„Mehr Herz, weniger Kommerz!“

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Die ChristNet-Aktion in Genf.

Gestern führte ChristNet zum internationalen "Chouf-nüt-Tag" je eine Aktion in Bern und Genf durch. Mit wandelnden Kehrichtsäcken, einer Kleiderbörse, Weihnachtskeksen und Musik setzten sich die Beteiligten zum Auftakt des Weihnachtsrummels für weniger Kauffieber und mehr menschliche Wärme ein.

In Bern wurden die Passanten Zeugen eines überraschenden Spektakels: Mehrere Kehrichtsäcke wanderten trotz Kälte und Regen durch die Einkaufszone und luden dazu ein, den vorweihnächtlichen Kaufrausch zu hinterfragen: „Mehr Herz, weniger Kommerz“ und „Ich habe, darum bin ich“, war da zu lesen.

Mit einer „Gratis-Zone“ regte in Genf eine Gruppe "Chouf-nüt"-Aktivisten die Bevölkerung zum Nachdenken darüber an, wie wir anders und weniger konsumieren können. Treu dem Tages-Slogan – „Weniger Konsum, mehr Teilen“ – errichtete sie eine Mini-Tausch-Börse, verteilten Weihnachtskekse, boten Gespräche über unser Konsumverhalten an und spielten Gratis-Musik mit konsumkritischen Inhalten. „Die Musik ist nicht zu kaufen, sie gehört allen.“ Personen aller Altersgruppen (die Kinder zuerst) liessen sich nach einigem Zögern – „Darf ich das wirklich nehmen?“ – davon überzeugen, dass das Teilen tatsächlich gratis ist.

Der internationale "Chouf-nüt-Tag" schafft jedes Jahr kurz vor der Weihnachtszeit Raum zum Nachdenken, zum Aufatmen und dazu, die wahren Genüsse des Lebens wiederzufinden: Freundschaft, Familie, Natur ‑, aber auch, sich der Konsequenzen unserer ungebremsten Konsumwut bewusst zu werden. Dieses Event begann in den 90er Jahren in Kanada und wird heute in der Schweiz und in über 55 Ländern gefeiert. „Wie zelebrieren Sie Alternativen zum Konsumwahn?“ fragt der von ChristNet verteilte Flyer zum Abschluss.

ChristNet beging den "Chouf-nüt-Tag" heuer zum vierten Mal. Diesem christlichen Forum liegt das Thema Konsum besonders am Herz, ruft die Bibel doch an zahlreichen Stellen zu Genügsamkeit und zum Teilen mit den Ärmeren auf. Darum lancierte ChristNet im Frühling eine Petition und ruft den Bundesrat dazu auf, das Teilen ins Zentrum seiner Politik zu stellen (www.genug-zum-teilen.ch).

ChristNet ist ein Forum von Christinnen und Christen, das sich in Wort und Tat mit Sozialem, Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Entwicklung befasst (www.christnet.ch).

Quelle: ChristNet

Sprache: Deutsch

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