Das Schwert des Geistes
„... das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes“
(Epheser 6,17)
Die Kraft des Wortes
Beten allein reicht nicht, um eine geistlich tote Gemeinde neu zu beleben. Es braucht die Kraft des Wortes, getränkt mit dem Leben des Heiligen Geistes. Das Leben kommt vom lebendigen Wort. Alles, was wir tun können und sollen, ist das Wort zu predigen. Gott um sein Wirken zu bitten, ist gut; ihn aber darum zu bitten, das zu tun, was wir selbst tun sollten, ist wertlos. Wir können seinen Geist nicht irgendwohin senden. Er bewegt sich mit uns und er ist dort, wo auch wir sind. Wir können Gott nicht darum bitten, Seelen zu retten und Menschen zu segnen, um anschließend nur untätig darauf zu warten, dass etwas geschieht. Er sendet uns mit dem Wort und der Heilige Geist erwartet uns. Es ist unser Vorrecht, für ihn zu arbeiten und Seelen für ihn zu gewinnen. Jeder, der sich für diese Aufgabe zu schwach fühlt, darf Gottes Wort als seine Kraft und Stärke in Anspruch nehmen. Es gilt, zwei wichtige Dinge zu beachten: Heilig-Geist-Versammlungen ohne das Wort sind menschliche Zusammenkünfte und Gebet ist kein Ersatz für das Wort.
Charismatische Treffen mögen auf den Heiligen Geist ausgerichtet sein. Wir können das kaum ausschließen, doch eine Gemeinde kann solch spektakulären Aktionen wie Handauflegung, Weissagungen, Zeichen und Wundern, Dämonenaustreibungen und anderen sichtbaren Beweisen eines Lebens in Christus völlig hingegeben sein. Die wahre christliche Gemeinde aber schart sich um Jesus, am Fuß seines Kreuzes. Der Heilige Geist ist untrennbar mit ihm, diesem Jesus, verbunden, um ihn zu lieben und ihn nicht nur wegen dramatischer und gefühlvoller Effekte zu suchen. Manche versuchen in „Heilig-Geist-Versammlungen“ Kraft zu erzeugen, als ob ein Wunder den Gipfel des Segens darstelle. Unser höchstes Ziel sollte es aber sein, den Namen Jesus emporzuheben und zu verherrlichen. Das ist der Ort, den der Heilige Geist besonders liebt. Jesus ist unser Lied, der Grund unserer Zusammenkünfte, und da, wo er ist, ist auch der Heilige Geist. Wir sind nicht nur Heilig-Geist-Menschen, sondern Christen, Jesus-Leute, und der Heilige Geist naht sich uns mit Jesus und inspiriert unsere Liebe und Anbetung für ihn.
Der Heilige Geist verherrlicht Jesus
Den Heiligen Geist vor das Wort zu stellen, ist der verkehrte Weg. Der Heilige Geist folgt dem Wort. Um die Gegenwart des Heiligen Geistes zu erlangen, ist das Wort notwendig. Der Heilige Geist befasst sich in erster Linie mit Jesus: „Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden“ (Johannes 16,14). Er überbringt also keine Botschaft von sich selbst, sondern nur von Jesus, denn Jesus ist das Wort und der Heilige Geist folgt dem Wort. Der Wille des Vaters ist geschrieben, vom Sohn, dem Wort, gesprochen und vom Heiligen Geist ausgeführt. Auf irgendeine andere Weise bringen wir nichts zustande.
Die Bibel ist voll von dieser Wahrheit. Beispielsweise sprach Gott im Alten Testament am Sinai. Sie hörten seine Stimme, und der Geist Gottes ruhte auf Mose und den Ältesten. Im Neuen Testament sprach Jesus das Wort, und der Heilige Geist heilte die Kranken. Jesus sagte, dass der Vater die Werke tat. Von ihm ging der Wille aus, was getan werden sollte, Jesus sprach und der Heilige Geist machte sich an die Arbeit und vollbrachte die Wunder. „Gott hat Jesus von Nazareth gesalbt mit heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm“ (Apostelgeschichte 10,38).
Der Heilige Geist segnet das Wort
Unser Evangeliumszeugnis richtet sich nach dem Wort. Der Heilige Geist segnet das Wort, wenn es gesprochen wird. Es zieht die Kraft des Heiligen Geistes an. Deshalb ist das Evangelium die Kraft Gottes. Das Evangelium ist gesprochen. Das Wort „Evangelium“ bedeutet „gute Nachricht“, aber nur, wenn es gesprochen wird. Das Evangelium sind nicht nur Worte in einem Buch, das im Bücherregal liegt, sondern es sind kraftvolle Worte in unserem Mund. Wenn sie ausgesprochen werden, tragen sie Gottes Kraft.
Die Bibel bezeugt sich selber. Sie erklärt sich zum Wort Gottes, doch ihr Anspruch ist überprüfbar. Wenn das Wort und der Geist zusammentreffen, ist es beeindruckend. Psalm 119 ist eine große Auslegung über das Wort Gottes. Verschiedene Verse enthalten Aussagen, die zur Überprüfung herausfordern. Zum Beispiel Vers 50: „Das ist mein Trost im Elend:
Deine Verheißung spendet mir Leben“ und Vers 93: „Nie will ich deine Befehle vergessen; denn durch sie schenkst du mir Leben.“ „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es gibt Kraft und Leben“ (Psalm 19,8). Über 2000 Jahre wurden diese Aussagen geprüft und haben sich als wahr erwiesen.
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