen aber nochmals einige Jahre, bis ich erfasste, wie heilsam dieser Ruf ist, wenn ich ihm folge.
Als Hochsensible Person, die ich aber gleichzeitig dynamisch und vielseitig interessiert bin, habe ich immer mehrere Eisen im Feuer gehabt, ich führte ein enorm aktives Leben. Doch immer plagten mich Schlafstörungen und vegetative Symptome. Erst durch die Auseinandersetzung damit (dank einem Hinweis eines Coachs), dass ich "hochsensibel" sein könnte, nicht krank, nein, aber mit einem speziellen Sensorium ausgestattet, verstand ich, was Gott meinte.
Nun habe ich sukzessive gelernt, immer mehr innen anstatt aussen zu leben - besser: innen aufzutanken, um aussen nicht zu sehr strapaziert zu werden. Als Hochsensible haben wir ein reiches Innenleben (das haben andere auch, aber nicht so vielschichtig), wir nehme Dinge differenzierter wahr, auch "Unsichtbares", und so brauchen wir dementsprechend mehr Zeit, solche Eindrücke zu verarbeiten. Dieser Weg nach innen hat mich zur Entdeckung meiner inneren Schatztruhe geführt. Und ich habe zu einem Lebensstil gefunden, wo ich nicht mehr getrieben bin, wo ich Ja sagen kann, dass ich einen Slow Down eingeschaltet habe: meiner Sensibilität zu liebe, die so auch für andere wieder zu einem Geschenk geworden ist.
Fühlst du dich angesprochen? Da drinnen, in dir, wartet ganz vieles darauf, begegnet, umarmt zu werden, versorgt, behütet - um dann als Reichtum auch weiter gegeben zu werden. Aber nicht, indem du dich (wieder) "veräusserst", nein, indem du immer wieder "innen" die Kraft holst, im Gespräch mit der Schatztruhe, im Gespräch mit Seinem Geist, der in dir wohnt.
Sommerbrise wünscht dir eine wunderschöne Entdeckungsreise nach innen
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