Anbetung im Geist und in der Wahrheit
Anbetung im Geist und in der Wahrheit
"Ein Schlüssel zu übernatürlichen Wundern"
Jesus bezeichnete einmal eine Gruppe Schaulustiger als Heuchler, weil sie zwar das Wetter deuten konnten nicht aber die Zeichen der Zeit. Es ist offenkundig, warum Jesus lieber möchte, dass die Menschen die Zeichen der Zeit (geistliches Klima und Zeitgeschehen) besser verstehen als die aktuellen Wetterdaten– aber es ist nicht so klar, warum er sie als Heuchler ansieht, wenn sie es nicht tun.
Viele von uns meinen, die Fähigkeit, in den geistlichen Bereich zu schauen, sei mehr das Resultat einer besonderen Gabe als die persönliche Verantwortung des Einzelnen. Jesus richtete seine Beschuldigung an die Pharisäer und Sadduzäer. Allein die Tatsache, dass Er es ausgerechnet von ihnen verlangte ist Beweis genug, dass jeder diese Fähigkeit hat. Aufgrund ihres verdorbenen Herzens waren sie blind gegenüber Seinem Herrschaftsbereich und wurden nach ihrem ungenutzten Potential beurteilt.
Das Erlebnis der Wiedergeburt versetzt uns in die Lage, aus dem Herzen heraus zu schauen. Ein Herz, welches nicht sieht, wird als hartes Herz betrachtet. Der Glaube war nie dazu bestimmt, uns nur in die Familie einzuführen. Er macht das Leben in dieser Familie erst freudvoll. Glaube sieht. Er rückt das Himmelsreich und dessen Reichtümer in den Mittelpunkt, und durch ihn sind sie zugänglich.
Jesus befahl uns, „Trachtet zuerst nach dem Himmelsreich..."
Paulus sagt in Kol 3:2 und 2.Kor 4:18: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist." „... indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig."
Wir haben von der Bibel her eindeutig den Auftrag, unsere Aufmerksamkeit auf das Unsichtbare zu lenken. Dieses Thema wiederholt sich in der Schrift oft genug, um die meisten aus dieser westlichen Kultur ganz nervös zu machen, neigen wir doch dazu, die materielle Welt zu bevorzugen.
Doch hier liegt das Geheimnis für Vieles aus dem übernatürlichen Bereich, den wir in der Gemeinde Jesu ja wiederhaben möchten. Jesus sagte, dass er nur das tut, was er den Vater tun sieht. Dieser Einblick ist für jeden unerlässlich, der mehr will. Die Kraft seiner Taten (z.B. der Schlamm im Auge des Blinden) wurzelt in Seiner Fähigkeit, zu schauen.
Gott tut alles um uns beizubringen, wie man sieht. Dazu gab er uns den Heiligen Geist als Lehrer. Er benützt keinen einheitlichen Lehrplan, aber das Fach, auf das wir alle Anspruch haben, ist das größte christliche Privileg – Anbetung. Schauen lernen ist zwar nicht das Ziel unserer Anbetung aber ein wundervolles Nebenprodukt.
Wer im Geist und in der Wahrheit anbetet, lernt der Führung des Heiligen Geistes zu folgen
Seinen Bereich bezeichnet man als das Königreich Gottes. Der Thron Gottes, der sich auf dem Lobpreis Seines Volkes gründet, ist der Mittelpunkt dieses Königreichs. Im Umfeld der Anbetung lernen wir Dinge, die weit über das hinausgehen, was unser Verstand erfassen kann.
David war so stark von Anbetung geprägt, dass seine ganzen Heldentaten im Vergleich zu seinem gottergebenem Herzen verblassen. Wir wissen aus seinen Äußerungen wie: „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er ist zu meiner Rechten, ich werde nicht wanken."(Ps 16,8,) dass er gelernt hatte, in das Reich Gottes zu schauen. Die Gegenwart Gottes beeinflusste sein Sehvermögen. Er übte sich unaufhörlich in der Wahrnehmung der göttlichen Gegenwart. Täglich schaute er Gott, nicht mit natürlichen Augen sondern mit den Augen seines Herzens.
Das Vorrecht der Anbetung ist eine gute Ausgangsbasis für alle, die es noch nicht gewöhnt sind, Themen dieser Art von der Schrift her anzugehen. In der Anbetung lernen wir, jener gottgegebenen Gabe unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken – der Fähigkeit, mit dem Herzen zu sehen.
Indem wir mit reinem Herzen anbeten lernen, öffnen sich unsere Augen kontinuierlich. Und wir können davon ausgehen, dass wir dann sehen werden, was wir schauen sollen.
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