Auf den Spuren des Lebens


ERKENNE DICH SELBST

Ich - ein Bürger zweier Welten

Auf der Suche nach dem Sinn und Zweck meines Lebens auf dieser Erde habe ich versucht, ob ich mit dem Wissen und der Denkfähigkeit meiner selbst eine akzeptable Erklärung finden kann.
Die nachfolgenden Worte sind nicht nach einem bestimmten System ge-ordnet, sondern chronologisch niedergeschrieben (Mai 1983).

Meine persönlichen Erkenntnisse:
Mein Körper mit seinen von mir kaum beschreibbaren Funktionen ist nicht mein eigenes Werk in Bezug auf seine Konstruktion.
Der Körper ist auch kein „Sich-Selbst-Erschaffender“, weil zu seinem Zustandekommen ein befruchtetes Ei erforderlich ist. Ei und Same wiederum stellen eine Ergänzung dar, aus zwei verschiedenen Körpern und Organen kommend.
Diese Körperkonstruktion muss deshalb von einer Wesenheit außerhalb der Materie lebend (Materie, wie wir sie mit unseren fünf Sinnen aufnehmen und erfassen können) entwickelt oder erschaffen worden sein, weil, wenn man alle Lebenszusammenhänge betrachtet, ein Gesetz das andere ergänzt, alles wunderbar aufeinander abgestimmt ist,
sozusagen „automatisch“ abläuft. Betrachtet man den Vorgang des Wachstums eines Lebewesens, so ist jeder willentliche Einfluss des Lebe-wesens auf das Wachstum an sich unmöglich, außer durch Übertretung von Gesetzen (Eingriffe in den natürlichen Ablauf).
Darum kann ein natürliches, materielles Wesen niemals der Konstrukteur seiner selbst sein.
Da es keine Zufälle gibt, sondern nur Gesetzmäßigkeiten und Fügungen in der Natur, ist und bleibt die Entstehung des Menschen auf einen Plan außer-halb der Materie zurückzuführen.
Jede andere Erklärung kann bei tieferem Nachdenken als „unwahr“ erklärt werden, wenn auch als scheinbar richtig.
Dass bei gleichen Voraussetzungen die verschiedensten Wesen existieren, zum Beispiel bei Tieren und Menschen die Geschlechter, ist ein weiterer Be-weis dafür, dass in der Materie selbst keine Substanz zu finden ist, die ein „Wesen“ im Körper erzeugt, konstruiert, zusammensetzen kann, doch alle Organe im Körper wissen, was ihre Aufgabe ist!
Die Vielfalt der Gesetzmäßigkeiten und ihr wunderbares Ineinandergreifen, Aufeinander-abgestimmt-Sein, muss Folge sein von Gedanken uns nicht be-kannter, nicht materieller, unsichtbarer Wesenheiten, denn wir Menschen kennen ja nicht die feinen Lebensabläufe im Menschen.
Würde man einen jungen Menschen ganz früh isolieren, ihn nur ernähren, ihm aber keine Sprache, Bewegung, Singen, Lachen, Weinen, Handarbeiten und so weiter vermitteln, so glaube ich, würde dieses Wesen zu keinen „ver-nünftigen“ Handlungen fähig sein; ein weiterer Beweis dafür, dass die Materie an sich kein Wissen übermitteln kann, das das Wesen zu bestimmten Ver-halten anregt. Der Mensch bedarf also der Wissens- und Verhaltensmitteilung, der Lehre, des Lernens.

Wo hat der erste Mensch all diese Fähigkeiten vermittelt bekommen und von wem?
Wurden gleichzeitig zwei erwachsene Menschen erschaffen, die mit all diesen Fähigkeiten ausgerüstet waren?
Wurden Kinder in diese Welt „gesetzt“? Und wer hätte diese Kinder geboren?
(Klar ist, dass die Materie an sich nicht Ursache dieser menschlichen Wesens-Schöpfung ist).

Bei diesen nur wenigen Fragen treffen wir im irdischen Bereich auf keine wahren und klaren Antworten.
Die Antworten können demnach nur in einem „jenseitigen“ Bereich des Irdi-schen liegen.
Die Vermittlung von derartigem Wissen konnte nur von „geistiger“ Seite kommen (die „geistige Seite“ so genannt, da „Geist“ das Gegenteil von materieller Seinsform ist).
Auf jeden Fall muss eine derartige Vermittlungsverbindung bestanden haben.
Da sich nur im geistigen Bereich (im Wesen) Gleiches mit Gleichem oder Ähnliches mit Ähnlichem verbinden kann, müssen die „Jenseitigen“ ebenfalls die gleichen „Werkzeuge“ haben wie wir (Organe, Sinne, Körperform), sonst wäre eine Verständigung nicht möglich.
Somit kann auch daraus geschlossen werden, dass ähnliche Lebensgrund-lagen (wie bei uns die Natur) auch dort vorhanden sein müssen (jedoch für uns nicht wahrnehmbar).
Da uns jedoch neue Schöpfungen in der Natur nicht mehr begegnen, sondern immer mehr Arten des Lebens aussterben, müssen wir Menschen einen so genannten „Schöpfungsabschluss“ darstellen.
Wiederum taucht in aller Deutlichkeit in unserem Inneren der geniale Plan eines weisen „Schöpfers“ auf.
Das Wachstum und Gedeihen der Pflanzen und Tiere verläuft nach einem bestimmten Plan ab. Diese Arten sind so gut wie „fertig“, sie scheinen alles zu „wissen“, was sie für ihre Existenz benötigen.

Warum weiß der Mensch eigentlich so wenig über sich selbst?
Warum ist er dennoch in der Lage, Neues sofort zu lernen?

Ein großer Unterschied liegt in der organischen Komplexität des Menschen und seiner Willensfreiheit (die gesellschaftlich eingeschränkt werden muss) gegenüber Pflanzen und Tieren.
Der Mensch kann Lehre und Lernen ausschlagen und wie die Tiere leben.
Ein Tier oder eine Pflanze kann sich nicht auf die Stufe des Menschen er-heben. Das heißt also: Wo keine Willensfreiheit und Willensbetätigungs-möglichkeiten vorliegen, muss ein vollkommenes geistiges Gesetz die Lebensäußerungen bei Pflanzen und Tieren steuern, und das ist bei jeder Pflanze und bei jedem Tier verschieden.
Somit muss auch jede Pflanze und jedes Tier nach einem bestimmten Einzel-plan erschaffen worden sein!
Demnach müssten, die Erde betreffend, in der jenseitigen, hoch entwickelten Welt viele Planer am Werke sein.
Da es das männliche und weibliche Prinzip bei uns gibt, muss es dieses auch „Drüben“ geben, da mein Ursprung auch nur in der jenseitigen Welt liegen kann (und der jedes anderen Menschen ebenfalls)!
Da Empfindungen, Wahrnehmungsfähigkeiten, Ausdrucksformen, Intelligenz-stufen, Formen, Farben, Rassen, Tugenden bei jedem Menschen ver-schiedenartig sind, da heißt sich auf seine Persönlichkeit beziehen, ihn gar „ausmachen“, kann unmöglich die Materie, der wir im Irdischen „unterworfen“ sind, Ursache sein, denn sie kann keine geistige Qualitäten aufweisen (denn Gleiches kann nur Gleiches zur Folge haben). Tugenden und Untugenden lassen sich wissenschaftlich nicht in der Materie nachweisen!
Wenn ich als Schreiber dieser Worte aber der „Unsichtbare“, „nicht Nachweis-bare“ bin, jedoch als Materieform hier existiere und selbst behaupte: „Die Materie bin ‚Ich’ nicht!“, dann muss ich wohl oder übel anerkennen, dass ich in Wirklichkeit ein Wesen bin wie die Wesen, die auch die Pläne für mich ent-worfen haben! Dann bestehe ich in Wirklichkeit aus der gleichen „Geist-materie“ wie sie, also einer mir nicht „greifbaren“, da nicht „grobmateriellen“.
Mit materiellen Messmitteln kann man den Geist nicht nachweisen (obschon solche Mittel meines Wissens existieren sollen, mit denen man Geistes-äußerungen messen und aufzeichnen kann).
Da aber die Materie Mittel zum Zweck, also Werkzeug des menschlichen Wesens ist, sind alle Äußerungen seines Wesens einem Spiegel gleich, der Ausdruck oder Wert des im Körper existierenden Geistwesens.
Wenn also eine Verbindung des Geistes mit der Materie aufgrund von Gesetzmäßigkeiten möglich ist (Zeugung, Geburt), so muss auch eine Ver-bindung meines Geistes mit einem Geistwesen aus der jenseitigen Welt mög-lich sein, oder umgekehrt, denn sonst hätten die ersten Menschen keine „Lehre“ erhalten können.
Die ersten Menschen mussten also ein „Vorbild“ haben, was ihnen alles vor-gemacht hat, denn wie sonst hätten sie „gehen“, „laufen“, „klettern“, „hocken“, „sprechen“, „handwerkern“ erlernen können?
Die individuellen Eigenschaften und Eigenarten der Menschen schließen eine „kollektive Intelligenzgrundlage“ in Form einer materiellen Substanz aus. Wenn auch nach denselben Gesetzen gezeugt, gewachsen, so sind die Individualitäten doch einmalig.
Daraus wiederum die Folgerung, dass jedes Wesen vor seiner irdischen Ge-burt schon geistig existiert haben muss!
„Anziehung“ und „Abstoßung“ der Menschen untereinander hat keine Gesetzmäßigkeit, die auf die Familie, Gemeinschaft, Volk oder Rasse be-grenzt ist. Also kann von einer Vererbung geistiger Eigenschaften keine Rede sein, die Menschen beweisen es an ihren Handlungen.
Damit ist jeder Mensch für seine Handlungen verantwortlich, soweit sie aus ihm selbst entstanden sind = der Mensch selbst die Ursache seiner Handlung ist.
Somit ist jede Handlung Folge eines Denkablaufes - Ausdruck des Wesens. Von einer Wirkung aus kann man durch tieferes Nachdenken auf die Ursache schließen.
Meinen voll funktionsfähigen Körper (Gesundheit vorausgesetzt) kann ich durch meinen Willen, der geistig ist, beeinflussen und somit dient er nur zu Ausführung meines Willens.
Nun sind meinem Gedankenbau keine Grenzen gesetzt, auch meinem Wollen nicht, doch die Materie setzt mir Grenzen in ihrer Leistungsfähigkeit und teil-weisen Unzulänglichkeit (schwere Arbeit, lange Arbeit, Krankheit, Spitzen-leistung, Sport und so weiter).
Hier tritt deutlich die „Zweiheit“ meines „Ichs“ zutage!
Denn der Geist ist von der Materie in seinen theoretischen Möglichkeiten un-abhängig, weiträumiger; die Materie hat also keinen eigenen Willen, sie lebt in ihren vorgegebenen Grundlagen.
Da mein Geist jedoch immateriell ist, muss er seinen Willen auf irgendeine Art und Weise auf die Materie übertragen können, die Möglichkeit oder Schalt-zentrale dafür ist das Gehirn, jedoch ist dieses materiell, muss auch materiell sein, da nur Gleiches auf Gleiches wirken kann.
Der mir „bewusst werdende“ Gedanke ist also ein Ausfluss des Geistes, sozusagen die materialisierte „Sprache“ des Geistes!
Positive Gedanken „beleben“ den Körper (Freude, Mut, Harmonie und so weiter).
Negative Gedanken „fesseln“ den Körper (Hass, Neid, Angst, Depressionen). Somit sind Gedanken Kräfte, Kraftströme, die auf den Körper wirken.
Kraft benötigt jedoch einen Träger, einen Leiter, einen Verbinder vom "Er-zeuger" zum "Verbraucher".
Aus diesem Grunde muss es notwendigerweise ein "Etwas" geben, welches diese Funktion oder Aufgabe übernimmt, da Geist nicht direkt auf die Materie wirken kann (ein Geistwesen außerhalb eines irdischen Körpers kann an materiellen Gegenständen unter normalen Bedingungen keine Spuren hinter-lassen).
Zum anderen muss sich auch der Geistleib mit dem irdischen Körper ver-binden können, um überhaupt "wirken" zu können.
Dieses "Etwas" muss also aus einer Substanz bestehen, welche die geistigen Ausströmungen (geistige Fähigkeiten wie Gedanken, Wille, Mut, Freude, Trauer und so weiter) aufnehmen und auf die Materie des Körpers, das heißt die körperlichen Funktionssysteme übertragen kann.
Dieser Vermittler ist wohl der Geistleib selber oder auch Seele genannt.
Die Seele muss jedoch in der Lage sein, äußere Einflüsse, die auf den Menschen wirken, in geistige Signale umzuwandeln, um sie zur Kontrolle an den Geist (zur Reaktion, Beurteilung, Verwertung, Erkennung) weiterzuleiten.
Dabei scheint der Seele eine besondere Eigenschaft innezuwohnen: eine Art Eigenwille (wie das vegetative Nervensystem), eine Entscheidungszwischen-instanz, denn das zeigt sich im täglichen Leben sehr oft, zum Beispiel am besten beschrieben mit dem Satz:
Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Was soviel bedeutet wie:
Guter Wille, gute Vorsätze lassen sich nicht ohne weiteres in die Tat um-setzen: das Ablegen von negativen Angewohnheiten wie Trinken, Rauchen, Drogeneinnahme, negative Verhaltensweise und so weiter; wobei die körper-lichen Funktionen (ohne eigenen Willen) ausgeschlossen werden müssen.
Somit kommt der Seele im irdischen Bereich eine bedeutende Rolle als Ver-mittlerin zwischen Materie und Geist zu.
Alle Reize fließen als Signale in die Seele ein und müssen darin verarbeitet werden (über die Sinnenorgane des gesamten Körpers von "außen", vom Geist her von "innen"). Es findet ein Vergleich mit Erkenntnissen/Erfahrungen statt (geistiges Gedächtnis), das Ergebnis geht zur Entscheidung an den Geist.
Erkennt der Geist etwas als positiv oder negativ an, sind seine Rückmeldereaktionen seinem geistigen Stande und seinem Willen gemäß, sonst würden auf gleiche Signale von jedem Menschen gleiche Reaktionen erfolgen.
Aus der Praxis ist aber hinreichend bekannt, dass die Meinungen und Vor-stellungen über dieselbe Sache sehr voneinander abweichen können.
Wenn die Seele nun fortdauernden Reizen ausgesetzt ist, die sie immer weniger umfassend verarbeiten kann, ordnen kann, so wird sie in eine ge-wisse Unordnung gebracht. Sie ist also kein Instrument, welches man be-denkenlos missbrauchen kann und überfordern kann, also kein Computer, Speicher.
Ihre innere Unordnung, Disharmonie, Schwingung wird sie verändern und sie wird zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Geistes Maßnahmen er-greifen = sie wird ihre Schlacken der Überforderung, des Missbrauches auf den Körper übertragen, was zu Krankheiten führen kann und auch führen wird.
Die Seele will sich Ruhe und damit Gelegenheit „erzwingen“, um sich wieder in Ordnung bringen zu können (Heilungsprozess).Diese seelischen Schlacken bilden sich also aus jeglichem Abweichen von Ordnungen und Gesetzen im natürlichen und geistigen Bereich.
Jedes Übermaß hinterlässt Schlacken in der Seele, die diese über den Körper abbaut und dem Geist oftmals dadurch eine Einwirkung erschwert be-ziehungsweise unmöglich macht.
Ein weiterer Beweis für die Seele ist folgender:
Eine bestimmte persönliche Nachricht über einen schweren Unfall eines nahe stehenden Angehörigen kann mancher Mensch nicht "verkraften", er klappt zusammen. - Es muss die empfindsame Seele "plötzlich reagiert" haben.
Diese Reaktion beeinflusst natürlich sofort die Körperfunktionen.
Nun interessiert es die körperliche Materie nicht, was da an äußeren Signalen eintrifft, denn sonst müsste im Schlaf ebenfalls eine Reaktion auf äußere Ein-flüsse erfolgen.
Der Geist wird auch nicht geschädigt, da die geistigen Funktionen bestehen bleiben.
Am Beispiel der Angst wird deutlich, dass diese von der Seele übertragen wird auf den Körper, denn Haut und Haare und die Organe kennen keine Angst und würden auch nicht reagieren. Doch die äußeren Reizsignale fließen in die Seele und rufen in den dort gespeicherten Erfahrungen, Wissen, Erkennt-nissen bestimmte Reaktionen hervor, die oft dem Willen des Geistes ent-gegenstehen (Ich "will" keine Angst haben).
Der Zustand der Seele und der geistige Stand des Individuums sind also maßgebend für Reaktionen.
Alle sinnlichen Einflüsse werden in der Seele gespeichert, die dafür das menschliche Gehirn als Schaltzentrale und Aufbewahrungsort materieller Signale benutzt.
Die Art der Signale (ob negative oder positive) lassen die Seele entsprechend reagieren.
Einem Schlachter wird es nichts ausmachen wenn er sieht, wie ein Tier ge-tötet wird; umgekehrt wird die Wirkung bei einem Menschen sein, der solch einen Vorgang noch nie zuvor gesehen hat.
So haben schlechte Einflüsse negative Folgen, wenn der Wille des Geistes (nach vorangehender Gewöhnung der Seele an die negativen Ströme) plötz-lich "erwacht" und sich zum Positiven wenden will!
Dann stehen die negativen Einwirkungen (Gewohnheiten) dieser Wende oder Gesinnungsänderung stark im Wege. Bei schwachem Willen und vor-herrschenden negativen Angewohnheiten wird ein Mensch lange benötigen, um aus diesem Sumpf herauszukommen.
Denn was lange geduldet und als „positiv“ anerkannt wurde, brennt sich in der Seele fest und ist nicht von heute auf morgen ohne weiteres zu entfernen (außer durch katastrophenähnliche Umstände).
Da Änderung der Gesinnung, Anerkennung eigenen Fehldenkens/-handelns mit persönlichen Kämpfen zu tun hat, scheuen die meisten Menschen diesen Schritt aus vielen Gründen und leben lieber bewusst falsch und nach falschen/negativen Grundsätzen, als diesen Kampf mit sich selbst aufzu-nehmen.
Dann kann nur noch schwerstes Leid (Krankheit, Not, Leid) zu einer Ge-sinnungsänderung führen, und dann bleibt oftmals wenig Zeit zum „Wieder-Gut-Machen“, zur Gesinnungsänderung.
Diese Wirkungen habe ich am Leben/Leiden vieler Menschen erkennen können.
Wenn ich also in der Lage bin, positiv und negativ zu unterscheiden, wenn ich weiß, welche Folgen aus negativem Denken/Handeln entstehen können und müssen, so muss ich einen Weg finden, negatives Denken und Handeln aus-zuschließen.
Der erste Schritt ist, seine Seele zu reinigen, sich dem Guten, Wahren, Edlen zuzuwenden, um Kraft zu bekommen (durch eine einwandfreie Seelen-funktion), um den täglichen negativen Einflüssen kraftvoll gegenübertreten zu können.
Wenn der Mensch also eine geistige und eine materielle Seite hat, wie nicht anders möglich, so stellt sich die Frage:
Wenn nach Meinung vieler Menschen der neugeborene Mensch erstmalig entsteht, so müssten sein Geist und seine Seele „rein“ sein, da ja keine geistigen Eigenschaften übertragbar sind.
Wie erklärt es sich dann, dass viele Kinder schon in den ersten Tagen nach der Geburt „eigenwillige“ Äußerungen tun, einen eigenen Willen äußern?
Und oftmals sind diese Äußerungen den Eltern unbekannt und nicht genehm!
(Leider wird aus Unwissenheit in der Verwandtschaft jemand gesucht, der aus „Vererbungsgründen“ dafür verantwortlich gemacht wird!).
Es sei noch bemerkt, dass materielle, also körperliche Merkmale gesetzmäßig „mitvererbt“ werden können.
Eine Erklärung materiell eingestellter unwissender Kreise wird nicht die Wahr-heit beinhalten können, wenn eine Theorie auch richtig scheinen kann!
Mit reinem Geist und reiner Seele, bei Abschirmung von negativen Einflüssen müsste wahrhaft ein großer „Geist“ entstehen können.

Doch wo finden sich „große“ Menschen?
Warum sind sie so verschieden, die Menschen?
Warum gibt es so viele leidgeprüfte Menschen?

Irgendwann muss der Geist einmal „geboren“ sein.
Da sich diese Szene nicht auf dieser Erde abgespielt haben kann, so muss dieses Ereignis im geistigen Bereich gewesen sein.
Wenn man das anschauliche irdische Geschehen des Wachstums einmal nicht in die Zeitform, also eine geradlinige Bewegung hineinprojiziert, sondern in einen Kreislauf, so beginnt dieses beispielsweise mit dem Zeugungsvor-gang, also der Schaffung aufkeimenden Lebens.
Zuerst (vor der Zeugung) nicht vorhanden, dann doch beginnend, ein wachsender, neuer Körper.
Über die verschiedenen Stationen der Entwicklung und der Reife schließt sich der Kreis und endet mit dem Sterbevorgang.
Zurück bleibt die materielle Hülle, die sich wiederum verwandelt.
Der Zustand wie vor der Geburt ist wieder eingetreten - nichts bleibt, außer den irdischen Schöpfungen eines Wesens, als Erinnerung.
Phantastisch! Aus dem Nichts bildet sich höchstes Leben, was oft schmach-voll endet und verschwindet - und nur Werke und Erinnerungen hinterlässt!
Welch eine klägliche Aussage! So ist leider die Meinung vieler Menschen, wenn auch selbst nicht begreifend.
Nichts kann entstehen und sich in Nichts auflösen, spurlos!
Alle Wirkungen oder Folgen haben eine Ursache!
Wenn Menschen behaupten, dass es keine Seele und keinen Geist gibt, diese Begriffe zwar als Kräfte, und nur als Kräfte bezeichnen, so müssten sie in der Lage sein, aus der Materie, den Bausteinen des Körpers, künstlich einen Körper mit einer Wesenheit, einem menschlichen Wesen zu erschaffen.
Es wird nicht möglich sein! Denn die Menschen, die so etwas glauben und behaupten, kennen ja nicht einmal ihr eigenes Ich, ihren eigenen Körper!
Wirkungen und Funktionsabläufe sind doch lediglich materielle Lebens-äußerungen eines nicht messbaren Wesens.
Wer also im menschlichen Körper eine Seele und/oder einen Geist leugnet, stellt sich abseits der Wirklichkeit, der Wahrheit, wenn auch seine selbst auf-gestellten Theorien scheinbar richtig sind.
Diese Ableugnung geschieht jedoch meistens aus Starrheit, Unwissenheit und Unlogik.

Ich erinnere mich an die große Verwandlungsfähigkeit eines Schmetterlings. Nach der Einpuppung verwandelt sich die Raupe in ein zartes Wesen, welches fliegen kann! Welch ein Schöpfungsplan steht dahinter!
Ob dieser Schmetterling weiß, dass er eine Raupe war?
Nach höchst weisen Gesetzen beginnt im Mutterleib Wachstum.
Zu einer bestimmten Zeit wird ein geistiger Körper, bei der Geburt, in den materiellen Körper des „Kindes“ eingebettet.
Es sind geistige Wesen, die diesen Akt vollziehen.
Sie tragen liebevoll den kleinen Geistkörper zu seinem irdischen Haus und begleiten seine Einbettung mit vielen segensreichen Wünschen für sein Erdendasein, und sie (oder ein Geistwesen, der so genannte Schutzgeist) werden bei diesem Wesen zu seinem geistigen Schutz bleiben
Hat schon jemals ein Forscher gute, böse, neidische, hasserfüllte, ängstliche, brutale, mutige, friedfertige, glaubende, hoffende, liebevolle Moleküle oder Atome entdeckt (lassen wir die Viren und Bakterien, Bazillen und so weiter beiseite)?
Mir ist eine derartige Entdeckung nicht bekannt.
Wenn man nun das oben erwähnte „Nichts-aus-dem-Etwas-ensteht“ aufgrund unserer Unvollkommenheit mit der geistigen Welt bezeichnet, so ist die Ursache doch ein Wesen aus dieser Welt des Geistes.
Und wo solche Pläne erdacht wurden und werden - wie sie sich in unserer Natur widerspiegeln, verwirklichen - da muss es um ein Vielfaches schöner und vollkommener sein als hier auf der Erde.
Würden die dortigen Wesen auf gleicher Entwicklungsstufe stehen wie wir, wären ihnen solche Schöpfungen nicht möglich.
Wenn uns also haushoch überlegene geistige Wesen auf der anderen Seite gegenüberstehen, und daran kann kein Zweifel bestehen, und wir auch ur-sprünglich aus der jenseitigen Welt kommen, dann tauchen notgedrungen die Fragen auf:

Warum muss ein Wesen von der hohen Stufe relativer Vollkommenheit in dieses Erdenkleid hineinschlüpfen?
Warum muss es hier leben in geistiger„Umnachtung“, Gut und Böse aus-gesetzt?
Begab ich mich freiwillig aus einer höher stehenden Welt in eine materielle Welt, um hier mühsam und leidvoll nach meinem Lebenszweck und Lebens-sinn zu suchen?
Warum lebe ich in einer Menschheit, die zum größten Teil eine Existenz außerhalb der sie umgebenden Materie nicht für möglich hält?
Warum in einer Welt leben, deren Bewohner sich noch nicht einmal im Klaren über sich selbst sind, doch Wahrheiten einfach leugnen und Wahrheitsver-künder lieber töten, als sich tiefer mit ihren Lehren zu befassen und sie zu befolgen, um sie auf ihren Wahrheitswert zu überprüfen?
Warum bilden sich viele Gruppen und Gemeinschaften, die ihre Meinung, ihre Theorien als die wahren verkünden und sie auch, wenn nötig, mit Gewalt durchzusetzen?
Warum töten sich die Menschen?

Da ja schon kleine Kinder ihre Eigenschaften frühestens kundtun, ist es doch auch nicht anders möglich, als dass die Kinderwesen diese geistigen Eigen-schaften schon mitbringen und auch sofort ausleben!
Wer solche Eigenschaften mitbringt muss also Erfahrungen gemacht haben und kann aus diesem Grunde in der jenseitigen Welt auch nicht als Kleinst-kind gelebt haben, um in den irdischen Körper zu schlüpfen.
Dieses Wesen hat Lebenserfahrungen und Angewohnheiten gesammelt oder geistige Qualitäten angenommen.

Auf der Erde.

Es werden Wesen mit guten und Wesen mit schlechten Eigenschaften oder Eigenarten geboren, obwohl die Möglichkeit der Sinnesänderung beiden Wesen möglich ist.
Trotz der Gegensätzlichkeiten ihrer Eigenschaftsäußerungen sind beide eine Art „Ergänzung“ oder „Vorbild“ füreinander.
Aus den Äußerungen des einen kann der andere Erkenntnisse über sich und den anderen sammeln.
Es bildet sich das Gewissen als beratende innere Stimme. Ohne diese Gegensätzlichkeit würde ein Wesen nicht erfahren, was gut und was böse ist. Es könnte sich nicht fortentwickeln auf dieser Erde (ich erinnere an das iso-lierte Wesen).
Deuten nun diese Gedankengänge darauf hin, dass in der geistigen Welt die Ursache für Gut und Böse zu finden ist?
Nach den bisherigen Überlegungen - Ja!
Weil nun aber die Tatsache der Willensfreiheit besteht, so sind die Ursachen "gut" und "böse" nicht gesetzmäßig, das heißt, dass es ursprünglich nur gute oder und böse Wesenheiten gab, denn dann wäre ja eine Gesinnungs-änderung nicht möglich!
Inzwischen wurde jedoch deutlich, dass Gesetzesmissachtung - Unordnung bewirkt.
Weiter wird deutlich, dass gesetzmäßig Unordnung nur aus einer gesetz-mäßigen Ordnung entstehen kann. Dieses bedarf jedoch eines Willensaktes, einer Willensentscheidung.
Die uns umgebenden Gesetze spiegeln aber eine weise Ordnung wider; die Verwandlungsphasen mögen oftmals als Unordnung erscheinen, doch das Ergebnis ist keine Unordnung!
Diese Ordnung besteht seit undenkbaren Zeiten. Eine Menschenmeinung kann sich jedoch plötzlich ins Gegenteil verändern, die Naturordnung nicht!
Wenn also trotz einer weisen Ordnung auch im geistigen Bereich Unordnung möglich ist, so ist diese in der Willensfreiheit der Wesen begründet, niemals aufgrund eines Gesetzes.
Wäre es nicht so, gäbe es keinen vernünftigen Lebenssinn!
Somit muss das Geistwesen von Geburt an ordentlich (harmonisch) gewesen sein, also ohne Fehl, wenn auch noch relativ unvollkommen, denn "voll-kommen" wäre die Willensentscheidung immer positiv.
Die Willensfreiheit kann einen Abfall von der Ordnung zur Unordnung (durch eine gesetzwidrige Handlung) von einem Augenblick zum anderen bewirken.
Jedoch führt umgekehrt eine positive Handlung nicht sofort aus der Un-ordnung in die Ordnung. Die Folgen einer negativen Handlung müssen erst wieder "gutgemacht" werden.
Daher ist es von größter Bedeutung, dass ein jeder bemüht ist, Ordnung zu bewahren beziehungsweise wieder herzustellen!
Dieses Bemühen muss sich auf alle geistigen wie elementaren Gebiete aus-dehnen!
Negative Gedanken/Handlungen bewirken Unordnung!
Die Folgen der Unordnung durch gesetzwidriges Verhalten sind anschaulich auf dieser Welt verwirklicht/dargestellt.
Ursache ist meistens die Unkenntnis der geistigen Gesetzmäßigkeiten, be-ziehungsweise die Nichtbefolgung von Erkenntnissen (Wissen um "gut" und "böse", trotzdem nicht danach handeln).
Die Ursache der Unordnung muss also zuerst im geistigen Bereich statt-gefunden haben, und zwar zu einer Zeit, da die Materie noch nicht in dieser groben Form vorhanden war, denn es hätte kein Grund vorgelegen, materielle Weltkörper zu schaffen, die in gewisser Weise schwere Lebensbedingungen enthalten (Klima, Nahrungsmittelbeschaffung und so weiter).
Das planende und schöpfende weise Wesen muss vollkommen sein, um voll-kommene Gesetze zu schaffen. Alle ewigen Gesetze sind somit verwirklichte Gedanken dieses Geistwesens.

Aus dem weisen Urschöpfer, der Geist ist, konnte und kann auch nur Geistiges entstehen.
Diese Schöpfung unterliegt seit Beginn ewigen Lebensgesetzen.
Gesetzwidrige Handlungen mussten also von der "reinen" Form der Geistes-substanz abweichen, sie mussten eine andere Schwingungszahl annehmen, wenn man alles Bestehende mit arteigenen Schwingungszahlen bedenkt.
Die Über- oder Unterschreitung der bestehenden Grenzen der Schwingungs-gesetze musste Disharmonie erzeugen, in welcher Form auch immer.
Die verliehene Willensfreiheit jeden Geistes verhinderte zunächst ein Ein-greifen des weisen Schöpfers, da er damit die Freiheit der Willensent-scheidung aufgehoben hätte und somit den freien Willen und damit eine ganze Kette von Gesetzen, und damit auch eine Gesinnungsänderung durch Erkenntnis falschen Handelns.
Das dann "unfreie" Wesen hätte damit keine Möglichkeit, sich geistig weiter-entwickeln zu können.
Die vom weisen Schöpfer erschaffenen Wesen müssen also eine relative Vollkommenheit besessen haben, dazu Willensfreiheit, Schöpfungskraft, Frei-heit und die Kenntnis der bestehenden geistigen Gesetze.
Die Willensfreiheit war der Grund oder die Ursache, die bestehenden Gesetze durch gegensätzliche Handlungen zu missachten.
Doch zu einem bestimmten Zeitpunkt, da wahrscheinlich die Gesetzesüber-tretungen zunahmen und keine Umkehr der Gesinnung der "abfallenden" Wesen zu erwarten war, musste der Schöpfer, um die Harmonie der Schöpfung zu bewahren, eingreifen und eine Trennung herbeiführen, aus Gründen der Gerechtigkeit den anderen Wesen gegenüber.
Es musste notgedrungen eine geistige "Sphäre" erschaffen werden, die diese Gesetzesverletzer aufnahm und die ihnen entsprechende Lebens-bedingungen bot.
Aufgrund freier Willensentscheidungen der abgefallenen Wesen schuf der Schöpfer gesetzmäßige Möglichkeiten für die jederzeit mögliche Umkehr der "Abgefallenen".
Die Trennung von den "schuldlosen" Mitwesen bewirkte irgendwann ein "Auf-wachen" der "schuldbeladenen" Wesen.
Langsam wuchs die Erkenntnis über die Folgen der Nichtbeachtung ge-gebener Gesetze und der unbändige Wunsch kam bei vielen auf, die sich nicht so schwer belastet hatten, in die Lichtheimat zurückzukehren.
Der gerechte Schöpfer, als vollkommener Geist im höchsten Maße gerecht, stellte einen "Wiedergutmachungs-Plan" auf.
Die Folgen der Zuwiderhandlungen bestanden gesetzmäßig aus geistiger Materie mit einer disharmonischen Schwingungszahl = Finsternis. Finsternis entsteht durch Verdichtung von Substanz.
Diese dunkle Substanz, eine Art Nebel, musste nach den Gesetzen der Ge-rechtigkeit auch von denen wieder aufgelöst werden, die für ihr Zustande-kommen verantwortlich waren.
Der Schöpfer schaffte neue Gesetze und Möglichkeiten für die abgefallenen Wesen, indem er die "Dunkelsubstanz" noch mehr verdichtete, so dass sich grobstoffliche Gebilde formten = Planeten!
Diese Planeten boten nach Ablauf langer Zeiten für die Wesen Lebens-voraussetzungen; auf diesen Planeten war den Wesen die Möglichkeit ge-geben, ihre selbstverschuldeten geistigen Lasten durch eigenverantwortliches Leben abzutragen.
Welch ein großer, weiser Plan, welch gnadenvolle Möglichkeit zur geistigen Rückentwicklung!
Die Wesen waren ja vorhanden, es musste ihnen eine passende Umhüllung gegeben werden, damit sie auf den Planeten auch existieren können.
Neue Wesen in körperlicher Form brauchten also nicht geschaffen zu werden (Ein Astronaut, der aus dem Raumschiff aussteigt, zieht auch einen Schutz-anzug an, um in fremder Sphäre existieren zu können:
Nach für uns Menschen unfassbar weisen Gesetzen wurden also auf dieser Erde aus den geistigen Molekülen der Erdmaterie zuerst zwei Körper geformt, die alle materiellen Grundlagen, unter anderem der Fortpflanzung, be-inhalteten und dann wurden die Geistwesen „inkarniert“.
Wahrscheinlich wurden danach weitere Körper an verschiedenen Orten der Erde erschaffen (damit wäre auch die Rassen- und Vielvölkerfrage geklärt).
Die Erschaffung dieser irdischen Ureltern war, nach bisheriger Kenntnis, eine einmalige Schöpfungsaktion, um den Keim menschlichen Lebens auf diesem Planeten zu legen.
Soweit zur Schöpfung neuer Rückkehrmöglichkeiten für die abgefallenen Wesen.
Die Verschiedenartigkeit der Charaktere der Menschen beweist somit, dass sich im jenseitigen Bereich Sphären befinden müssen, die solcherart Wesen beherbergen.
Da dieser Plan der Rückführung der abgefallenen Wesen von hohen Geist-wesen überwacht wird, sonst käme es immer wieder zu größeren Katastro-phen/Unordnungen, so wird den hier auf Erden lebenden Wesen geistiger Schutz nach seinem persönlichen Verhalten gewährt werden.
Um seine Schuld hier abzudienen, so wird wohl jeder vernünftig denkende Mensch anerkennen, reicht ein irdisches Leben kaum aus, da auf dieser Erde, wo GUT und BÖSE einander gegenüberstehen, für viele Menschen ungleiche Bedingungen herrschen.
So ist es die Gerechtigkeit des weisen Schöpfers, dass jeder die Anzahl seiner irdischen Leben mehr oder weniger selbst bestimmt durch die Be-folgung bestehender geistiger, moralischer Gesetze und Fortschrittsmöglich-keiten auf der Erde.
Darum ist es unumgänglich, dass nach dem irdischen Tod das Geistwesen mit vollem Bewusstsein weiterexistieren muss, um seine auf Erden be-gangenen Handlungen beurteilen zu können.
Und dazu muss eben die Fähigkeit vorhanden sein, alles Erlebte wieder in Erinnerung rufen zu können. Somit ist es unumstritten, dass alle Lebens-abläufe auch im Geiste des Wesens gespeichert werden, da die Materie nach dem Tod zurückbleibt und sich verwandelt.
Das wiederum setzt eben eine vollkommene geistige Gestalt voraus. Zum anderen muss der zurückgekehrte Geist mit Geistwesen zusammenkommen, die man als „Richter“ im guten Sinn bezeichnen kann und vor denen und mit denen es sein letztes Erdenleben bearbeiten muss, um dann eine Weiter-entwicklung/Wiedergutmachung in der geistigen Welt anzutreten.
Dieser Akt wird je nach Erdentat verschieden sein.

Die Menschen der „Urzeit“ mussten also in Verbindung treten können mit den Wesen der geistigen Führung, ihren Lehrern.
Diese offenbarten ihnen auf verschiedene Art und Weise Lehre und klärten sie auf über die irdischen und geistigen Gesetze und den Grund ihres Daseins auf Erden.
Ohne diese Aufklärung hätten die Menschen ihren Lebenssinn nicht erkennen können, hätten ohne Gesetze keinen Maßstab für gut und böse, gerecht und ungerecht gehabt.
Eine Rückerinnerung an ihr Geistleben durften sie nicht haben, denn sie sollten aus einer neutralen Position heraus ihren Willen zur Umkehr, zur Wiedergutmachung, zum Gehorsam beweisen.
Rückerinnerung würde nur hemmend auf ihre Erdenaufgaben wirken.
Jeder muss sich also selbst für oder gegen die Ordnung des großen Schöpfers entscheiden.
Auch ein direkter Einblick in die geistige Welt während des irdischen Lebens würde hemmend wirken für viele Menschen und wäre deshalb auch un-gerecht.

In der neutralen Position auf der Erde, abgeschnitten von der geistigen Welt, allem Ungemach dieser Welt mehr oder weniger ausgesetzt, muss jeder Mensch nach eigener Entscheidung seinen Weg zurück in die Urheimat suchen und nach den erkannten Gesetzen leben.
Da wohl kaum ein Mensch in der Lage ist, in einem Erdenleben seine Seele zu reinigen, so ist es gerecht, wenn die verbliebene Schuld eines Erdenlebens in einem weiteren Erdenleben abgetragen werden kann.
Darum ist jedes Erdenleben in Wirklichkeit doch eine Gnade, eine Möglichkeit, der ehemaligen Heimat durch ein gutes Leben wieder näher zu kommen; ver-blieben doch bei der Trennung geistige Angehörige und Freunde in der Geist-heimat, die nun warten müssen auf die Höherentwicklung lieber Angehöriger und damit auf ihre Rückkehr.
Doch nicht aus Rache oder erbarmungsloser Strafe lebt der Mensch auf dieser Erde, sondern um jede Gelegenheit ergreifen zu können, um sich durch gute Werke seiner Schuld zu entledigen.
Es winkt doch ein hohes, lohnendes, mit allen Willenskräften anzustrebendes Ziel = die ewige Lichtwelt mit ihrer unermesslichen Vielfalt, Schönheit, Selig-keit und F r e i h e i t !
Das irdische Geschehen geht auf menschliches Handeln zurück, soweit es menschliches Elend, Rückentwicklung betrifft.
Was gesät wurde, muss geerntet werden, damit ein gerechter Ausgleich statt-finden kann, damit alle Schattenkräfte aufgelöst werden können.
Den Schöpfer vonseiten der Menschen mit Eigenschaften wie Ungerechtigkeit und daraus resultierend Rache, Strafe, Vernichtung zu belegen ist auf die menschliche Unwissenheit, sein Nichtbegreifenwollen, seinen Hochmut und seiner Eigenmeinung zurückzuführen und als Lästerung des liebevollen, weisen Schöpfers zu bezeichnen.
Vollkommenheit kann vom Negativen nicht beeinflusst werden, darum kann auch keine negative Regung/Neigung erfolgen.
Unendlich hoch über den Menschen stehend, ihr Weh und Ach in erträgliche Bahnen zu lenken, Gesetze für den Aufstieg, für die Wiedergutmachung zu schaffen, das Gefängnis des abgefallenen Geistes mit wunderbaren Mitteln auszustatten und zu umgeben, ihm nicht zu grollen, sondern nach Verdienst zu vergeben, ihm Lehre zu offenbaren durch Geistgeschwister, Lehre zur Um-kehr, zur Höherentwicklung - das ist des Schöpfers Wunsch!
Doch die zunehmende Unfähigkeit der Menschen, geistiges Gut anzu-erkennen, anzustreben, anzunehmen und versuchen auszuleben, bewirkte in der Vergangenheit und bewirkt in der Gegenwart ein Abwenden von der geistigen Welt.
Das materielle Streben der Menschen dehnte seine Macht immer mehr aus und die willigen, wenigen guten Menschen wurden und werden mehr und mehr beiseite geschoben, mundtot gemacht.
Das materielle Streben ist jedoch bald an seine Grenzen der Möglichkeiten gestoßen.
Das bewirkt Unruhe, denn nun tauchen allerorten die Folgen uneinsichtigen Missbrauchs, Strebens nach materiellem Fortschritt auf!
Zusätzlich zu der geistigen Last nun noch die zukünftige materielle Last.
Langsam, viel zu langsam erwachen die Menschen aus ihrem nichtigen Lebensrausch und erkennen die selbst geschmiedeten Fesseln - zu spät?
Der Höhepunkt der negativen Weiterentwicklung ist noch nicht erreicht, er muss aber gesetzmäßig in Katastrophen enden (Ursache und Wirkung).

Wem wird die Menschheit die Schuld dann geben?
Von woher werden die Menschen Hilfe erhoffen?

Nur persönliche Konsequenzen härtester Art können den Menschen die längst verlorene innere Freiheit wiederbringen.
Leid wird der Antreiber sein! Leid wird der Retter sein bei der Mehrzahl der Menschen.
Aber warum hat die Menschheit trotz leidvoller Erfahrungen, nie konsequent den Weg des Geistes, der geistigen Weiterentwicklung gehen können?
Das Ziel ist geistig, also muss auch die Weiterentwicklung auf geistigem Ge-biet erfolgen!
Wenn auch viele Menschen nicht an eine geistige Existenz glauben und andere diese auch leugnen (aus Unwissenheit), so hätte doch unsagbares Leid der Wegweiser sein müssen zur Umkehr!
Die Ursachen dafür jedoch waren und sind:
• Unnachgiebige Machtauswirkung einzelner Personen oder Personen-gruppen auf andere Personen, Gruppen und Völker;
• Streben auch Macht und Reichtum, Ansehen und Ruhm;
• Missgunst, Neid, Hass, Eifersucht, Stolz, Angst, Faulheit und Bequem-lichkeit und so weiter;
• persönlicher Egoismus;
• Verbreitung von Lügen, Weitergabe von Fehlinformationen;
• Unterschlagung von Erkenntnissen und Wahrheiten großer Männer und Frauen;
• Unterdrückung von positiv denkenden und handelnden Minderheiten;
• ungeprüfte Annahme autoritärer Aussagen auf den Gebieten des Geistigen, der Kultur, Moral und des Materialismus;
• Umkehrung von Tatsachen oder deren Leugnung!

Die Begründungen für diese negativen Handlungen sind vielfach ebenfalls negativer Art, aus dem Negativen zwangsläufig geboren.
Fazit: Das Negative, im Negativen begründet, ist auf dieser Welt scheinbar mächtiger als das Positive!
Es umklammert das Positive und hält es gefangen und muss alle Kräfte auf-bieten, um es auf Dauer zu halten. Das Positive ist jedoch stärker als das Negative an sich, eben deshalb auch nicht ausrottbar.
Nur, auf die Dauer werden aus negativ gesteuerten Menschen immer mehr negative Kinder hervorgehen, die in einer negativen Welt das Negative als gegeben ansehen, jedoch zu keiner Eindämmung fähig sind, sondern sie werden noch größeres Unheil produzieren (Ursache und Wirkung, Saat und Ernte).
Somit wird dieser Planet für "Reinkarnierte" als Basis für die geistige Weiter-entwicklung zum Positiven in der Zukunft fruchtlos werden und damit eine Höherentwicklung im Erdenkleid verhindert.
Und das kann nicht dem Gerechtigkeitssinn des Schöpfers entsprechen.
Wir haben die Grenzen erreicht; nur eine allgemeine Gesinnungsänderung kann den Verfall der Menschheit und ihres Planeten aufhalten.
Wenn von einer menschlichen Schuld an diesem Dilemma gesprochen wird, so tragen die Verkünder unhaltbarer „Wahrheitslehren“, wie sie diese nennen, begleitet durch menschliche Machtauswirkung, und die so genannten intelligenten Personen und Wissenschaftler den Hauptanteil an dieser Schuld.
Starrheiten, Festhalten an widerlegbaren Aussagen und Nichtanerkennung anderer Lehren haben diesen heutigen Zustand größtenteils herbeigeführt.

Kann ich mich von all den Anschuldigungen freisprechen, wenn ich rück-blickend alle meine irdischen Handlungen kritisch betrachte? Nein, wenn ich ehrlich bin.
Welches auch die Ursachen meines Handelns waren, ich bin nicht frei von Schuld.
Aufgewachsen in einer Zeit der Katastrophen (Zweite Weltkrieg) lernte ich Leid und Unfreiheit kennen. Eine Erziehung im Geiste des menschlichen Fort-schritts war nicht möglich.
Entfaltungsmöglichkeiten waren kaum gegeben und die mich erziehenden Personen hatten mit persönlichen und materiellen Problemen selbst zu kämpfen und zu leben.
Die Menschen hatten ja selber keine positive Lehre und positive Führung er-halten (ich bin im März 1939 geboren).
Lehre und Führung fehlte auch mir. Nur meine persönliche Suche nach der Wahrheit, nach anhaltendem Glück und die Fragen nach dem WARUM be-stimmten mehr und mehr mein Leben.
Doch ich wuchs in einer Problemwelt auf, die keine Beziehung zum Geistigen hatte, und diese Probleme beeinflussten natürlich auch mein Denken und Handeln, belebten aber auch meine Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Doch alle Erfahrungen stimmten nicht immer mit meinen Hoffnungen, Vor-stellungen überein.
Die Menschen und ihre Werke, bis auf die Literatur, enttäuschten mich immer mehr.
Das trieb mich mehr und mehr zur Wahrheitssuche. Die schnelllebige Welt ließ immer weniger Zeit und Ruhe für eine gründliche Suche. Rücksichtnahme auf Familienangehörige und Ausübung beruflicher Tätigkeiten schränkten die Wahrheitssuche immer mehr ein.
Doch ich bekam über die vielfältige Literatur und persönlichen Erlebnisse mehr und mehr Einblick in Gesetze und Lebensabläufe, und meine Erkennt-nisse und mein Wissen wuchs von Jahr zu Jahr.
Die geistigen Wahrheitsaussagen ergriffen mich innerlich immer mehr und „trieben“ mich in der Vergangenheit zu manchen inneren Verzweiflungs-situationen, wenn ich Wahrheitsaussagen, den persönlichen Zustand, die persönlichen Fähigkeiten in Bezug zur erkannten Wahrheit brachte.
Oft Verlierer solcher inneren Kämpfe, blieben doch Hoffnung und mein Glaube meistens Sieger.
Das Wissen um die geistige Freiheit, die geistige Zukunft, die geistigen Gesetze, als Sehnsucht im Inneren brennend, sind die antreibenden Kräfte meines persönlichen Kampfes, eines Kampfes um mich selbst.
Wenn die Regenschauer des Lebens kaum Zeit zum Trocknen lassen, so kommt doch eine Periode des Sonnenscheins, der fruchtbringend und reifend wirkt.
Ich muss meine Seele reinigen, damit der eigene Geist wirksam werden kann, um in der Zukunft auch unwissenden Menschen helfen zu können - durch die Nächstenliebe.
Mein Ziel ist die Rückkehr in meine geistige Familie, in die Lichtwelt meiner Kindheit, zur Weiterentwicklung meiner geistigen Reife; zurück ohne Schuld, ohne nochmals in den materiellen Körper steigen zu müssen.
Um dieses feststehende Ziel zu erreichen, muss eine Gesinnungsänderung zum Positiven einsetzen, die bis zur Selbstlosigkeit gesteigert werden muss. Mein Geist muss unbeeinflussbar werden von allen materiell- und geistig negativen Einflüssen. .
Wahre Freude soll mich gesund und tatkräftig werden lassen.
Die Grundlage bildet mein Gottvertrauen. Die Lehre Christi soll meine Lebensgrundlage sein. Die geistige Verbindung mit meinen Geistgeschwistern soll dauernder Bestand meines Lebens werden.

Welche Hindernisse sind auf dem Weg zum Schöpfer zu überwinden, und inwieweit sind die bekannten irdischen Aussagen über die geistigen Gesetze und die Religionen als Lebensgrundlage zur Erreichung meines Zieles brauchbar, benutzbar?

Nach den bisherigen Feststellungen sind alle Unterlagen, die von Menschen geschaffen wurden, als unvollkommen anzusehen. Doch mit den persönlich gefundenen und erarbeiteten Erkenntnissen über meine wahre Herkunft, meinen Lebenszweck, die geistigen Gesetzmäßigkeiten und die Geistige Welt als Maßstab, bin ich in die Lage versetzt worden, die vielen geistigen Aus-sagen zur „Wahrheit“ zu sortieren, zu überprüfen und zu bewerten.
Dieses geistige Wissen ist die Grundvoraussetzung für die Prüfung der ver-schiedenen Aussagen.
Die allgemein anerkannte Grundlage für die „Wahrheit“ ist die Bibel. Man sagt, sie sei ein Buch mit tausend Siegeln.
Es stimmt, wenn man den Schlüssel zu ihrem Verständnis nicht hat.
Und die großen Kirchen und die meisten christlichen Gemeindegruppen haben diesen Schlüssel nicht - und wollen ihn (aus Unkenntnis der weit-reichenden Folgen der Ablehnung) auch nicht haben.
Zum Teil materialistisch eingestellt, an alte Traditionen und Lehrmeinungen starr festhaltend, begreifen die Führer und Anhänger nicht die Zeichen der Zeit auf dieser Erde und erkennen und unterscheiden auch nicht die irdischen Dokumente von Irrlehre und Irrglaube.
Alle biblischen Aufzeichnungen wurden von Menschen gefertigt, die durch eine mehr oder weniger verschmutzte Seele geistige Wahrheiten nur unvoll-kommen empfangen und niederschreiben konnten.
Von demselben Geschehen hatten die Teilnehmer an diesem Geschehen demzufolge auch verschiedene Erkenntnisse und Erlebnis- wie Begriffs-schwerpunkte gesetzt.
Das niedergeschriebene Wort ist dadurch mit dem Makel des Unvollkommen-seins behaftet.
Die sich durch die vielen Jahrhunderte immer wieder ändernden mensch-lichen Meinungen haben gerade in den Bibeltexten, wie sie uns heute vor-liegen, ihren Niederschlag gefunden.
Das erschwert ungemein dem Wahrheitssucher seine schwere Arbeit.
Die Kenntnis und Anerkenntnis geistiger Gesetze, wie sie von geistigen Lehrern übermittelt wurde und wird, ist die einzige Möglichkeit einer Ge-sinnungsänderung zum Positiven.
Die wahre Lehre Christi zeigt den erfolgreichen Weg zu innerer Freiheit.
Die Ursache für alle Dinge ist im geistigen Bereich zu finden!
Wer auch immer diese meine Worte liest, es sind meine persönlichen Er-kenntnisse, die durch viele Bibelaussagen bestätigt werden.
Jeder soll und muss sich selbst anhand seines Lebens, seiner Erkenntnisse den Weg zur Wahrheit suchen.
Diese Worte sollen lediglich für andere Menschen der Anstoß sein, tiefer über sich und die Dinge des Lebens nachzudenken.

(Überarbeitet im Februar 2006)

VERSION II

Erkenntnisse über mein irdisches und geistiges Leben =
Wir kommen ursprünglich nicht von dieser Welt!

Gedanken - Gefühle - Fragen - Antworten

In den Jahren meines Lebens habe ich viele Eindrücke und Informationen in mich aufgenommen, teilweise verarbeiten, teilweise verwerten und teilweise anwenden können in meinem Denken, Reden und Handeln.

Glücklich über einen längeren Zeitraum war ich nie recht. Viele Vorstellungen, Wünsche, Vorhaben und Gedankengänge wurden immer wieder enttäuscht. Die Suche nach den Ursachen und Umständen war meist ergebnislos oder unbefriedigend. Fehlhandlungen und auch Komplexe begleiteten meinen Lebensweg, konnten aber mein Suchen nach einem vernünftigen, akzeptablen Grund meines Daseins nicht aufhalten, wohl aber in die ver-schiedensten Bahnen lenken.
Viele Wege bin ich gegangen, viele Enttäuschungen habe ich hinnehmen müssen, dadurch andererseits aber toleranter geworden, nahm ich zukünftige Enttäuschungen nicht mehr so ernst, dass ich darunter leiden musste.

Und doch kam eines Tages der Zeitpunkt, an dem ich mit den vielen ver-schiedenen Aussagen über das Dasein dieser Welt, der Menschen, Pflanzen, Tiere und Mineralien nicht mehr weiterkam und beschloss, um nicht ergebnis-los die Suche abbrechen zu. müssen, in mir selber zu suchen, um in mir eine Antwort zu suchen und zu finden.
Ich begann meine Überlegungen von folgender Basis aus:

Aus der mich umgebenden Natur mit ihren gesetzmäßigen Lebens-abläufen erkannte ich, dass alle Wirkungen eine Ursache haben und wenn ich diese Ursache ergründen kann, so muss es auf alles eine Antwort geben.

Die Gesetze, die mich umgeben und nach denen ich meine Lebens- und Willensäußerungen tue, müssen im Grunde einfach und klar sein und daraus müssen sich die richtigen Folgerungen ableiten lassen.
Die verschiedenen Niederschriften wurden ohne Literatur und nach möglicher Gedankenneutralität vorgenommen. Ich musste versuchen, was äußerst schwer war am Anfang, mein Wissen über viele Dinge außer Acht zu lassen.
Doch mehr und mehr, Frage auf Frage durchgehend, bekam ich einen klareren Überblick und meine Annahme von der Einfachheit und Klarheit wurde bestätigt.
Diese meine Niederschrift enthält Fragen und Antworten in ganz einfacher Art und Weise.
Sie sollen einen allgemeinen Überblick über die von mir festgestellten Gesetzmäßigkeiten darstellen. Ausführlichere Erklärungen, auf weitere und tiefgründigere Fragen habe ich separat niedergeschrieben. Dabei stellte ich fest, dass es mehrere Wege der Antwortfindung gibt.
Doch in dieser Niederschrift will ich mehr in Form eines Dialogs meine Ge-dankengänge, Erkenntnisse und Folgerungen aufzeigen.
Gleichzeitig soll diese Niederschrift anderen Menschen dienlich sein und mir viel Zeit und Mühe ersparen, mich mit anderen Menschen auseinanderzu-setzen, denn aus Erfahrung kann ich sagen, dass eine mündliche Aus-einandersetzung in der heute so schnelllebigen, geduldlosen Zeit kaum Früchte tragen wird und am Ende für alle Seiten unbefriedigend abgebrochen werden muss.
Gern bin ich jedoch bereit, mich mit jedem Menschen auseinanderzusetzen, der ehrlichen Willens ist, vorurteilslos und um der Erkenntnis willen ein Ge-spräch sucht.
Doch ich möchte schon jetzt betonen, dass diese Niederschrift mein persön-liches Gedankengut ist und ich deshalb keine Tatsachen ablehnen werde, die meine „Hypothese“ entkräften.
Ich schließe nicht aus, dass ich mich irren kann, dafür bin ich Mensch.
Doch diese Darstellungen sind nach meinem besten Wissen und Gewissen, nach meinem Vermögen und meinen Fähigkeiten aus mir entstanden und bilden zurzeit auch meine Erkenntnis, meine Überzeugung.
Dem Leser dieser Zeilen sollen meine Gedankengänge doch nur Anregung sein, eine Möglichkeit der Wegfindung für seine persönlichen Fragen.
Ich kann nicht mehr enttäuscht sein über negative Meinungen, da dieses hier mein persönliches Gedankengut ist, kein fremdes, selbst habe ich mich durchgerungen, um nicht durch andere Meinungen auf den Weg des Zweifelns gebracht zu werden, den ich lange genug ging.
Gleichzeitig dient diese Niederschrift mir persönlich auch, um anhand dieses „Leitfadens“ weitere Erkenntniswege gehen zu können, tiefgründiger nach-denken zu können.

Jede Ursache hat ihre Folge!
Ich gehe den Weg des Menschens anhand meines Wissens und Anerkennens von Gesetzen und Aussagen zurück:

MENSCH ~ WACHSTUM ~ GEBURT ~ ZEUGUNG ~ UNBEFRUCHTETES EI/SAME

NICHTS (außer den Eltern)
WIEDERHOLUNG DIESES VORGANGES

1. MENSCHENSCHÖPFUNG

IDEE EINES SCHÖPFERS

SCHÖPFER (URSACHE)

SCHÖPFER = GEIST

IDEE = GEISTIG

SCHÖPFUNG = GEISTIGE

1. MENSCHENSCHÖPFUNG = MATERIELL - GEISTIG

WARUM MATERIELL-GEISTIG ?

MATERIE = WOHER? (Es gibt viele verschiedene Vermutungen)

BESTAND DER MATERIE = ATOME, MOLEKÜLE, SUBSTANZEN, ELEMENTE

MATERIE = TOT? - NEIN!

MATERIE = LEBENDIG? - JA!

MERKMAL = BEWEGUNG/SCHWINGUNG

WIE ENTSTANDEN?

Selbsterschaffen? scheinbar
Wie? Fort-pflanzung/Evolution

Gesetzmäßig? Ja

Wurden die Gesetze der Materie durch die Materie erschaffen, damit sie sich danach selbst erzeugen kann?
Nein - das wäre ungesetzmäßig
Waren die Gesetze vor der Materie da?
Ja, gesetzmäßig

Sind Gesetze materieller oder geistiger Art?
Geistiger Art, da sie nicht von Materie geschaffen werden können.

Da dann auch der Schöpfer dieser Ideen geistig sein muss, muss er nach Kenntnis der uns bekannten Gesetzesabläufe in uns und um uns, in der Natur, ein Wesen höchster Weisheit und Gerechtigkeit sein, oder?
Wenn ich ehrlich bin, muss ich dieses voller Hochachtung und Ehrfurcht an-erkennen!

Wieso?
Weil diese Gesetze auf Ordnung und Bestand beruhen und wahrhaftes Leben bedeuten in der uns sichtbaren Form.

Kann der Schöpfer nicht auch materiell sein?
Nach den vorliegenden Tatsachen und erarbeiteten Ergebnissen obiger Ge-dankengänge und der natürlichen Naturordnung muss er geistig sein. Alles spricht dafür.
Wäre dieser Schöpfer materiell, müsste er sich selbst erschaffen haben aus Materie, die dann aber wiederum vor ihm dagewesen sein müsste und mit geistigen, schöpferischen Eigenschaften versehen!

Hat die Materie keine geistigen Eigenschaften?
In der groben Materie konnten meines Wissens noch niemals geistige Eigen-schaften wie Wille, Mut, Freude, Liebe, Barmherzigkeit, Hass, Neid, Zorn, Ge-lüste, Grobheit und so weiter nachgewiesen werden!

Wieso befinden sich im Menschen dann geistige Eigenschaften?
Sie sind dort aufgrund eines geistigen Gesetzes vorhanden!

Ist auf der Erde alles gesetzmäßig oder gibt es Zufälle?
Alles auf der Erde läuft nach festen Gesetzen ab. Zufälle gibt es nicht, es scheint nur so.

Und was sind Krankheit, Tod, Leid, das Negative?
Auch diese Erscheinungen sind Gesetzen unterworfen, jedoch stellen alle negativen Erscheinungen die Folge von einer gesetzwidrigen Unordnung dar!

Ist diese Unordnung dann auch eine Eigenschaft des Schöpfers?
Nein, Unordnung kann nur aus Ordnung entstehen und nicht umgekehrt.
Gehörte die Unordnung zur Eigenschaft des Schöpfers, so hätten die ewigen Gesetze des Lebens keinen Bestand und alle Dinge wären der Willkür von Gesetzen ausgeliefert!

Auf der Erde finden wir aber viel Unordnung auf vielen Gebieten, ist diese dann durch die Materie entstanden?
Nein, denn Materie befindet sich bei normalen Bedingungen in der natürlichen Lebens-Ordnung und kann von sich aus keine Unordnung erzeugen, da sie, wie oben festgestellt, keine geistigen Eigenschaften hat, also willenlos und entschlusslos ist!

Und Krankheiten, Tod und Verwesung?
Sind durch bewusste und unbewusste Eingriffe/Geschehen in die Ordnung verursacht, wobei Tod und Verwesung gesetzmäßig sind.
Dann sind Krankheiten durch den Geist verursacht?
Viele Krankheiten, die nicht durch Zerstörungen von Körpersubstanzen ent-standen sind (falsche Ernährung, Verletzung, selbsterzeugte Körpergifte), werden vom Geist ausgelöst durch negatives Denken, Reden und Handeln mit ihren meist nicht vorher bedachten Folgen!

Was ist denn der Geist?
Das „unsichtbare“ Wesen mit seinem Geistleib und der Seele! Der Geist hat Gestalt wie wir Menschen auch. Geist hat nichts mit „Gespenstern“ zu tun.

Wie ist die Begründung?
Materie ist an sich träge und würde ohne Leben/Schwingung starr, leblos sein. Da die Materie keine geistigen Eigenschaften besitzt, müssen alle Lebens-abläufe des Körpers nach feinsten geistigen Gesetzen gesteuert ablaufen.
Die Schaltzentrale der geistigen Eigenschaften ist der Geist, das Wesen, das Individuum. Dieser überträgt alle bewussten und unbewussten Willens-äußerungen durch die Seele auf das Gehirn und somit auf den Körper und seine Organe und auf das Nervensystem. Dieses ist eine grobe Aussage.

Nun leben alle Menschen in einer Körperform aus der gleichen Materie, die Nahrung ist in ihrem Substanzaufbau gleich, Luft und Wasser und Licht steht allen Menschen mehr oder weniger zur Verfügung.
Wie kommt es dann, dass die Menschen so verschieden aussehen und ge-staltet sind?
Weil hier die Erkenntnis zur Tatsache wird, dass jeder Mensch einen Geistleib mit Geistwesen hat = ist, jedoch jeder eine Individualität, eine eigene Persön-lichkeit ist und auch nur sein kann!
Wäre Materie die Ursache, dürfte es keine so gravierenden Unterschiede geben!

Aber es heißt doch, dass menschliche Eigenschaften vererbt werden?
Da Materie keine geistigen Eigenschaften besitzt, der menschliche Körper aber aus Materie besteht, ist es nicht möglich, geistig-menschliche Eigen-schaften zu vererben.
Der Beweis dafür sind doch Kinder mit verschiedenen, oft gegensätzlichen Eigenschaften in vielen Familien. Dafür wird die menschliche Vererbungslehre keine beweisbare Ursache finden, die diese meine Erkenntnis widerlegen könnte.

Was ist der Grund?
Das menschliche Wesen mit geistigen Eigenschaften muss Geist sein, da Geist nur Träger dieser Eigenschaften sein kann. Da der Mensch von Kindheit an bestimmte geistige Fähigkeiten, Eigenarten und Merkmale hat - die sich schon bald nach der Geburt beginnen kundzutun, so muss daraus gefolgert werden, dass er diese Eigenschaften schon vor der Geburt besessen hat, sonst könnten sie sich nicht so verschieden von den mütterlichen äußern, wie oftmals beobachtet werden kann.

Soll das heißen, dass der geborene Geist dann schon vor seiner irdischen Zeugung und Geburt existiert hat?
Eine andere Erklärung würde an der Wahrheit vorbeitreffen. Es kann nach Auswertung aller Tatsachen nur diese eine Erklärung geben. Und diese Er-klärung ist so einfach und klar, dass ihre Anerkennung durch die Menschen auf viele Fragen die wahren Antworten geben kann, viele Irrtümer und Miss-verständnisse beseitigen könnte, viel Leid verhüten könnte, für viele Menschen die Lösung ihrer Probleme bedeuten würde!
Natürlich ist diese Erkenntnis für viele Menschen mit sehr viel persönlicher Mühe auf geistigem Gebiet verbunden, denn Umdenken kostet viel Mühe und Zeit.
Ist also der irdische Körper des Geistes eine Sichtbarmachung seines geistigen Körpers?
Der Schöpfer des Geistes ist selbst Geist und kann nach dem Gesetz, dass Gleiches nur Gleiches oder Ähnliches hervorbringen kann, auch nur Geist-wesen erschaffen haben. Also können alle von diesem Schöpfer ge-schaffenen Dinge nur geistig sein.
Und da alles Leben einen Körper, eine Gestalt hat, musste also der Geist Ge-stalt haben, um seine geistigen Fähigkeiten auch entsprechend anwenden zu können!

Und die Materie, warum schuf er diese?
Der Schöpfer ist Geist und schafft nur Geistiges. Nach diesem Gesetz muss die Materie keine direkte göttliche Schöpfung sein. Aus welchem Grunde auch?

Ja, aus welchem Grunde besteht sie aber, wenn sie sich nicht selbst ge-schaffen haben kann und nicht von Gott, dem Schöpfer geschaffen wurde?
Betrachten wir die menschlichen Schöpfungen und die göttlichen: Wir stellen nach objektiver Beobachtung fest, dass die menschlichen Schöpfungen an sich „tot“ sind, Gegenstände ohne jegliches Eigenleben sind. Der Mensch kann kein Leben schaffen, neu erschaffen! Selbst die Fortpflanzung geschieht nach einer festgelegten Gesetzesordnung.
Doch besondere Eigenschaften unterscheiden ihn von seiner natürlichen Um-gebung:
- Willensfreiheit
- Schöpfungsfähigkeit
- Erkenntnisfähigkeit von Gesetzesabläufen - Selbstbewusstsein
- seelische Empfindungen.
Aber auch eine deutliche Unvollkommenheit!

Mit diesen geistigen Eigenschaften hat der Mensch oder Geist demnach auch in der geistigen Welt gewirkt, nach seinem Willen und Vermögen, da er ja Willensfreiheit besitzt.
Auf der Erde ist es ihm versagt, durch diese geistigen Eigenschaften und Fähigkeiten in bestehende Gesetze einzugreifen, wie sie in der Naturordnung bestehen. Er kann seinen Lebensablauf nicht ändern, nicht leben, so lange er will, keine Lebewesen erschaffen, keine Materie wie Luft und Wasser er-zeugen. Er ist eigentlich ein bedauernswertes Geschöpf auf diesem Planeten, wo doch alles nach weisesten Gesetzen abläuft.
Doch er hat die Möglichkeit, gesetzeswidrig in das Naturgeschehen einzu-greifen, was in jedem Falle Unordnung = Negatives bewirkt. Die Zustände auf diesem Planeten zeugen vom Einsatz des Menschen nach seinem Gut-dünken!

Und wie kann er die von ihm angerichtete Unordnung, das Chaos, wieder be-seitigen?
Er kann dieses Chaos nicht wieder beseitigen, das heißt ungeschehen machen, denn alles, was der Mensch bewirkt, wird umgeformt, wird ver-wandelt, nimmt andere Form an! Man muss sich diese Tatsache einmal vor Augen führen!
Nur wenn der Mensch alle natürlichen Gesetzesabläufe beachtet und sich nach Möglichkeit nach ihnen ausrichtet, die Ordnung pflegt, das Gute will, bleibt die Ordnung erhalten.
Selbstverständlich müssen zum Überleben Eingriffe in die Natur erfolgen, doch ist die Gesetzesordnung so ausgelegt, dass bei maßvollem, überlegtem Eingreifen die Natur keinen Schaden erleidet, da sie ja normalerweise Über-fluss produziert, und sie auch Eingriffe kleinerer Art leicht verkraften kann.

Wenn der Mensch, der verkörperte Geist, also geistig denken kann, das heißt Ideen hat und auch Schöpfungsfähigkeit, Willensfreiheit und so weiter, warum ist er dann auf der Erde, in der Materie, und nicht in der geistigen Welt?
Wir stellten fest, dass er seine geistigen Eigenschaften und Fähigkeiten vor Eintritt in das Erdenleben besaß. Er muss sie besitzen, um auch im geistigen Bereich seine Vollkommenheit zu erreichen, geistig vorwärtszustreben, denn in der Ordnung des großen Schöpfers kann es nur das Gesetz der Fortent-wicklung geben, der Vollkommenheit entgegen.
Welche Erklärung kann es für den Bestand der Materie geben? Sie muss also von anderen Wesen geschaffen sein, wenn sie von dem Schöpfergott nicht erschaffen wurde!

Aber das geht doch nicht nach den bisher erarbeiteten Gesetzeserkennt-nissen. Denn wenn Gott, der nur Geistiges schaffen kann, keine Materie schaffen kann, dann doch auch nicht ein von ihm geschaffene Wesen?
Stimmt genau! Geist kann nur Geistiges erschaffen. Das ist und bleibt Gesetz.
Und doch besteht die Materie. Und in ihr befindet sich sogar - Geist!
Wenden wir uns der Materie zu. In ihr finden wir Elemente der ver-schiedensten Verdichtung. Vom Eisenerz bis zu den unsichtbaren Gasen = die verschiedensten Verdichtungsgrade.
Wir finden sogar viele unsichtbare Dinge, die wir täglich erleben, erkennen können an ihren Wirkungen, ohne sie zu sehen (und ohne über ihr Wesen tiefer nachzudenken), zum Beispiel:
Schallwellen, Töne, Schwingungen der verschiedensten Art, Elektrizität, Energie (oder Kraft), Luft, Wärme, Kälte und so weiter.
Wir haben die mannigfachsten Empfindungen - und sehen ihre Ursache trotz-dem nicht!

Wir stellen fest, dass wir nur begrenzt wahrnehmungsfähig sind und es Tat-sachen gibt, die wir nicht wahrnehmen können mit unseren unvollkommenen Sinnesorganen!
Deshalb darf man jedoch keine Tatsachen leugnen, die man nicht sehen und beschreiben kann, weil die menschlichen Begriffe dafür nicht ausreichen.
Ein Beispiel für einen natürlichen Gesetzesablauf, der zur Erklärung der Ver-wandlung von Materie von einem Zustand in einen anderen dienen soll:
Das für uns nicht „greifbare“ Wasser verdunstet - für unsere Augen unsichtbar - durch Wärmeeinwirkung. Abkühlung durch Aufstieg in kühlere Luftschichten führt zur Wolkenbildung.
Weiter verdichtet bilden sich Regentropfen, die bei bestimmter Schwere nach unten fallen. Ist es noch kälter, so bilden sich Schneeflocken (für mich persön-lich eines der größten Wunder, die Schneeflockenform betreffend).
Die größte Verdichtung jedoch ist das durch große Kälte verursachte Eis. Eis als Symbol für Starrheit und Härte = Größter Verdichtungsgrad des Wassers.

Die Auflösung dieser starren Form geschieht in der Natur durch Wärme. Wärmeträger sind die aus weiter Ferne auf unseren Planeten auftreffenden Sonnenstrahlen = Licht!
Nehmen wir die Sonne, das Licht, als den weisen Schöpfer.
Sie ist der Materie Lebensträger - wie Gott für den Geist.
Am Äquator, wo die Sonnenstrahlen den kürzesten Weg zur Erde haben, ist Wärme, ist Leben, ist Vielfalt - keine Erstarrung wie an den Polen der Erde. Die Pole sind am weitesten von der Sonne entfernt, die Wärme fehlt, das Licht fehlt, es kommt zur Erstarrung des natürlichen Lebens.
Dieses Beispiel verlegen wir in die geistige Welt.
Die Wesen, die dem Gesetze Gottes folgten und folgen, nähern sich seinem Lebensherd, dem Licht des Lebens. Wärme, geistiger Fortschritt ist die gesetzliche Folge.
Andere Geistwesen folgten aufgrund ihres freien Willens diesem Weg nicht, sondern wirkten nach eigenem Willen in die andere Richtung, gottabgewandt.
Das bedeutete gesetzlich Entfernung vom Licht, Dunkelheit, starrere Formen, immer mehr Verdichtung der hervorgerufenen geistigen Schöpfungen.

Warum ließ Gott dieses zu, wo er doch sah, dass seine Kinder in die Irre gingen?
Gerade darin zeigt sich die Größe dieses weisen Schöpfers, seine Gerechtig-keit und sein Festhalten an seinen von ihm aufgestellten Gesetzen.
Er hätte diesen Verlauf verhindern können, aber er hatte allen Geschöpfen Willensfreiheit gegeben. Willensfreiheit ist Grundlage wahrer Freiheit und erst Möglichkeit für den eigenen Fortschritt auf dem Weg der Vollkommenheits-erlangung, der wahren Seligkeit. Eingriff vonseiten Gottes wäre Willkür und Unfreiheit für das Geistwesen gewesen.

Gott musste also die Schöpfungen seiner sich von seinen Gesetzen des Fort-schritts abgewandten Kinder zulassen, denn bei rechtzeitiger Erkenntnis und Umkehrwillen hätten diese wieder zu ihm zurückkehren können.
Gott durfte ihnen aber auch nicht die Folgen ihres Tuns nehmen, denn es waren nicht seine Werke, und darum nimmt er keinem Wesen dessen Werke. Es wäre Ungerechtigkeit gewesen.
Doch eines konnte Gott durch seine Weisheit bewirken, er konnte diese Ent-wicklung in andere Bahnen lenken.
Es kam zum Ausschluss der abgefallenen Geistwesen, wie immer dieser sich auch abgespielt hat.
Es entstand letztendlich eine Sphäre der Dunkelheit, der Unordnung, weil das geistige Licht immer weniger scheinen konnte.

Den Wesen musste in dieser Finsternis ihr ungutes Wirken schmerzhaft bewusst werden.
Sie mussten über den Verlust des Lichtes nachdenken können und zu eigen-willigen Entschlüssen kommen. Doch der bisherige Zustand hatte sie nicht gehindert, ihre lieblosen Werke fortzusetzen.
Sie lebten in der Abgeschiedenheit vom Licht, in der Ferne, in der Erstarrung, im „Totenreich“.
Totenreich ist als Begriff für den Aufenthaltsort der von Gott abgefallenen Wesen zu verstehen. Denn „tot“ ist nur ein Begriff eines Zustandes der Materie.
Doch dann zeigte sich die große Gnade Gottes; seine Liebe zu allen Kindern bewog ihn, neue Gesetze zu schaffen, damit die abgefallenen Kinder und ihre Werke wieder die Möglichkeit hatten, ihren ursprünglichen Zustand zu er-langen.

Diese Gesetze mussten Gesetze der Ordnung sein, damit Unordnung in einen anderen, neuen Ordnungszustand verwandelt werden konnte. Die Unordnung jedoch, die als Folge ihres persönlichen Wirkens gegen die eigene Persön-lichkeit und gegen die Persönlichkeit der anderen Wesen durch ihr liebloses Wirken in jeglichen Ausdrucksformen entstanden war, mussten die Wesen jedoch selbst als Last, als Bürde, als abzutragendes Gut tragen, denn diese „Materie“ war nicht nach Gottes Willen, sondern nach eigenem Willen er-schaffen.
Also musste und müssen die lieblosen Lasten nach dem Gesetz der Ge-rechtigkeit mit Mühe und Kraft der Wesen wieder „gutgemacht“ werden.
Jedes Wesen musste und muss demnach sein „Kreuz“ selber tragen.

Diese Gnade Gottes:
Durch die Gesetze, nach denen alle Negativenergien - entstanden durch lieb-loses Denken, Reden und Handeln - der geistigen Welt in die verdichtete Form der irdischen Materie umgewandelt wurden, bekamen alle abgefallenen Wesen die Möglichkeit, sich mit dieser Materie zu verbinden, sie als abzu-tragende „Last“ zu tragen, um gleichzeitig wieder nach Oben, zum Licht der geistigen Heimat, streben zu können.

Wodurch?
Durch Beschreiten der durch Gott aufgezeigten Wege anhand der bekannten göttlichen Gesetze, die der Erde übermittelt wurden (zum Beispiel: Die Zehn Gebote).
Der Abtrag der Schuld durch ein Erdenleben ist gleichzusetzen mit dem Auf-stieg in die geistige Welt! Welch eine Gnade!
Das ist die Barmherzigkeit Gottes. Eine weise Ordnung und Führung. Und jedem menschlichen Wesen bleibt der freie Wille trotzdem erhalten!
Und nach diesen weisen Gesetzen entstand unter anderem diese Erde, ent-standen Lebensmöglichkeiten auf ihr, wurden in Millionen von Jahren Grund-lagen geschaffen, die eine Inkarnation der abgefallenen, in dunklen Sphären lebenden Wesen zu ermöglichen.
Finden wir doch auf diesem Planeten eigentlich die weisesten Gesetze in einer bunten Vielfalt sich äußernd, die in der Materie nur möglich sind.

Wenn wir von den Graden der Materieverdichtung sprechen und tiefer nach-denken, so kommen wir zu der Erkenntnis, dass eigentlich die Materie auch Geiststoff ist, nur hoch verdichtet!
Beobachten wir den Vorgang der Umwandlung der Materie, so stellen wir fest, dass sie nicht tot ist, sondern nur von einer Verwandlung in die andere schreitet, dauernd ihre Form und Gestalt wechselnd.
Sie ist eine großartige Verwandlungskünstlerin und besitzt die Eigenschaft, oder Eigenart, geistiges Leben beherbergen zu können, wenn wir von der Ge-stalt des Menschen oder Tieres sprechen.

Bedenken wir einmal den Lebensvorgang in uns. Wir nehmen Nahrung auf in fester und flüssiger Form. Nirgends ist eine Nahrungssubstanz, in der man Haare, Nägel, Knochen, Haut, Blut usw. feststellen kann, und doch wächst der Körper des Lebewesens nach Gesetzen und es entstehen Bausteine, die in der Nahrung selbst nicht zu finden sind.
Diese Bausteine formieren sich sogar zu ganz bestimmten Formen und er-möglichen dadurch die Lebensabläufe. Alles wird verwandelt, zweckmäßig, zielausgerichtet.
Bei dem Verdauungsvorgang tritt eine Teilvergeistigung der vom Körper auf-genommen Nahrungsbestandteile ein, wonach diese teilvergeistigten Be-standteile ihrer neuen Bestimmung durch das Blut zugeführt werden.
Und alles ohne menschlichen Einfluss auf die Gesetzmäßigkeiten dieser Lebensabläufe!!!
Und die Körperausscheidungen werden wieder neuen Aufgaben zugeführt. Alles ist Leben! Alles ist Verwandlung!
Dieses geschieht durch die vielfältigsten Methoden im ganzen Naturhaushalt.
Menschliche Unordnung durch Nichtbeachtung der Gesetze bewirkt somit beim Lebensablauf des Körpers Unordnung mit all den Folgen.
Aus diesen Erkenntnissen sollte jeder Mensch lernen und sein Denken, Reden und Handeln an die Ordnung anpassen, er kann doch nur dadurch gewinnen!

Zusammenfassung:
Der ehemals abgefallene Geist darf aus Gottes Gnaden seine Schuld durch irdisches Leben abtragen, indem er die Gesetze Gottes beachtet und somit nach Abtrag seiner Schuld wieder in die Geistheimat zurückkehren kann.
Das ist das ganze Geheimnis der Erde, der Materie und des vielfältigen Lebens auf ihr.
Die Materie ist also eine Möglichkeit der Rückkehr in die geistige Heimat. Eine weise Entscheidung unseres Gottes .
Doch die Willensfreiheit und das Wollen jedes einzelnen Menschen be-stimmen die Anzahl seiner Erdenleben. Abgetragen werden muss alle Schuld negativen Denkens, Redens und Handelns.
Statt dankbar diese gebotene Möglichkeit der Wiedergutmachung anzu-nehmen, entfernen sich die Menschen wiederum von Gott und seiner Ordnung.
Diese Aussagen kann man nach tieferem Nachdenken tatsächlich nicht wider-legen, obschon sie in der heutigen Zeit unglaublich klingen. Doch die be-stehenden Gesetze sprechen eine deutliche Sprache.

Doch wer ist der so genannte Böse, der Satan, von dem die Welt doch Angst hat? Ist es nur eine Phantasiefigur?
Schön wäre es schon, doch er ist eine Tatsache. Er war einstmals ein großer, einflussreicher Engel, denn sonst wäre es ihm nicht gelungen, so viele Geist-wesen zum Abfall von Gott und seiner Ordnung zu bewegen. Viele sind ihm gefolgt, aus freiem Willen.
Über diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der Welt des Geistes kann ich keine Aussagen über den Ablauf machen. Die Folgen sprechen jedoch eine deutliche Sprache.
Er muss auch seine Schuld abtragen, wie jeder, der ihm folgte. Und dement-sprechend lange leben sie unter seinem Einfluss, denn sie waren freiwillig diesem größten Verführer gefolgt.
Der Satan ist die Veräußerung des Bösen, des Negativen, des Gottes-Widersachers.
Seine Verführungsabsichten hat er bis heute nicht abgelegt und seine nächsten Anhänger und alle niederen Geistwesen führen gerade heute einen erfolgreichen Verführungskampf.
Er lebt mit seinen Getreuen in den dunklen geistigen Sphären dieser Erde. Doch besteht auch in diesen Sphären die Möglichkeit, aufgrund freier Ent-scheidung und unter Mithilfe der Gotteswelt, diese Sphären zu verlassen, um auf dieser Welt inkarniert zu werden.
Welch eine Gnade, dass die weisen Gesetze Gottes es dem Menschen nicht möglich machen, sich an seine Vorleben bewusst zu erinnern. Damit kann der freie Wille über den Aufstieg bestimmen, wogegen Rückerinnerungen hemmend und erschwerend wirken würden.
Alles muss sich der Mensch selbst wieder erringen!

Kommen denn alle Menschen aus derselben geistigen Sphäre?
Nein, ihre Verschiedenheit ist Zeuge dafür, dass es viele geistige Sphären geben muss, denn sonst wäre auch nach Rückkehr in die geistige Sphäre, aus der kam, keine Fortentwicklung möglich.
Doch der Mensch kehrt nach seinem irdischen Ableben in die Sphäre ein, die seinen irdischen Werken entsprechen!

Und was geschieht in der jenseitigen Sphäre?
Abtrag der auf Erden neu hinzugekommenen Schuld in einer Läuterungs-phase. Danach wird er weitere geistige Belehrung erhalten, nach seinem geistigen Stande und nach seinem Willen, abzutragen und weiterzukommen.
Auch wird er nach seinem Willen für ein weiteres Erdenleben zubereitet, da er ja in der Materie und ihren Gesetzen am besten wiedergutmachen kann.

Wer führt die Weiterentwicklungsschulung im Jenseits durch?
Gesetzmäßig können das nur Geistwesen tun, die niemals abgefallen waren oder Geistgeschwister, die sich schon auf eine höhere Erkenntnisstufe emporgearbeitet haben.
Diese können sich auch eher in den Zustand des aus dem irdischen Bereich zurückgekehrten Geschwisterteiles versetzen und dadurch besser auf dieses positiv einwirken. Auch frühere, verstorbene Angehörige aus dem Erdenleben können Aufgaben in der geistigen Welt an den Zurückgekehrten wahrnehmen. Vergessen wir nicht die Schutzgeschwister!

Und Jesus?
Gottes erstgeschaffener Sohn, König aller Geistwesen.
Nur seine Liebe zu seinen abgefallenen Geschwistern war der Grund seiner schweren Erdenmission, die leider von den meisten Menschen falsch ver-standen und ausgelegt wurde und wird.
Durch seine Lehre, sein Leben, seinen Tod, seinen geistigen „Kampf“ mit Satan erlöste er die Menschheit und alle abgefallenen Geistwesen von der Schuld, der Sünde des Abfallens - von Gott!
Von welcher Sünde hätte er uns denn sonst befreien können?
Die persönliche Sünde war ja von Gott in die Gesetze der Materie verwandelt. Aus diesen brauchte uns der erste Sohn Gottes nicht zu befreien, hätte ja auch der Gesetzmäßigkeit widersprochen.
Nur für die Sünde des Abfalls von Gott und seinen Gesetzen hat er sein Leben gegeben und nach seinem Erdentod in der „Hölle“ die gesetzmäßige Grundlage für die Rückkehr aller Willigen gelegt.
Dadurch konnte die Brücke in die geistige Welt wieder gebaut werden - die Möglichkeit der Rückkehr der abgefallenen Geistgeschwister.
Der direkte Einfluss Satans wurde eingeschränkt. Sein Herrschertum über seine Anhänger wurde begrenzt. Auf freiwilliger Basis konnte und kann jedes willige Wesen wieder in die Welt des Lichts gelangen.
Das war Christi Werk! Und seine Botschaft war die danach eintretende Ver-bindung der Geister Gottes mit den Erdenmenschen. Er sprach vom Reiche Gottes, was nahe herangekommen war. Es ist geschehen wie er es voraus-gesagt hat!
Doch die Welt lehnte und lehnt größtenteils Christus und seine Lehre - wie das irdische Leben der Menschen zeigt - immer noch ab!

Haben wir darum die vielen Religionen?
Die von Christus verheißene Sendung des Geistes der Wahrheit, die eigent-liche frohe Botschaft, erfüllte sich bei den Urgemeinden und den Aposteln.
Diese Boten der Wahrheit aus dem Reiche Gottes waren die ersten Lehrer der ersten Christen.
Sie taten sich nach einem Gottesgesetz durch menschliche Medien kund, um die in Irrlehren befangene Menschheit zu lehren und zu führen.
Die Bibel berichtet an vielen Stellen von den Kundgaben der Gotteswelt auf die verschiedensten Arten, im Alten wie im Neuen Testament.
Wie sollten auch sonst die Botschaften Gottes die Menschen erreichen?

Gott schuf auch dazu die Gesetze und darum ist es eine Selbstverständlich-keit, wenn sich Geistgeschwister durch Medien kundtun.
Wie wir aus der Gesetzmäßigkeit erkennen können, kann der Geist sich nur über einen Mittler in der Materie kundtun, im Körper über die Seele.
Darum haben einige Menschen die besondere Fähigkeit, geistige Botschaften zu übermitteln.
Diese Art der Übermittlung von Botschaften aus den geistigen Sphären in die Materie ist also gesetzmäßig, von Gott auch gewollt und seit Menschen-gedenken wird nach diesem Gesetz verfahren.
Diese Gesetzmäßigkeit macht sich natürlich auch die niedere Geisteswelt zu-nutze, und darum ist diese Verbindungsmöglichkeit entwertet und wird von den Kirchen abgelehnt.
Damit hat Satan natürlich das erreicht, was er wollte, nämlich: er hat die Ver-bindung mit der Welt Gottes als etwas Böses vor die Augen der Menschen hingestellt.
Darauf reagieren die Menschen leider immer noch prompt. Doch die Auf-klärungszeit der Menschen hat ihren Anfang genommen. Es wird nicht mehr alles als „wahr“ hingenommen!
Die Heiligen Schriften warnen schon vor dem Verkehr mit der Geisterwelt des Bösen. Prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Leider lehnen die Kirchen und andere christliche Gemeinschaften diese geistige Verbindung und deren Überprüfung ab. Doch es gibt schon Geistliche, die anders denken und han-deln!

Es waren auch einflussreiche Priester, die im ersten Jahrhundert die be-stehenden Verbindungen zur Gotteswelt aus Eigennutz und Machtgier unter-banden und untersagten.
Weitere Freveltaten wurden durch die Änderungen der Bibel begangen. Diese heute als Buch der reinen Wahrheit anzusehen ist schon eine sehr gewagte und beschämende Aussage.
Die Lehren wurden von Menschen so ausgelegt, wie es zum Vorteil für sie war.
Das Christentum spaltete sich und wurde durch aufreibende, sinnlose innere wie äußere Kämpfe immer kraftloser.
Die Religionsgeschichte und die Geschichte der Christenheit sind ein Beispiel dafür, wohin eigenmächtiges Handeln der Menschen führt.

Kann man noch verhindern, dass die Menschen Gott wieder vergessen?
Kaum, die Menschheit ist kaum noch fähig, alte Gewohnheiten abzulegen, ihre Gesinnung zu ändern und umzukehren. Zuviel müssten sie „aufgeben“!
Die Folgen der negativen menschlichen Handlungen werden in der Zukunft erst noch zum Tragen kommen. Es werden schwere Zeiten werden.
Doch jedem, der freiwillig in seinem Inneren umkehrt zu Gott, wird weiterhin von Gottesboten Hilfe und Trost, Hoffnung und Stärke gewährt. Gottes Gesetze, die Zehn Gebote, das Liebesgesetz - durch Jesus Christus gebracht - haben Bestand, bis sie erfüllt sind.
Gott ist Geist - und nicht Mensch - und kann daher nur das Gute für seine Kinder wollen.
Doch die Folgen ihrer Handlungen kann er ihnen gerechterweise nicht er-lassen.
Das Leid jedoch kann und soll zur Umkehr bewegen, soll heilsam sein.
Alles hat seinen tieferen Sinn!
Den Schlüssel für die Bewältigung aller Probleme und Hindernisse hat uns Jesus Christus gegeben: Die LIEBE!!!

VERSION III

SELBSTERKENNTNIS

Die Suche nach der Ursache für meine Existenz

Die verschiedenen Fragen und Antworten in den Internet-Foren über Gott, die Wahrheit über uns selbst, haben mich dazu angeregt, eine für mich eindeutige Erklärung für mein Sein zu suchen.
Da die Wahrheit ganz einfach sein muss, muss es mir auch gelingen, sie wenigstens über mich selbst zu finden.

Ich bin ein Mensch hier auf Erden. Ich lebe, weil ich mit meinen Sinnen und Gefühlen wahrnehmen kann, was in mir und um mich geschieht, vieles jedoch nicht begreifen oder beweisen kann.

Ich gehe nun zurück in meinem Leben über die Jugend- und Kinderzeit hin zu meiner Geburt.
Zu meiner Geburt kann ich selbst nichts mehr sagen.
Doch ich weiß, dass mein Körper in meiner Mutter heranwuchs.
Die vorhergegangene Verschmelzung von Ei und Samenzelle bestimmten den Anfang meines Körpers.
Eines ist mir Gewissheit, dass ich weder im unbefruchteten Ei noch in der Samenzelle war, da diese beiden ja Produkte in meiner Mutter beziehungs-weise in meinem Vater waren.
Es ist ja auch unsinnig, dass sich in jedem Ei oder in jeder Samenzelle ein „Lebewesen“ aufhält.
Zwar beinhalten Eizelle und Samenzelle Erbanlagen der Mutter und des Vaters, doch diese wirken sich nur auf den Körper aus!
Demnach muss mein Wesen - mein Ich - schon vor meiner Geburt existiert haben!
Mein Ich muss also in einem vorgeburtlichen Zustand gelebt haben, den man auf Erden nicht erkennen kann.
Da ich mich an diesen vorgeburtlichen Zustand nicht erinnern kann, also mit Null Wissen darüber geboren wurde, war und bin ich darauf angewiesen, mit Informationen von außen zu leben und zu lernen.
Was mir immer auffiel in meinem Leben war die Unterschiedlichkeit der Menschen, obwohl wir eine Gattung sind und alle körperlichen Lebensabläufe gleich oder ähnlich sind.
Zu meinem Bedauern musste ich immer wieder feststellen, dass es auch keine einheitlichen Antworten auf viele gleichartige Fragen gab, Fragen nach dem: Warum ist alles so wie es ist?

Und je mehr ich suchte, desto mehr verschiedene Antworten fand ich - oder gar keine Antworten.
Das Problem war: Wem konnte ich vertrauen? Wem konnte ich glauben?
Interessant war, dass ich in mir ebenfalls Antworten fand, die ich aber nicht als wahr bestätigen konnte, denn vor mir lebten kluge Menschen, die sich mehr und tiefer mit den Lebensfragen auseinandergesetzt hatten und zu ver-schiedensten Aussagen kamen, aber auch zu keinem umfassenden einheit-lichen Ergebnis.

Ich erkannte schließlich, dass alle Menschen mehr oder weniger Suchende waren und sind!
Eines war immer in mir vorhanden, das große Staunen über alle Naturabläufe, über die Schönheiten der Natur, über die Jahreszeiten mit ihrem dauernden Wechsel der Lebenszustände.
Und ich stellte immer wieder fest, dass ich anders aus dem Wald zurückkam, als ich hineingegangen war.
Darum wurde der Wald in meiner frühen Jugend schon mein bester Freund.
Ich habe Hochachtung vor der Natur mit ihren Lebensabläufen.

Irgendwann begegnete mir die Religion, wurde ich konfrontiert mit den Be-griffen Jesus Christus, mit Gott, mit dem Alten und Neuen Testament, mit den Zehn Geboten, der Bergpredigt, mit dem Leben Christi, seiner Lehre und seinem Tod, seiner Wiederauferstehung.
Aber auch mit den Geschehnissen „im Namen Christi“, die viel Unheil brachten für viele Völker.

All dieses führte mich keineswegs zu einem klaren Erkennen über mich selbst, eher in das Gegenteil - in Zweifel und Verwirrung.
Auch das Beschäftigen mit anderen Religionen brachte mich nicht weiter, außer zu dem Entschluss, mich für die Lehre Christi zu entscheiden, für die Aussagen der Bergpredigt.
Ich möchte anmerken, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt eine Familie ge-gründet hatte und zwei Kinder da waren.
Was immer in mir lebte, war ein Gefühl hin zu Gott, eine Art Verbundenheit, die ich mir nicht erklären konnte.
All die Geschehnisse, die im Alten Testament niedergeschrieben sind, konnte ich mit meinem persönlichen Gefühl hin zu Gott nicht erklären, dieser dort dargestellte Gott war nicht der Gott, den Christus der Welt brachte.

Und nun wurde mir mehr und mehr klar, dass ich mit meinem Latein am Ende war. Ich musste mir das Wissen dienen lassen, das andere mir reichten.
Eigentlich ist ja das Wissen anderer für den Heranwachsenden die Grundlage, auf die er aufbauen kann oder nicht.
Doch das Wissen über alle außerirdischen Gesetze und Lebensabläufe, das konnten nur von einem bestimmten Personenkreis vermittelt werden.
Ich bleibe bei Jesus Christus, weil er von Gott kam und somit ein Wahrheits-bringer war - das ist mir Gewissheit geworden.
Doch als ich mit verschiedenen Bibeln arbeitete, stellte ich fest, dass es daselbst Unterschiede in den Aussagen gab. Also fielen diese auch als Wahr-heitsunterlagen aus.
Doch ich empfand in meinem Inneren den Sinn und den Zweck, das Wesent-liche der Aussagen Christi.
Er sprach immer wieder von Gott, den Gott der Liebe, vom Himmel, vom Leben nach dem Tod, von Wohnungen in den Himmeln für uns Menschen, von der Gnade Gottes, von der Barmherzigkeit, vom Verzeihen - und dass Gott unser aller Vater sei!
Und das alles war für mich ausschlaggebend.
Denn wenn Gott unser aller Vater ist, dann begann mein Leben in oder durch Gott.
Die Erschaffung des Menschen auf Erden als erste Erschaffung eines menschlichen Wesens, damit war ich nie klargekommen.

Langsam dämmerte es mir und es wurde immer heller und klarer: Es konnte keine andere Möglichkeit geben als die, dass ich vor meinem Erdenleben schon gelebt habe!
Als was, wie, warum, wozu, das sind andere Fragen, die einer weiteren Be-arbeitung bedurften.
Für mich ist wichtig, dass ich vor meinem Erdenleben schon existierte, und damit auch der Tod eine andere Funktion hat, als von vielen angenommen wird.
Der Tod bedeutet für mich, dass ich als andere Existenz, nennen wir es Geist, weiterleben werde, wie auch immer, aber als ein Wesen, das alle Erderfahrungen mitnimmt in seinen neuen Lebensabschnitt!
Ich fragte mich zwischendurch immer wieder: Aber Du kannst es doch nicht beweisen? Du stützt deine Erkenntnis auf etwas ab, was man das Wissen von anderen nennt.
Das stimmt, doch wenn ich nach anderen Erklärungen als oben angeführte suche für mein Dasein hier auf Erden, dann komme ich in verwirrende Zu-stände, die mich nicht mehr klar erkennen lassen.
Und warum soll ich meine einfachen Erkenntnisse über mein Leben selbst anzweifeln?
Mit dieser meiner Erkenntnis kann ich das Leben hier auf Erden verstehen und einordnen und erkennen, dass die Aussagen von Jesus Christus über Gott und das Leben auf Erden und so weiter - wahr sind.

Das ist die Erkenntnis meines Lebens - dass ich ursprünglich ein Kind Gottes bin, einem anderen Reich angehöre, welches nicht von dieser Erde ist, dass mein Leben nicht hier auf Erden begann, sondern in der Geistigen Welt Gottes, und dass dort eine geistige Familie auf mich wartet.
Ich bin somit unsterblich!
Warum ich hier lebe, zu diesen Zeiten, welchen Erdenauftrag ich habe, das sind andere Erkenntnisse, heute ging es mir darum zu ergründen, ob hier auf Erden mein Leben begann oder nicht.
Ich danke Gott für die Möglichkeit, dass ich finden konnte, wonach ich suchte!
Und was mir möglich ist, warum sollte das anderen Menschen nicht auch möglich sein?