Chrischona-Konferenz: Eine Vision, die das Herz trifft und Sehnsucht weckt

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Referent Dr. Dominik Klenk.

„Hier hat Gott etwas für uns vorbereitet“: Mit dieser Aussage eines Teilnehmers lässt sich zusammenfassen, was auf der Schulungs- und Strategiekonferenz (SSK) auf der St. Chrischona erlebt wurde. An sechs Tagen trafen sich 250 Prediger der Pilgermission aus Deutschland, der Schweiz und Frankreichs auf dem Berg in Bettingen bei Basel.

„Salz und Licht – wie werden wir als Gemeinden und Werk den Menschen unserer Zeit in den nächsten Jahrzehnten wirksam dienen?“ Das war die zentrale Frage, der in Vorträgen sowie in „open space“-Veranstaltungen nachgegangen wurde.

Neue Wasserquellen finden

Voraussetzung dafür, Salz zu sein und Salz zu bleiben ist es, im Geheimnis des Empfangens zu leben. Ein Kamel nimmt in 10 Minuten über 100 Liter Wasser zu sich, kann damit wochenlang in der Wüste unterwegs sein und dabei gewaltige Lasten tragen. „Wir sind anders“, so Referent Dominik Klenk von der Offensive Junger Christen (OJC). Wir müssen jeden Tag neu die Wasserquelle finden. Das Sein vor Gott, nicht das Tun für ihn entscheide über
unser Leben.

Das andere Geheimnis liege darin, Gemeinschaft zu leben. Dafür brauche es ein dynamisches, fruchtbares und schöpferisches Wechselspiel: Aktion und als dessen Gegenüber Kontemplation, Konspiration (Miteinander atmen) und Rekreation. (Ausspannen, zur Ruhe kommen) Im Überprüfen dessen, ob das wirklich so praktiziert, das Leben als ein Ganzer geführt würde, müssten Berufschristen oft bekennen, dass besonders im Raum des leistungsorientierten Protestantismus die Rekreation verloren geht. So bedauert Klaus Bockmühl, viele Jahre Dozent auf der St. Chrischona wenige Wochen vor seinem Tod selbstkritisch, um den Preis eines Ehrentitels ein „Arbeitswütiger im Reich Gottes“ gewesen zu sein.

Orte der Stille und Ruhe

Als christliche Gemeinschaft könne man keine christliche Kulturrevolution einleiten, wohl aber eine Kultur des Empfangens und der Erwartung pflegen. Es gelte, diese zu gestalten, Gefässe zu bilden für gemeinsame Zeiten zwischen Orten der Stille und Ruhe, die andere wiederum anziehend finden.

Dies um so mehr, als es dem Zeitgeist ja im Kern darum ginge, all dies zu dekonstruieren: Identität, Gemeinschaft, Kultur. Diesem setzt Markus Müller Direktor der PM, die Idee christlicher Gemeinschaft als „Kulturwerkstätte des Lebens“ gegenüber.

Bei der Vision dabei sein

Bei einer Retraite, ganz ohne Tagesordnung, wurde dem Leitungskreis der Pilgermission Jesaja 61 und 1. Petrus 2 als Grundlage für eine Visionsentwicklung des Werkes zentral deutlich. Von Markus Züger, Coach und Unternehmensberater dialogisch geführt, wurden diese in "open space"-Sitzungen in kleinen Gruppen reflektiert und auf Werk und Gemeinde heruntergebrochen. Der letzte Tag, an dem Ergebnisse der SSK zusammengetragen, auf Flippcharts zu lesen waren oder in grossem Plenum voreinander formuliert wurden, kulminierte zum Highlight des „Miteinander-Atmens“. „Ich will bei dieser Vision dabei sein!“ „Der Geist des Herrn liegt auf uns!“, wurde begeistert formuliert. Jemand meinte: „Nun kann ich mit Stolz sagen: Ich bin ein Chrischona Prediger.“ Andere kommentierten mutig: „Das Feuer beginnt neu in mir zu brennen!“ „Und Salz wird nicht besser durch Lagerung. Alles, was im Lager liegt, bringt keinen Gewinn. Die Ware muss raus!“ lautete ein Impuls von Frieder Werner bei der Eröffnungsveranstaltung zur SSK.

„Dass Gott uns in diesen Tagen eine solche Einheit geschenkt hat, ist das Wunder der SSK. Wir stehen an einer Weggabelung,“ so Rainer Geiss, Mitglied des Leitungsteams. Diese Tagung sei wie ein Händedruck Gottes, ihm wüchsen neu Flügel für die Arbeit. René Winkler, Gemeindeleiter Schweiz resümiert, dass er immer gerne alles im Griff habe und nun zum ersten Mal nicht wisse, wie es weitergehe oder was als nächstes passiere: „Ich fühle mich wie ein Erstklässler vor Gott.“ „Diese SSK ist für die Zukunft des Chrischonawerkes sehr entscheidend. Wir sollten Zeiten einplanen, um den Visionstexten und dem Reden Gottes Raum zu geben und um Weisung zu bitten, was wir jetzt als Leitung tun sollten,“ so Direktor Markus Müller.

Quelle: Pilgermission St. Chrischona

Sprache: Deutsch

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